Verlegung der Verwaltung der Autohäuser nach Kolbermoor

Bürgermeister und Eder-Geschäftsführer räumen mit Gerüchten auf

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Tuntenhausen - Die Eder Unternehmensgruppe in Tuntenhausen verlegt die Verwaltung ihrer Autohäuser nach Kolbermoor. Das hat dazu geführt, dass diverse Gerüchte über die Gründe der Verlagerung kursieren. Wir haben bei Geschäftsführer Gregor Ries und Bürgermeister Georg Weigl nachgefragt was dran ist an den Spekulationen.

"Der Gemeinderat, der aus vielen Eder-Mitarbeitern besteht hat verhindert, dass die Firma Eder in Tuntenhausen weiter bauen und expandieren kann", und "der komplette Firmensitz soll nach Kolbermoor verlagert werden." Diese Gerüchte um die Eder Holding in Tuntenhausen kursieren derzeit und erreichten auch unsere Redaktion.

Was ist dran an den Gerüchten?

Wir haben mit Eder-Geschäftsführer Gregor Ries gesprochen, der den Gerüchten sogleich den Nährboden entzog. Der Gemeinderat hat mit der Verlagerung nichts zu tun: "Die Eder Unternehmensgruppe befindet sich mit ihren Geschäftszweigen auf einem stetigen dynamischen Wachstumskurs. Das hat Auswirkungen auf die Verwaltung", so Ries. "Unsere Mitarbeiter sind derzeit zum Teil in Containerlandschaften untergebracht, was vor allem bei den momentanen Temperaturen eine Zumutung ist. Daher mussten wir schnell handeln, damit unsere Mitarbeiter wieder in geeigneten Büros arbeiten können." Deshalb wurde eines der ehemaligen Steelcase-Gebäude am Mangfallkanal in Kolbermoor angemietet. "Wir werden die Verwaltung unserer Autohäuser nach Kolbermoor verlegen, genau dorthin, wo auch das operative Geschäft mit zahlreichen Marken angesiedelt ist.

Eder hat aber dennoch Pläne in Tuntenhausen im Gewerbegebiet „Weiherwiesen“ zu expandieren. Der Gemeinderat hat für das Gebiet bereits Anfang 2018 den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan beschlossen. Bis dort aber endlich gebaut werden kann, dauert es noch einige Jahre. Eder braucht die Büroräume aber jetzt. "Der Platzbedarf ist bei der Firma aktuell vorhanden", sagt Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl. "In Weiherwiesen dauert es einfach zu lange. Wir stehen dahinter, wenn unsere Firmen expandieren.

Auch Ries bestätigt das: "Das Geschäft erfordert mehr Dynamik, als wir es mit den derzeitigen Bebauungsmöglichkeiten realisieren können. Daher ist es mehr als überfällig, unseren Mitarbeitern angemessene Arbeitsplätze bereitzustellen. Das können wir in der benötigten Schnelligkeit an unserem derzeitigen Hauptstandort derzeit leider nicht realisieren." 

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