Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

ovb24.de stellt die Brauereien in der Region vor

Schlossbrauerei Maxlrain: Das Bier, das über Bayern hinaus bis nach Taiwan bekannt ist

Schlossbrauerei Maxlrain
+
Die Schlossbrauerei Maxlrein aus der Vogelperspektive.

Tuntenhausen - Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s - diesen Spruch kennt jeder. Ebenso wie das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516, ein Garant für süffiges und gutes Bier. Bayern und das bayerische Bier - eine Liebesgeschichte, die seit Jahrhunderten besteht. ovb24.de nimmt die Brauereien in der Region ein bisserl genauer unter die Lupe. Roland Bräger, Brauereidirektor der Schlossbrauerei Maxlrain, steht uns Rede und Antwort:

+++ Hier finden Sie einen Überblick über alle Brauereien der ovb24-PAY-Serie+++

Seit wann gibt es Ihre Brauerei?

Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts wurde in Maxlrain erstmalig Bier gebraut. Seit 1740 existiert in der familiengeführten Privatbrauerei des Prinzen und der Prinzessin von Lobkowicz, der Schlossbrauerei Maxlrain, Braurecht.

Wie sieht die Gründungsgeschichte aus?

Die Gründung geht bis ins Jahr 830 zurück. Früher war das Schloss aus Holz, ist in der Vergangenheit mehrfach abgebrannt. Im Jahre 1580 fiel das Schloss einem großen Brand zum Opfer, nur die Kapelle blieb bestehen. Sie bildete den Kern des neuen Schlosses, das in acht Jahren wieder aufgebaut wurde. Seit 1636 wird in Maxlrain nachweislich Bier gebraut. Das Gut selbst ist 1877 entstanden. Bis um 1900 wurden die Biere im Schloss selbst hergestellt, danach entstand das heutige Brauerei-Ensemble im Jugendstil, das den Charme einer Landbrauerei bis heute bewahrt hat.

Wie erklärt sich Ihr Brauerei-Logo und das Etikett?

Das Logo bildet das Schloss als allüberstrahlendes Gebäude über Maxlrain ab und symbolisiert, dass die Brauerei in privater Hand ist. Die Eigentümer, Prinz und Prinzessin von Lobkowicz, fühlen sich sehr der Tradition verpflichtet. Brauen hat immer mit Tradition zu tun. Dazu bekennen sich die Eigentümer. Das zentrale Erkennungsmerkmal im Logo steht für Beständigkeit und Hochwertigkeit.

Haben Sie einen Werbeslogan oder gibt es einen prominenten Vertreter?

Unser Slogan lautet: „Unserainer trinkt Maxlrainer“. Einen Prominenten gibt es nicht, aber Quirin Kaiser, bekannt in der Volksmusik-Szene, spricht auf Charivari unsere Werbung auf bayerisch.

Wie viele Angestellte gibt es bei Ihnen? Bilden Sie aus - wenn ja, in welchen Bereichen?

Insgesamt beschäftigen wir 36 Mitarbeiter - festangestellt sowie etliche Aushilfen gerade für die Fest-Saison. Ausbildungen können bei uns zum Brauer und Mälzer absolviert werden. Pro Jahr haben wir mindestens einen Azubi, den wir meist nach der Ausbildung weiterbeschäftigen.

Welche Biere stellen Sie her? 

16 edle, handwerklich gebraute Bierspezialitäten - vom alkoholfreien bis zum dunklen Doppelbock haben wir eine breite Palette. Ein detaillierte Beschreibung aller Biere ist auf der Homepage zu finden.

16 Biere werden in der Schlossbrauerei Maxlrain hergestellt.

Woher beziehen Sie Ihre Rohstoffe für die Herstellung Ihrer Biere?

Der Hopfen kommt aus der Hallertau. Ansonsten haben wir uns der regionalen Rohstoffversorgung verschrieben, lassen beispielsweise die Braugerste selbst anbauen. Wir sind überzeugt von Qualität und Geschmack alter Sorten, die nicht so sehr auf Vertrieb getrimmt sind. Wir kennen die Erzeuger der Braugerste und des Hopfens persönlich und hegen eine enge Abstimmung sowie Zusammenarbeit.

Stichwort Einzugsgebiet: Wo kann Ihr Bier überall erworben werden?

Unser Einzugsgebiet erstreckt sich über einen Radius von 80 Kilometer rund um Maxlrain und wir sind auch mit eigenen Lastern unterwegs. Unser hochwertiges Bier ist aber weit über die bayerische Landesgrenze hinaus beliebt. Wir haben Liebhaber in ganz Deutschland, die vor allem das Maxl für sich entdeckt haben, das seit 2017 auf dem Markt ist. Gerade die Nachfrage nach Hell-Bieren wächst deutschlandweit. Ein Großteil geht nach Italien und Südtirol. Außerdem liefern wir bis nach Taiwan: Dort gibt es einen Wirt aus Beyharting, der regelmäßig Bier bestellt für sein Gasthaus.

Wie stehen Sie zur Craft-Beer-Bewegung?

Craft-Beer heißt übersetzt nichts anderes als handwerklich gebrautes Bier. Auch wir verstehen uns als Craft-Beer-Brauer, experimentieren mit unterschiedlichen Rohstoffen und kreieren so neue Bierstile. Die Craft-Beer-Bewegung hat das Bewusstsein für Bierstile geschärft und das Brauen in den Fokus gerückt. Wie beim Wein hat auch Bierbrauen mit sehr viel Genuss zu tun.

Ist das Reinheitsgebot noch zeitgemäß?

Alle Brauer müssen sich dem Reinheitsgebot unterordnen. Es ist uneingeschränkt das Gebot der Stunde und ein Garant für die Verarbeitung reiner natürlicher Zutaten. Wir sehen uns als Verfechter des Reinheitsgebots - es funktioniert seit 1516.

Welche Wirtschaften werden beliefert/stehen bei Ihnen unter Vertrag?

Natürlich die Wirtschaften im Mangfalltal. Wir liefern aber auch bis nach München und an den Chiemsee sowie bis Kochel am See oder an den Starnberger See.

Die Schlossbrauerei Maxlrain in Tuntenhausen ist im Privatbesitz des Prinzen und der Prinzessin von Lobkowicz.

Wie geht es Ihnen in der Corona-Pandemie aktuell und wie blicken Sie in die Zukunft?

Wir klagen auf hohem Niveau. Natürlich sind wir betroffen, alleine durch die Lockdowns und der Schließung der Gastronomie, und uns fehlen auch Umsätze. Doch über das Flaschenbiergeschäft konnten wir einiges auffangen im Einzelhandel. Wir freuen uns, wenn es wieder bergauf geht und bleiben hoffnungsvoll.

Rückblick auf die letzten 10 Jahre: Was ist da besonderes passiert? Gab es ein besonderes Jubiläum?

Alle Traditions- und Volksfeste waren ein Highlight. Herausragend aber war die 375-Jahr-Feier der Schlossbrauerei 2011.

Abschließend ein Satz über Sie: Was zeichnet Ihre Brauerei aus?

Grundsätzlich haben wir uns der Qualität verschrieben: Uns ist wichtig, dass unser Bier durch den Mensch und nicht durch die Technik gebraut wird - ohne Automatismus und mit Rohstoffen aus Bayern. Alljährlich wird die Maxlrainer Schlossbrauerei Maxlrain mit DLG-Gold prämiert und seit 2008 ohne Unterbrechung mit dem Bundesehrenpreis, der höchsten Auszeichnung für eine deutsche Brauerei. Hervorheben möchten wir hierbei unseren Braumeister Josef Kronast, der im Hause die Basis für alles bildet, mit dem wir im Vertrieb weiterarbeiten.

mb

Kommentare