Am Freitag in der Inntalhalle

"Keine geschönten Szenarien" - Info-Tag zum Brenner-Nordzulauf

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Rosenheim - Auch trotz der Absage von Bundesverkehrsminister Scheuer, die Planungen zum Brenner-Nordzulauf zu stoppen, kämpfen die Bürgerinitiativen weiter. Am Freitag gibt es einen großen Infotag in der Inntahalle.

Der Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. informiert: "Gerade der Besuch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im Anschluss an unseren Sternmarsch hat wieder viele Fragen offen gelassen.

Informieren Sie sich deshalb ausführlich über dieses heiße Thema an den Infoständen und bei den Fachvorträgen – 14 Bürgerinitiativen aus dem Landkreis laden ein zum Info-Tag "Brenner-Nordzulauf"." 

Der Infotag liefert keine „geschönten Szenarien“, sondern Fakten von Experten aus Deutschland, Österreich und Südtirol, heißt es weiter von Seiten der Veranstalter.

Wann und wo?

Der Infotag findet am Freitag, den 8. Februar in der Inntalhalle in Rosenheim statt. Einlass & Infostände ab 17 Uhr, Fachvorträge ab 19.30 Uhr. Veranstaltungsende wird gegen 22.30 Uhr sein. 

Fachvorträge

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- Brenner-Nordzulauf

Richard Mergner informiert in seinem Vortrag „Brenner-Nordzulauf – Auswirkungen auf Umwelt und Natur“ nicht nur über die Konsequenzen, sondern zeigt auch Alternativen auf, die wirksam und zeitnah den krank machenden LKW Verkehr reduzieren könnten, wenn der politische Wille da wäre. Als Vorsitzender des bayerischer BUND Naturschutz und Verkehrsexperte ist Richard Mergner auch als stellvertretender Vorsitzender in der „Allianz Pro Schiene“ aktiv, die sich für einen sicheren und umweltfreundlichen Schienenverkehr einsetzt. 

Josef Kusstatscher berichtet als Bürgermeister von Villanders in Südtirol in seinem Vortrag „Italien und der Brenner-Südzulauf“ aus erster Hand über den aktuellen Stand der Planung und Umsetzung. Josef Kusstatscher begleitet die Planungen und den Bau des Brenner-Basistunnels seit vielen Jahren sehr kritisch und ist ein Kenner der Hintergründe zu diesem größten Bauvorhaben Europas.

Lothar Gamper wirft einen Blick auf die rechtlichen „Winkelzüge“ der politischen und wirtschaftlichen Akteure. In seinem Vortrag „Sinn und Unsinn des Brenner-Basistunnels (BBT)“ zeigt er anhand vieler Fakten, dass die Genehmigung des BBT aufgrund des mangelnden Nutzens aus seiner Sicht rechtswidrig sei. Der Jurist (Uni Innsbruck) war als Mitarbeiter des Tiroler Landesumweltamtes an den Umweltverträglichkeitsprüfungen des BBT beteiligt und setzte dabei eine Reihe von Änderungen zum Schutz von Mensch und Umwelt durch.

Zudem sind alle Bürgerinitiativen mit Infoständen vertreten, um die konkreten Auswirkungen der Trassen vor Ort zu erklären. Der Eintritt ist frei.

Quelle: rosenheim24.de

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