LEDs für die Rosenheimer Straßenlaternen

LEDs für die Rosenheimer Straßenleuchten
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Lampentest in der Stadt: Zusammenschnitt aus dem Test der 45 W LED-Lampen und der alten 50 W Natriumdampflampe.

Rosenheim - Die Stadtwerkte arbeiten an ihrem Energiekonzept. Derzeit werden LED-Leuchten für den Einsatz als Straßenlaternen getestet.

Die Stadtwerke Rosenheim arbeiten derzeit intensiv an der Weiterentwicklung ihres Energiekonzeptes. In diesem wird dargestellt, was die Stadtwerke Rosenheim an innovativen Maßnahmen heute und in den nächsten Jahren unternehmen, um das ambitionierte Ziel einer ausgeglichenen CO2-Bilanz für die Stadt bis 2025 zu erreichen.


Straßenlicht aus einer 45 W LED-Lampe

Ein Beitrag zur Erreichung dieses Ziels kann durch den Einsatz moderner Technologie bei kommunaler Beleuchtung geleistet werden. Mit der Übernahme des Betriebs der Straßenbeleuchtung zum 01. Juni 2010 von der Stadt Rosenheim ist auf die Stadtwerke Rosenheim ein neues Betätigungsfeld zugekommen. Seitdem beschäftigt sich eine Gruppe von Mitarbeitern eingehend mit den Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien und damit natürlich auch mit dem Einsatz von LED-Leuchten.


Um den Betrieb der Straßenbeleuchtung zu optimieren, wurde zunächst eine komplette Datenerfassung der bestehenden Anlagen durchgeführt, sowie Strategien entwickelt, um die Wartung und Instandhaltung nach den gängigen Vorschriften umzusetzen.

Straßenlicht aus einer 50 W Natriumdampflampe

Aufgrund des ab 2015 geltenden EU-Verbotes von Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, von denen derzeit ca. 1.500 in Betrieb sind, der Ökodesignrichtlinie, die ab 2017 gilt, und um neue Technologien zur CO2 Einsparung in der Beleuchtung einsetzen zu können, haben sich die Stadtwerke Rosenheim entschieden, vor ihrer Haustüre in der Bayerstraße eine Teststrecke aufzubauen, um hier unterschiedliche Technologien zu testen.

Hier werden verschiedene Leuchten eingesetzt und aus bestimmten Positionen zur visuellen Betrachtung verschiedene Bilder gemacht. Dabei werden sowohl die herkömmlichen Leuchten mit Natriumdampf-Hochdrucklampen-Technik in verschiedenen Wattzahlen, sowie Leuchten in LED-Technologie eingesetzt.

Der Stadtwerke-Mitarbeiter Andreas Ziehut hat im Rahmen der diesjährigen Philips „city.people.light tour“ einen Workshop in München besucht. Die Tour stand unter dem Motto „Lebenswerte Städte – LED im öffentlichen Raum“ und zeigte auf einem Streifzug durch die kommunale Beleuchtungswelt, wie sich Straßen und Wege, Plätze und Fassaden mit Licht nachhaltig und attraktiv gestalten lassen. Ein Schwerpunkt sind intelligente Lichtlösungen auf Basis von LED. Unter allen Teilnehmern der Tour wurden nach einem regionalen Schlüssel insgesamt 15 LED-Lichtpunkte verlost. Als einer der ersten Gewinner erhielten jetzt die Stadtwerke Rosenheim drei LED-Straßenleuchten „SpeedStar“. Diese gehen nun zusammen mit einer zusätzlich erworbenen LED-Straßenleuchte gleichen Typs als Teststrecke vor dem Hauptgebäude der Stadtwerke Rosenheim in der Bayerstraße in Betrieb.

Die LED-Straßenleuchte „SpeedStar“ ist beispielhaft für nachhaltige Außenbeleuchtung und setzt neue Maßstäbe. Sie wurde auf Basis der bewährten Philips-Kofferleuchten entwickelt und verbindet attraktives Design mit technischer Innovation sowie hohe Energieeffizienz mit geringen Betriebskosten. Sie ist damit die ideale Lösung für die Außenbeleuchtung in Städten und Gemeinden, deren Verwaltungen großen Wert auf signifikante Kosteneinsparungen, gute Lichtqualität, mehr Sicherheit und ein harmonisches Orts- oder Stadtbild legen.

Straßenlicht aus einer 125 W Quecksilberdampflampe

Der konkrete Mehrwert von SpeedStar LED-Leuchten liegt in der konsequenten Modularität. Die Leuchte ist mit dem leicht auswechselbaren LEDGINE-LED-Modul ausgestattet, das zu einem späteren Wartungszyklus schnell und einfach gegen ein energieeffizienteres Modul ausgetauscht werden kann. Das Lichtniveau verändert sich dadurch nicht und bleibt exakt auf dem vorgegebenen Wert. Damit ist nicht nur eine hohe Anlagensicherheit gewährleistet, sondern auch, dass die Anlage energetisch und wartungstechnisch immer auf aktuellem Stand ist. Schon jetzt sparen Leuchten mit LEDGINE-Modulen im Vergleich zu Natriumdampf-Hochdruck-Lampen rund 20 % und gegenüber einer veralteten Anlage mit Quecksilberdampf-Hochdruck- Lampen sogar bis zu 80 % allein an Energie.

Nicht Ausschalten, sondern Umschalten auf Beleuchtungslösungen, die Energie intelligenter nutzen, kann in diesem Zusammenhang die Devise nur lauten. Das senkt zum einen nicht nur die Kosten, sondern hilft zum anderen, die gesetzlichen Vorgaben zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu erfüllen. Es schafft aber auch viele neue Möglichkeiten, den urbanen Raum für Menschen attraktiv und lebenswert zu gestalten. Die notwendigen technischen und konzeptionellen Grundlagen dafür sind bereits heute in vollem Umfang vorhanden.

Die Stadtwerke Rosenheim werden in der Bayerstraße nun verschiedene Steuerungs- und Einsatzmöglichkeiten testen und mit den so gewonnenen Erkenntnissen die weitere Vorgehensweise festzulegen, die Straßenbeleuchtung in Rosenheim in den nächsten Jahren energieeffizient und attraktiv zu gestalten.

Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG

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