Erweitertes IT-Konzept für Schulen vorgestellt

Rosenheim - Seit 13 Jahren ist die Stadt nun Vorreiter bei der Nutzung von Informationstechnik an öffentlichen Bildungseinrichtungen.

Als 1998 Monika Siglreithmayr mit ihrer Diplomarbeit den Einstieg in einen systematischen Auf- und Ausbau der EDV an Rosenheimer Schulen ermöglichte, befand sich die Nutzung von Computern an Schulen noch in den Kinderschuhen. An allen Schulen Rosenheims gab es nur rund 350 PC`s für Schulnetz und Schulverwaltung. Damit mussten sich rein rechnerisch 60 Schüler einen Computer teilen. Diese Computer wurden von einem Systembetreuer der städtischen EDV gepflegt und gewartet. „Bereits damals haben wir die Notwendigkeit erkannt, einen regelmäßigen Turnus für Ersatzbeschaffungen einzuführen. Weitere Ziele der Stadt waren die Vernetzung voranzutreiben und den Bestand an PCs kontinuierlich aufzustocken. Mit diesem Konzept war Rosenheim Vorreiter in ganz Bayern“, so Manfred Grundei, Leiter der städtischen EDV.


Der Erfolg lässt sich sehen: In den letzten 12 Jahren wurde die EDV-Ausstattung an Rosenheimer Schulen massiv ausgebaut. Heute gibt es an den Schulen rund 950 PC`s - Tendenz steigend. Im Wege der Vernetzung konnte die geforderte Standardisierung von Hard- und Software schon zu 80 Prozent umgesetzt werden.

Die gestiegenen Anforderungen der Lehrpläne an EDV-Unterricht und Nutzung von moderner Technik durch die Schüler zeigten, dass das alte Konzept von 1998 den pädagogischen Zielsetzungen nicht mehr genügte. „In den letzten Jahren hat sich auch an den Schulen die Nutzung der Neuen Medien stark verändert. Internet, Multimedia, Intranet, und spezialisierte Schulsoftware sind heute aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken., Es ist wichtig, den Kindern und Jugendlichen bereits in der Schule vertieftes Wissen rund um Computer und Neue Medien zu vermitteln“, betont Studienrat Markus Hittinger, Systembetreuer an der Johann-Rieder-Realschule. Zudem machten auch Anforderungen von Wirtschaft und Wissenschaft an ihre künftigen Mitarbeiter und die sich immer weiter entwickelnde IT-Technik die Fortschreibung des IT-Konzepts für Schulen notwendig.


Eine Planungsgruppe, bestehend aus Systembetreuern der Schulen, dem Schul- und Sportamt und der städtischen EDV entwickelte deshalb in den letzten zwei Jahren ein neues zukunftsorientiertes Konzept. Auf 94 Seiten beschreibt es die weitere strategische Entwicklung. Ziele sind der möglichst breite Einsatz von IT im Unterricht, eine regelmäßige Erneuerung der Computer, der wirtschaftliche Betrieb durch Standardisierung und Fernwartung, Fortbildung sowie die Entlastung des pädagogischen Personals von technisch-administrativen Aufgaben.

„Das Konzept ermöglicht einen zukunftsorientierten, IT-gestützten Schulbetrieb und stellt den lehrplanmäßigen Unterricht gemäß den Anforderungen des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes sicher.“, so Stefan Gebauer, Leiter der Planungsgruppe. Bei der Nutzung von Internetdiensten wird höchster Wert auf die Sicherheit von Daten und Nutzern gelegt. So verhindern zum Beispiel spezielle Softwareprogramme den Zugriff auf unerwünschte Web-Seiten.

Mit dem derzeitigen Konzeptions- und Ausstattungsstandard nehmen die Rosenheimer Schulen neuerlich eine Vorreiterposition ein.

Pressemitteilung Claudia Sieberath

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