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Sind Zusatzstoffe schädlich?

Allergisch auf die Corona-Impfung? Rosenheimerin klagt über Test-Probleme

Findet zeitnah keinen Arzt, der ihre Unverträglichkeit gegen Beimischungen in den Corona-Impfstoffen bestätigen kann: die Rosenheimerin Monika Gans.
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Findet zeitnah keinen Arzt, der ihre Unverträglichkeit gegen Beimischungen in den Corona-Impfstoffen bestätigen kann: die Rosenheimerin Monika Gans.

Impfen lassen kann sie sich nicht: Die Rosenheimerin Monika Gans verweist auf Zusatzstoffe in den Impfpräparaten, auf die sie allergisch reagiert. Doch belegen kann sie das derzeit nicht. Sie sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, sich auf diese Allergie testen zu lassen und stößt dabei auf Schwierigkeiten.

Rosenheim – Monika Gans kann sich nicht gegen eine Corona-Infektion impfen lassen – aus medizinischen Gründen, wie sie sagt. Die Rosenheimerin hat eine Allergie gegen einen Stoff, der zumindest einigen der zugelassenen Impfseren zugesetzt ist. Monika Gans beruft sich auf Zugaben bei den Corona-Vakzinen.

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Eine davon ist der Stoff Polyethylenglykol (PEG), der zumindest im Präparat von Biotech/Pfizer zum Einsatz kommt. Britische Forscher konnten diesen inzwischen als Auslöser für allergische Reaktionen ausmachen. Belegen kann die 49-Jährige ihre Situation derzeit nicht. Sie findet derzeit zeitnah keinen Arzt, der einen Test für ihre Unverträglichkeit vornimmt.

Kein kostenfreier Corona-PCR-Test

Damit hat die Rosenheimerin nach ihren Angaben gleich zwei Probleme: Weder kann sie mit den zugelassenen Wirkstoffen geimpft werden noch erhält sie die Möglichkeit, sich kostenfrei mittels PCR-Test auf Corona testen zu lassen.

Die geltende Corona-Testverordnung des Bundes sieht vor, dass Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, einen kostenfreien Test erhalten, jedoch ist nur von Schnelltests die Rede. Die nützen den Betroffenen wenig, zumindest, wenn sie einen Ort besuchen möchten, in dem die 3G-plus-Regeln gelten.

Weitergehende Test-Strategie

Wenigstens in Bayern ticken die Uhren anders. Denn die Corona-Teststrategie des Freistaats geht über die Vorgaben des Bundes hinaus. „Die Bayerische Teststrategie wurde jedoch insoweit erweitert, dass sich Personen, die sich aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht impfen lassen können, sich kostenfrei mittels PCR-Test in den lokalen Testzentren testen lassen können“, antwortet Bayerns Gesundheitsministerium auf Anfrage.

Aber hierfür braucht es nun mal einen ärztlichen Nachweis.

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Doch an diesem ist die Rosenheimerin bislang gescheitert, wie sie schildert. Sowohl bei einem Hautarzt in Rosenheim wie auch bei der Münchener Klinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, die zum Münchener Universitätsklinikum rechts der Isar gehört. Dort habe sie auf ihre Terminanfrage hin einen Fragebogen zum Ausfüllen erhalten. Erst rund fünf Wochen später will sie erneut von der Klinik gehört haben, das war am Mittwoch vergangener Woche. Die Nachricht aus München: Sie möchte den Fragebogen bitte „konkretisieren“.

Termine nur mit Verzögerung

In der Tat fänden aufgrund der Vielzahl von Anfragen zur Abklärung möglicher Risiken für die Gabe von Corona-Impfstoffen derzeit manche allergologische Termine nur mit Verzögerung statt, wie die Klinik auf Anfrage antwortet. „Wir bemühen uns, die sehr hohe Anzahl von Anfragen so schnell wie möglich zu beantworten.

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Der sofort ausgesendete Fragebogen war bereits Teil der Bearbeitung der Patientenanfrage. Trotz personeller Aufstockung der Ressourcen kann es in einzelnen Fällen zu Verzögerungen kommen“, entschuldigt sich das Haus und bittet um Verständnis für die Umstände, welche dem allgemeinen Pandemiegeschehen geschuldet seien.

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Im Prinzip habe Monika Gans richtig gehandelt, wie der Bezirksvorsitzende des Hausärzteverbands, Dr. Nikolaus Klecker, schildert. Er rate Patienten, die Zweifel mit Blick auf mögliche Unverträglichkeiten haben, sich an der Uniklinik München testen zu lassen. Wobei: Aus seiner ärztlichen Praxis kann er berichten, dass allergische Reaktion bei ihm „ganz, ganz selten“ vorgekommen seien.

Vorkehrungen gegen Impfreaktion

Es bestehe aber so oder so die Möglichkeit, Vorkehrungen zu treffen, sollte es nach der Injektion des Vakzins zu einer allergischen Reaktion kommen. In diesen Fällen werde den Patienten vorsorglich eine Venenverweilkanüle gelegt, über die bei einer Überschussreaktion des Immunsystems Medikamente gegeben werden können, um einen allergischen Schock abzuwenden. Auch im Rosenheimer Impfzentrum sei ein solches Vorgehen möglich, wenn die Impfkandidaten dies beim Vorgespräch signalisierten.

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Ins gleiche Horn bläst sein Kollege Dr. Florian Bonke, der seine Praxis in Flintsbach betreibt. Er habe schon Tausende Impfungen an verschiedenen Standorten vorgenommen. Bislang habe er keinen Patienten gehabt, der eine allergische Reaktion auf die Impfung gezeigt hätte.

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