Kein Gesamtkonzept für Bordelle

Rosenheim - Über die zukünftige Ansiedlung von Spielhallen und Bordellen wird weiterhin im Einzelfall entschieden. Das hat der Stadtrat beschlossen:

Ein Gesamtkonzept, mit dem derartige Einrichtungen im Stadtgebiet künftig verhindert werden sollen, wird es nicht geben.


Die CSU-Fraktion hatte im Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss des Stadtrates einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Verwaltung hält ein solches Gesamtkonzept jedoch nicht für umsetzbar und rät davon ab. Spielhallen könnten nur durch die Aufstellung von Bebauungsplänen verhindert werden, wenn dabei entsprechende Nutzungen ausgeschlossen werden.

Andreas Nickl: O-Ton


Generell für das gesamte Rosenheimer Stadtgebiet solche Bebauungspläne aufzustellen, sei sehr aufwendig, deshalb sei es sinnvoller, im Einzelfall diesen Schritt zu ergreifen, so die Verwaltung.

Für Bordelle gelte ohnehin ein Ansiedlungsverbot in Wohn- und Mischgebieten. In Gewerbegebieten könne auch ihre Ansiedlung nur durch die Aufstellung entsprechender Bebauungspläne geregelt werden.

Und in Fällen von Wohnungsprostitution könne die Verwaltung meist sowieso erst eingreifen, wenn diese Einrichtungen eröffnet haben, da in der Regel keine Genehmigungsanträge gestellt werden.

Quelle: Radio Charivari

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