Das "christliche Gesicht" der Pflege

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Freuen sich auf ihre neue Herausforderung in Rosenheim: Die rumänischen Schwestern Kristiana, Clara und Tatiana (von links) in Begleitung von Padre Liviu Romila, Generalvikarin Cristina Bulai und Provinzoberin Regina Birou (hinten) mit Michael Kleeberger (Hauskrankenpflegeverein; links) und Martin Schwegler (Sparkassenstiftung).

Rosenheim - Durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim kann das Konzept des Hauskrankenpflegevereins Rosenheim e.V. erhalten werden.

Hauskrankenpflegeverein und Sparkassenstiftung heißen rumänische Franziskanerinnen willkommen


Auch in Zukunft werden sich katholische Ordensschwestern gemeinsam mit weltlichen Pflegekräften um die ambulante Alten- und Krankenpflege in Rosenheim kümmern. Durch finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim kann das bewährte Konzept des Hauskrankenpflegevereins Rosenheim e.V. aufrecht erhalten werden. Die ersten rumänischen Franziskanerinnen wurden nun herzlich in der Stadt empfangen.

Pflege „aus dem Geist Jesu“ in Rosenheim seit 93 Jahren


„Dies ist ein glücklicher Tag für den Hauskrankenpflegeverein“, freute sich dessen Vorsitzender Michael Kleeberger beim Pressegespräch im Rosenheimer Rathaus anlässlich der Ankunft der rumänischen Franziskanerinnen. Seit 93 Jahren kümmern sich in seinem Verein katholische Ordensschwestern gemeinsam mit weltlichen Pflegekräften um die ambulante Alten- und Krankenpflege in der Stadt. Aus Altersgründen wurden kürzlich mit den Schwestern Agnella und Ulrike die letzten deutschen Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen aus dem Hauskrankenpflegeverein abgezogen. „Der Orden hat keinen Nachwuchs mehr im Pflegebereich“, bedauerte Kleeberger.

Nach langen Verhandlungen gelang es jedoch, rumänische Schwestern aus dem Orden der Missions-Franziskanerinnen von Assisi zu gewinnen und so den Fortbestand der Pflege „aus dem Geist Jesu“ in Rosenheim zu erhalten. Mit den Schwestern Cristiana Pal (39), Clara Cocianga (49) und Tatiana Burlacu (34) werden zunächst drei rumänische Franziskanerinnen angesiedelt.

Vorbildliches Projekt: Finanzielle Unterstützung von der Sparkassenstiftung

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Martin Schwegler von der Sparkassenstiftung (links) und Michael Kleeberger, Vorsitzender des Hauskrankenpflegevereins, beim Rathausempfang der rumänischen Schwestern Tatiana, Clara und Kristiana (von links), in Begleitung von Provinzoberin Schwester Regina Birou und Generalvikarin Cristina Bulai.

Die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim unterstützt den Hauskrankenpflegeverein in den kommenden drei Jahren finanziell bei der Integration der Schwestern – etwa durch Übernahme von Kosten für Deutschkurse und pflegerische Ausbildung. Martin Schwegler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen, lobte das einzigartige Wirken des Hauskrankenpflegevereins: „Die Ordensschwestern verrichten ihren Dienst primär nicht zum Broterwerb, sondern aus dem Glauben heraus und können sich daher mit voller Hingabe den hilfsbedürftigen Mitmenschen widmen.“ Nicht ohne Grund sei der Hauskrankenpflegeverein bei der letzten Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen im Jahr 2010 mit der Note „sehr gut“ bewertet worden. Auch vor dem Hintergrund des deutschlandweiten Pflegenotstands erfülle das Projekt beispielhaft alle Anforderungen für eine Förderung durch die Sparkassenstiftung. „Unser Motto ‚Nachhaltig. Gutes. Tun.’ kommt hier in besonderer Weise zum Ausdruck“, so Schwegler. Über die Entlohnung der Schwestern an deren Orden komme die Unterstützung mittelbar sogar zusätzlich gemeinnützigen Zwecken in Rumänien zugute.

Herzlicher Empfang in Rosenheim, Deutschkurse haben bereits begonnen

Schwester Regina Birou, Provinzoberin für Rumänien, bedankte sich im Namen der Franziskanerinnen für den herzlichen Empfang in Rosenheim. „Ich wünsche mir eine fruchtbare Arbeit und dass unsere Schwestern das sein können, was Gott von ihnen erwartet“, so die Ordensschwester, die ihre Schützlinge in den ersten Tagen in Rosenheim begleitete.

Bereits am Tag nach ihrer Anreise wurden die Schwestern im Gottesdienst in St. Nikolaus von Pfarrer Andreas Maria Zach und Prälat Lorenz Kastenhofer der Gemeinde vorgestellt. Tags darauf nahm auch Gabriele Bauer, als Oberbürgermeisterin das „weltliche Oberhaupt“ Rosenheims und zugleich Vorsitzende der Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt, die Franziskanerinnen in Empfang. Mit einem Besuch der Fraueninsel und des Münchener Domes und der Michaelskirche mit Vorstellung beim Regionalbischof ließen die Ordensschwestern ihr straffes Willkommensprogramm ausklingen. Nach dem ersten Heimischwerden im Konventshaus in der Freiherr-vom-Stein-Straße, bereiten sich die rumänischen Franziskanerinnen im Deutschunterricht derzeit schon auf ihre neue Aufgabe vor.

Pressemitteilung Sparkasse Bad Aibling

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