Arbeiter mit Atemwegsreizungen

Vermeintlicher Gefahrgutunfall in Tuntenhausen löst Großeinsatz aus

Tuntenhausen - Große Aufregung herrschte am Donnerstagmittag, 18. Februar, im Ortsteil Schönau. Zahlreiche Feuerwehren und Rettungsdienste eilten zum DHL-Depot in der Ziegelfeldstraße.

Update, 16.21 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Am späten Vormittag des 18. Februar wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem vermeintlichen Gefahrgutunfall in ein Depot eines Versanddienstleister gerufen. Nach eingehender Überprüfung durch die Feuerwehr konnte vor Ort schnell Entwarnung gegeben werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Wie sich erst später herausstellte klagten drei Mitarbeiter bereits gegen 7 Uhr über Atemwegsreizungen und Unwohlsein, nachdem sie Sendungen sortiert hatten. Dabei wurden als Gefahrgut gekennzeichnete Pakete ins Freie gestellt. Die Mitarbeiter setzten ihre Arbeit fort und verständigten erst später die Rettungskräfte.

Da eine Beschädigung an der Verpackung der Pakete nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden diese durch die Feuerwehr geöffnet. Hier konnten keine Beschädigungen festgestellt werden. Da auch die sonstigen Überprüfungen vor Ort keine Hinweise auf eine Gefährdung erbrachten, wurde die Sendung wieder an das Paket Depot übergeben. Eine Gefährdung für die Anwohner bestand zu keiner Zeit. Die drei betroffen Mitarbeiter werden aktuell in einem Klinikum ambulant behandelt.

Die Ursache der Atemwegsreizungen ist aktuell unbekannt. Hierzu laufen weitere Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Aibling.

Update, 16 Uhr - Gefahrguteinsatz bei Paketlager in Schönau

Wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Aibling mitteilt, wurden die Wehren aus Heufeld, Schönau, Ostermünchen und Bad Aibling gegen 11.30 Uhr in die Ziegelfeldstraße gerufen. In einem Paketlager des ansässigen Zustelldienstes waren „kleine Mengen Gefahrgut ausgetreten“. Laut Informationen der Polizei handelte es sich um Methanol.

Ausgestattet mit Chemiekalienschutzanzügen und Atemschutz ging ein Angriffstrupp der Feuerwehr vor und führte in der Umgebung Messungen durch. Das havarierte Stückgut musste in spezielle „Bergefässer“ umgelagert werden. Die Umgebung wurde durch die Feuerwehren Schönau und Ostermünchen großräumig abgesperrt und der Brandschutz sichergestellt. Die Lagerhalle wurde vorsorglich belüftet. Eine Gefahr für die Anwohner bestand laut Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt.

Erstmeldung:

Ersten Informationen zufolge soll beim Umlagern in der ansässigen Packstation Methanol aus einem Päckchen ausgetreten sein. Wie es dazu kommen konnte bzw. was dahinter steckt, sei noch unklar, erklärte Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage unserer Redaktion.

Informationen über mögliche Verletzte liegen derzeit nicht vor. Mehrere Angestellte sollen aber über Unwohlsein klagen. Die Rettungskräfte sind weiterhin vor Ort. Der Einsatz kann noch einige Stunden andauern. Auch die Polizei ist vor Ort und wird gegebenenfalls Ermittlungen aufnehmen.

Rubriklistenbild: © Freiwillige Feuerwehr Bad Aibling

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