Fahrer wollte am späten Abend angeblich zum TÜV

Licht, Tür, Bremsen, Öl und Gurt: Polizei stoppt "rollende Zeitbombe" in Rosenheim

Rosenheim - Beamte der Rosenheimer Polizei kontrollierten am Sonntagabend, 20. September, gegen 21.45 Uhr in der Klepperstraße einen 33-jährigen Fahrer eines Peugeot Boxer.

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:


Am Fahrzeug waren sogenannte Händlerkennzeichen (rote Kennzeichen) angebracht. Die Beamten befragten im Rahmen der Kontrolle den Mann, mit welchem Grund er die roten Kennzeichen benützt. Der Rosenheimer sagte, er sei gerade auf dem Weg zum TÜV. Die Beamten konnten dem Mann widersprechen, da am Sonntagabend keine Hauptuntersuchungen durch Prüfstellen vorgenommen werden.

Im weiteren Verlauf konnten gravierende Mängel am Peugeot festgestellt werden. Die Scharniere der Hecktüren waren gebrochen, die Tür hing leicht schräg und drohte herunterzufallen. Die Handbremse zeigte keinerlei Brems-/Funktionswirkung. Angurten konnte sich der Fahrer auch nicht, da das Gurtschloss defekt war. Die Reifen auf der linken Fahrzeugseite waren so abgefahren, dass die Flanken samt Karkasse heraus ragten. Die Vorderradbremsen waren fest und schleiften massiv an der Bremsscheibe. Die Beleuchtungseinrichtung vorne und hinten war teilweise nicht funktionsfähig und vom Motorblock tropfte Öl auf die Fahrbahn.


Da war der durchgerostete Auspuff mit einer Vielzahl von Rostlöchern noch das geringste Übel. Der Boxer wurde sofort sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Ein technisches Gutachten wurde angeordnet. Den Fahrer erwartet ein Bußgeld mit Punkten in Flensburg. Das verbotswidrige Verwenden der roten Kennzeichen wird strafrechtlich dahingehend geprüft, ob ein Verstoß nach den Steuergesetzen und Versicherungsrecht vorliegt, denn einen plausiblen Grund zur Fahrt mit den roten Kennzeichen konnte der 33-Jährige nicht nennen.

Pressemitteilung Polizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa

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