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Wirt unterstützt Künstler aus der Region

„Schlumpf“ malt ein monumentales Wandbild in Tuntenhausener Wirtschaft

Die Kopie ist fast so monumental wie das Original: Der Tuntenhausener Wirt Hans Schmid sowie die Künstler Julia Sammer und Georg Huber (von links) sind begeistert.
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Die Kopie ist fast so monumental wie das Original: Der Tuntenhausener Wirt Hans Schmid sowie die Künstler Julia Sammer und Georg Huber (von links) sind begeistert.

Etwas Wunderbares entstand kürzlich in Tuntenhausen. Der örtliche Künstler Georg Huber – den Einheimischen besser bekannt als „Schlumpf“ – malte im historischen Saal des Gasthauses in Tuntenhausen ein Wandbild der berühmten Basilika.

Tuntenhausen – Das Gasthaus in Tuntenhausen besteht schon seit über 400 Jahren und gilt somit als eine der ältesten Wirtschaften im ganzen Umkreis. Seit fast 100 Jahren ist es im Familienbesitz.

Bühne musste weg, Wandbild soll bleiben

Und jahrzehntelang befand sich im Saal – gegenüber dem Eingang – eine Bühnennische, deren Hinterwand ein kleines Wandbild der Basilika zierte. Die Bühne war ideal für Theaterspiele und kleinere Musikgruppen. Diese Bühne musste nun aber entfernt werden. Was blieb, war eine nackte, weiße Wand.

Einheimische Künstler beauftragt

„Ich wollte aber wieder ein Bild von der Basilika haben“, erklärt Wirt Hans Schmid. Seine Schwester schließlich brachte ihn auf die Idee, doch mal den „Schlumpf“ zu fragen. „Den Schlumpf kenn‘ ich ja schon lange und auch seine guten Arbeiten“, sagt der Wirt. Schon vor Jahrzehnten arbeiteten beide beim Auftritt von Gerhard Polt in Tuntenhausen erfolgreich zusammen.

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Georg Huber – Künstler, Maler, Autor und Verleger aus dem Ortsteil Haus der Gemeinde Tuntenhausen – ließ sich nicht zweimal bitten. Mit seiner Helferin Julia Sammer aus Lampferding malte er ein großes Wandbild der Basilika von Tuntenhausen auf die Seitenwand des Wirtssaales – auffällig und überdimensional.

Während Besucher das frühere Bild in der Bühne erst bei näherem Hinsehen sahen, sticht das neue Wandbild schon beim Betreten des Saals ins Auge. Groß und farbig, dominant und aussagekräftig. Und so steht das Kulturjuwel von Tuntenhausen jetzt auch in voller Pracht wenige Meter vom Original entfernt als Mittelpunkt des Saales.

Blitzaktion dauert nur drei Tage

Wer vor dem monumentalen Wandbild steht, kann kaum glauben, dass die beiden Künstler dafür nur zwei Tage plus einen Tag an Vorbereitungen brauchten. „Wir sind halt Profis“, meint Georg Huber. Einige, an die Wand geheftete Fotos genügten Huber und Sammer als Vorlagen. Den Rest machten der Malpinsel und die geschickten Hände der beiden Künstler „von ganz allein“.

Kirche und Berge gehören zusammen

Um die Kirche als darstellerischen Mittelpunkt ein wenig zu entlasten, verstärkte Huber die Berge im Hintergrund ein wenig. Dadurch, so erklärt er, werde der Gesamteindruck homogener. „Während des Malens bin ich schon ein paarmal um die Kirche gefahren, um die Wirkung des Gotteshauses zu spüren“, beschreibt Huber zu. Das Wangemälde ist jetzt ein echter Hingucker.! Das sieht auch Hans Schmid so: „Die Basilika ist gleich sichtbar, wenn man den Saal betritt“, freut er sich. Wann die ersten Besucher auch seine Innengastronomie in neuem Ambiente bestaunen dürfen, weiß er allerdings noch nicht.

Die Künstler Georg Huber und Julia Sammer

Georg Huber.

Georg Huber wurde 1961 in Rosenheim geboren. Nach der Schule absolvierte eine Ausbildung als Kfz-Monteur und besuchte später das Grafik-Studio Burke in München. Schon als Jugendlicher war er von Comics, farbenfrohen Plakaten, Postern und Schallplattencovern fasziniert. Anfang der 80er-Jahre hängte er seinen Beruf an den Nagel und widmete sich seiner Passion – dem Arbeiten mit Farben.

Auf seinen Reisen nach Amerika lernte er einen anderen Umgang mit der Kunst kennen: „Alles wirkte unverkrampfter, gelöster, lockerer als in Deutschland“, erinnert er sich. Viel mehr schien möglich zu sein. „In Amerika konnte man einfach schöne Bilder malen und präsentieren“, so seine Aha-Erlebnisse, die ihn in seiner Entscheidung, als Künstler zu arbeiten, bestärkten. Mittlerweile sind viele seiner Werke als Schallplatten- und CD-Cover erschienen, sie wurden auch als Kunstdrucke verlegt. Selbst die nordamerikanischen Ausgaben des Magazins „Art Scene International“ würdigten Hubers Kunst mit Titelbildern und mehrseitigen Beiträgen.

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Als Kunstmaler ist Georg Huber ein Autodidakt. Ob Acryltechnik, Airbrush oder Wandbemalung – seine Bandbreite ist groß, sein Malstil unverkennbar farbenfroh und positiv. Der Betrachter spürt die Hingabe zum Motiv und die Liebe zum Detail. Die Bilder sprechen von Sehnsucht, Freiheit und der Freude am Leben. Huber arbeitet freiberuflich als Kunstmaler und Illustrator, Autor und Seminarleiter. Er bezeichnet sich als „Traveling-Artist“. Huber ist verheiratet und hat einen Sohn.

Julia Sammer.

Julia Sammer wurde 1993 in Rosenheim geboren. Nach der FOS absolvierte sie eine Schreinerlehre, machte sich aber bald mit Schmuck und Malerei selbstständig. Julia ist ein wandlungsfähiges Multitalent und zaubert aus Buntstiften, Kreiden, Acryl- und Aquarellfarben immer wieder etwas Besonderes. Dabei bleibt der Blick stets fokussiert, das Gespür für Farbe und Stimmung immer zielgerichtet. Auch hinter der Kamera zeigt die Künstlerin ein „gutes Auge“. Eine Fotografin, die sich Zeit nimmt, um das jeweilige Motiv aus ihrer Sicht einzufangen. Die bayrische Heimat und alles, was dazugehört, wie der Dialekt, das Leben auf dem Land, die Natur, die Volksfeste und die Traditionen liegen ihr am Herzen.

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