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Franziska Mühlthaler begleitete tausende Kinder

Wie Markus Söder einer Rosenheimer Lehrerin zum 95. Geburtstag gratuliert

Franziska Mühlthaler feierte ihren 95. Geburtstag – das Bild zeigt sie in ihrer Wohnung in Rosenheim.
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Franziska Mühlthaler feierte ihren 95. Geburtstag – das Bild zeigt sie in ihrer Wohnung in Rosenheim.

Die pensionierte Volksschullehrerin Franziska Mühlthaler hätte gerne 95 Leute zu ihrem Geburtstag eingeladen. Wie sie trotzdem gefeiert hat und was in ihrem Leben alles passiert ist.

Rosenheim/Prien – Ihren 95. Geburtstag konnte die in Prien-Kaltenbach aufgewachsene Franziska Mühlthaler in ihrer Rosenheimer Wohnung in guter Rüstigkeit feiern. Dazu hätte die pensionierte Volksschullehrerin gerne 95 Leute aus ihrer großen Verwandtschaft zu einer gemütlichen Feier eingeladen.

Coronabedingt ließ sich die Feier allerdings erst etwas verzögert mit nur 34 Personen im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf-St. Peter nachholen. In diesen Tagen fand sich als Gratulant auch Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder mit einem persönlichen Brief ein.

Mühlthaler ist x-fache Tante, Großtante und Urgroßtante

Zur Welt kam Franziska Mühlthaler in München, aufgewachsen ist sie in Kaltenbach, damals Gemeinde Wildenwart und heute Gemeinde Prien. „Ich war die fünfte von 13 Geschwistern, wir waren zehn Dirndl und drei Buam, zweimal gab es Zwillinge und es leben noch mit mir fünf weitere Geschwister. Und heute bin ich fast ungezählte Male Tante, Großtante und Urgroßtante“ – so die ledig Gebliebene, weil es zu damaliger Zeit geboten war, dass „Schulfräuleins“ nicht heiraten sollten.

Selbst ging sie von 1933 bis 1940 in Wildenwart zur Schule, anschließend ein Jahr nach Prien zur Volks- und Haushalts-Schule während des sogenannten Pflichtjahres. Von 1942 bis 1945 erfolgte die Teilnahme an der Lehrer-Bildungs-Anstalt (LBA) in Polling bei Weilheim. In der Nachkriegszeit war, wie sie selbst sagt, „nix los“ und sie war mit all ihren kleinen Geschwistern daheim.

Mühlthaler erinnert sich an „zum Teil lustige Zeit“

Ab 1946 folgte dann eine weitere LBA-Zeit in Landshut und nach einer kurzen Lehr-Amts-Anwärter-Zeit (LAA) in der Stammschule Prien wurde sie für drei Wochen zur Vertretung des dortigen Schulleiters Karl Schulmayer nach Wildenwart gebeten, dazu erinnert sie sich: „Das war zum Teil eine lustige Zeit, weil in meiner Klasse auch einige meiner jüngeren Geschwister waren“. Die dann folgenden Lehrstellen waren im Alt-Landkreis Laufen, ein Jahr in Tengling am Waginger See, drei Jahre in Tittmoning („Einmal mit einer Ersten Klasse mit 57 Kindern“), von 1952 bis 1967 in Neukirchen am Teisenberg und dann zehn Jahre in Aschau im Chiemgau.

Dort bekam sie nach einer Ausschreibung die Stelle und zugleich auch eine „Dienstwohnung Erster Ordnung“. In der Aschauer Zeit unterrichtete Mühlthaler auch Schüler aus den Gemeinden Frasdorf, Umrathshausen und Sachrang. Nach Aschau war Mühlthaler bis zur Pensionierung im Jahr 1988 Volksschullehrerin in Feldkirchen Westerham.

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„Bis heute habe ich noch viele und freundschaftliche Kontakte mit ehemaligen Schülern und Kollegen“, erzählt die 95-Jährige, die sich als langjähriges Bayernbundmitglied nach wie vor mit der bayerischen Geschichte befasst und viel liest.

re

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