Grenzkontrolle auf der A93

Polizei schnappt "untergetauchten" Mann - fast 200 Tage Haft

Rosenheim/A93 - Die Bundespolizei konnte am Freitag, 18. Oktober, einen mehrfach gesuchten Straftäter bei der Einreise festnehmen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Drei Staatsanwaltschaften haben einen Albaner in acht Fällen gesucht. Bei seinem Versuch, illegal über die deutsch-österreichische Grenze einzureisen, wurde er auf der A93 gefasst. 

Die Rosenheimer Bundespolizei hat den offenbar untergetauchten Mann am Freitag (18. Oktober) hinter „Schloss und Riegel“ gebracht. Er wird vorerst 198 Tage lang im Gefängnis bleiben müssen – unter Umständen auch länger.

Mehrere Haftbefehle liegen vor

Nahe Kiefersfelden kontrollierten die Beamten die Insassen eines Fernreisebusses, der ursprünglich in Rom gestartet war. Wie sich bei der Personalienüberprüfung eines albanischen Staatsangehörigen heraustellte, suchten deutsche Justizbehörden aus verschiedenen Gründen nach dem 33-Jährigen: Zum einen lag gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Erfurt vor. 

Demnach musste er wegen eines früheren unerlaubten Aufenthalts eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro zahlen. Zum anderen hatte er einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin zufolge wegen Diebstahls eine Geldstrafe von 240 Euro offen. 

Außerdem musste er gemäß einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder wegen Leistungserschleichung noch Justizschulden in Höhe von 500 Euro begleichen. Der Festgenommene konnte keinen der drei Beträge entrichten. Somit blieb ihm nichts anderes übrig, als die ersatzweise verhängten Freiheitsstrafen von insgesamt 198 Tagen anzutreten.

Albaner hatte nicht die erforderlichen Aufenthaltspapiere

Bevor der Albaner aber in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert wurde, führten ihn die Bundespolizisten noch beim Amtsgericht in Rosenheim vor. Eigenen Angaben zufolge hatte er einen längerfristigen Aufenthalt in Berlin geplant

Hierfür besaß er allerdings, wie schon bei der Einreisekontrolle auf der Inntalautobahn deutlich geworden war, nicht die erforderlichen Aufenthaltspapiere. Aufgrund der klaren Sachlage wurde er in einem beschleunigten Verfahren wegen versuchter illegaler Einreise zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt. 

Sollte er ebenfalls nicht in der Lage sein, diese Summe zu zahlen, könnten weitere 40 Tage Ersatzfreiheitsstrafe dazukommen.

Sein Aufenthaltsort dürfte für die kommenden Monate jedenfalls feststehen. An diesem sind die Staatsanwaltschaften in Frankfurt/Oder und in Erfurt besonders interessiert, da laut Polizeicomputer noch weitere Ermittlungsverfahren gegen den Mann laufen

Dabei geht es um zwei Diebstahlsfälle sowie Unterschlagung, Erschleichen von Leistungen und unerlaubte Einreise. Die Haftdauer kann sich also womöglich noch ausdehnen. Zwischenzeitlich wird sich die zuständige Ausländerbehörde mit der Frage seiner Aufenthaltsbeendigung im Anschluss an die Haft befassen.

Mitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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