Vollsperrung Prinzregenten- und Samerstraße

"Halb so wild" bis "Katastrophe" - Stadt und Autofahrer ziehen erstes Fazit

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Rosenheim - Am Rosenmontag begann die größte innerstädtische Baumaßnahme des Jahres 2019. In der Prinzregenten- und der Samerstraße müssen teils über 100 Jahre alte Kanalsysteme ausgetauscht werden, Wasserleitungen saniert, Telekommunikationsleitungen verlegt und Straßensanierungen vorgenommen werden. Größere Probleme blieben bisher aus.

Diese notwendigen Investitionen in eine zeitgemäße städtische Infrastruktur sind mit Auswirkungen auf den Straßenverkehr verbunden. 

Ab Rosenmontag, 4. März 2019, wurde die Prinzregentenstraße zwischen der Wittelsbacher- und der Stollstraße für den öffentlichen Durchgangsverkehr voll gesperrt. Ebenfalls gesperrt wurde die Samerstraße im Abschnitt zwischen der Kreuzung „Am Roßacker“/„Am Esbaum“ und der Kreuzung Prinzregentenstraße. Der Verkehr wird seit Montag umgeleitet. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten die entsprechenden Umleitungsbeschilderungen zu beachten und - wenn möglich - den Baustellenbereich großräumig umfahren. 

Das erste Zwischenfazit zu den Sperrungen

Wir haben bei der Stadt Rosenheim nachgefragt, wie das erste Fazit zu den Sperrungen aussieht. "Ganz einfach, völlig problemlos", sagte Thomas Bugl, Wirtschaftsdezernent der Stadt Rosenheim gegenüber unserer Redaktion. "Wir haben für den Beginn der Sperrungen bewusst die Faschingsferienwoche gewählt." Einziges Problem, das bisher aufgetaucht sei, ist, dass trotz der vielen Hinweise immer noch Leute in de Einbahnstraße in der Münchnerstraße falsch herum reinfahren, so Bugl. "Das werden wir definitiv unterbinden. Das ist ein Gefährdungspotential, das wir nicht hinnehmen können." Die Stadt will dafür eine einseitige Sperrung errichten. Außerdem müssen noch ein paar Beschilderungen nachgerüstet werden. "Nächste Woche müssen wir dann sehen, wie das ganze unter verkehrlicher Volllast aussieht. Da kommt dann die Nagelprobe", sagt der Wirtschaftsdezernent weiter.

Verkehrsteilnehmer sehen es großteils gelassen

Wir haben uns auch bei den Verkehrsteilnehmern umgehört, wie sie die Maßnahme so empfinden. "Als ich von der Baustelle gehört habe dachte ich mir zunächst "um Gottes Willen, wie soll denn das gehen?" sagte eine Autofahrerin. "Doch wo es jetzt so weit ist, ist es halb so wild. Man muss halt einen kleinen Umweg in kauf nehmen, aber das große Chaos ist bisher noch ausgeblieben."

"Ich hab es erst total spät gecheckt, dass ja hier gesperrt ist, als ich von Kolbermoor nachhause nach Rosenheim gefahren bin", sagt eine andere Verkehrsteilnehmerin, die nur selten mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist. "Da hab ich halt dann gemerkt, dass ich hier nicht abbiegen kann sondern hinten rum fahren muss, aber das ist auch nicht weiter tragisch. Nur das Schild der Vollsperrung hab ich erst am Ort der Sperrung gesehen, als ich vom Hallenbad gekommen bin. Man steht halt dann vor vollendeten Tatsachen. Das könnte man vielleicht etwas weiter vorher schon ankündigen."

"Mich beeinträchtigt die Sperrung (noch) nicht so sehr, wie gedacht, da sie sich leicht umfahren lässt", sagt ein weiterer Autofahrer. "Das Einzige, was auffällt ist, dass es "in dem Eck" mehr zugeht und es auch ein wenig unübersichtlich ist.

Es gibt auch Kritiker der Maßnahme: "Meine Eltern wohnen in der Apianstraße. Die nutzen das Auto nicht mehr um in die Stadt zu kommen. Es ist eine Katastrophe."

Der Großteil der von uns befragten Verkehrsteilnehmer sieht die Sperrungen also gelassen. Wie Wirtschaftsdezernent Bugl aber schon gesagt hat: Die große Nagelprobe kommt dann am Montag."

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Quelle: rosenheim24.de

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