Wegen anhaltend hoher Zahlen

Maskenpflicht für Rosenheimer Grundschüler - Maßnahmen auch in Kindertagesstätten

Rosenheim - Bislang galt die Maskenpflicht während des Unterrichts in der Stadt Rosenheim nur für weiterführende Schulen, nun wurde das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch auf die Grundschulen der Stadt ausgeweitet.

Update, 11.35 Uhr - Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim


Die Mitteilung im Wortlaut

Aufgrund der andauernden Überschreitung des Schwellenwertes der 7-Tages-Inzidenz von 50 in der Stadt Rosenheim seit dem 6. September hat das Gesundheitsamt Rosenheim weitere präventive Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten festgelegt.


Am Montag, den 14. September, spätestens jedoch am Dienstag, den 15. September müssen in allen Schulen der Stadt Rosenheim, auch in Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren, alle Personen auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, auch im Unterricht. Die Verpflichtung gilt bis einschließlich Freitag, den 18. September. Ab dem 21. September besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht für Schülerinnen und Schüler, wenn im Klassenzimmer ein Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht gewährleistet werden kann.

Auch in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet von Rosenheim gelten ab kommendem Montag, spätestens jedoch ab Mittwoch, den 16. September bis einschließlich 2. Oktober präventive Infektionsschutzmaßnahmen. Einrichtungen, welche offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen wieder feste Gruppen bilden. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Besuch von Kindern mit nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich.

Den Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt die Umsetzung dieser präventiven Maßnahmen.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Erstmeldung, 10.51 Uhr

Laut einem Elternrundschreiben der Grund- und Mittelschule Aising, welches rosenheim24.de vorliegt, wird bereits ab Montag, den 14. September, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen für alle auf dem Schulgelände befindlichen Personen zur Pflicht. Bisher waren die Jahrgangsstufen eins bis vier von dieser Regelung ausgenommen, doch die Anordnung der Stadt Rosenheim greift nun auch für diese Klassen, dies bestätigte Michael Fischer, Pressesprecher vom Landratsamt Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de.

Anhaltend hohe Infektionszahlen in Rosenheim

Die Anordnung der Stadt Rosenheim beruht auf den anhaltend hohen Infektionszahlen. Bereits am 21. August wurde der Signalwert von 35 der 7-Tage-Inzidenz pausenlos überschritten, seit 6. September wurde auch der Schwellenwert von 50 täglich überschritten. Inzwischen ist die Stadt Rosenheim sogar deutschlandweit trauriger Spitzenreiter bei den Corona-Zahlen.

Mindestabstand bei voller Klassenstärke kaum realisierbar

Laut der Stadt gilt die Maskenpflicht für alle Schüler auch während des Unterrichts vorerst bis einschließlich 21. September. Ab diesem Zeitpunkt kann der Mund-Nasen-Schutz in den Klassenzimmern während der Unterrichtszeiten abgelegt werden, sofern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Schülern eingehalten werden kann. Dieser Mindestabstand bei voller Klassenstärke ist jedoch in der Praxis kaum realisierbar, weshalb die Grund- und Mittelschule Aising bereits darauf hingewiesen hat, dass die Maskenpflicht vorerst bis einschließlich 2. Oktober gelten werde. Edgar Müller, Direktor des staatlichen Schulamtes Rosenheim, erklärte bereits, wie der Unterricht in den kommenden Wochen aussehen könnte.

Viele Eltern sorgen sich um ihre Kinder

Viele Eltern sehen dieses Thema sehr kontrovers. rosenheim24.de erreichten bereits einige Zuschriften von besorgten Eltern, welche die Maskenpflicht für die jungen Schülerinnen und Schüler sehr kritisch betrachten. Besonders die ABC-Schützen, welche ihre ersten Schultage gerade hinter sich gebracht haben, würde die Maskenpflicht vor allem psychisch noch zusätzlich belasten. Die Kinder müssten ohnehin viel Neues verarbeiten und sich in den Schulen zurechtfinden. Durch den sowieso großen Stress in den ersten Schultagen seien die Kinder schon genug belastet, sagen manche Eltern.

aic

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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