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Afrikaner ohne Papiere im Zug unterwegs

Rosenheim - Dass eine Fahrkarte nicht genug ist, um mit dem Zug ans Ziel zu kommen, mussten jetzt 14 Afrikaner feststellen. Ausweispapiere wären hin und wieder auch hilfsreich

Für 14 Afrikaner ist am Dienstag die Zugreise von Rom nach München in Rosenheim vorzeitig beendet worden. Zwar hatten sie Fahrkarten für die lange Reise dabei, über Papiere für einen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland verfügten sie jedoch nicht.

Die zwölf Männer und zwei Frauen wurden von der Bundespolizei am Rosenheimer Bahnhof in Gewahrsam genommen. Ein Zugbegleiter wies die Beamten auf eine größere afrikanische Reisegruppe im EuroCity aus Verona hin. Gegenüber den Bundespolizisten konnten sich die 14 Personen nicht ausweisen.

Einer von ihnen versuchte vergeblich, die Fahnder mit einem gefälschten italienischen Fremdenpass zu täuschen. Er habe das gefälschte Dokument in Rom für 350 Euro erstanden, so der 27-Jährige später. Wie sich herausstellte, stammen die unerlaubt Eingereisten im Alter von 19 bis 33 Jahren aus Eritrea.

Ihren Fahrkarten zufolge begannen sie ihre Zugfahrt bereits in Rom. In Italien hätten sie sich nach eigenen Angaben bereits mehrere Wochen lang aufgehalten. Bleiben wollten sie dort jedoch nicht.

Am Bahnhof in Rosenheim mussten die 14 den Zug verlassen und den Bundespolizisten zur Dienststelle folgen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle bis auf einen Mann vorerst der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet. Ein 28-Jähriger musste mit Verdacht auf TBC ins Rosenheimer Klinikum eingeliefert werden. Die Bundespolizei geht davon aus, dass die Reise der 14-köpfigen Gruppe von Italien nach Deutschland von Hintermännern organisiert worden ist.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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