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Erfolgreiche Renaturierung

Schon gesehen? An der Moosach in Ostermünchen ist ein Naturjuwel entstanden

Kaum wiederzuerkennen ist die renaturierte Moosach. Für Beschattung und damit Kühlung des Gewässers soll künftig ein Gehölzsaum an den Ufern sorgen.
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Kaum wiederzuerkennen ist die renaturierte Moosach. Für Beschattung und damit Kühlung des Gewässers soll künftig ein Gehölzsaum an den Ufern sorgen.

Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim beendete jetzt die Renaturierung der Moosach. Damit ist die Gemeinde Tuntenhausen um ein Naturjuwel reicher. Warum sich eine Wanderung entlang des Baches lohnt.

Tuntenhausen – Ein kleines Naturparadies entstand vor der Haustür von Ostermünchen an der Moosach. Wanderer und Radfahrer dürften es schon entdeckt haben. Wer es noch nicht kennt, sollte sich auf den Weg vom neuen Friedhof in Ostermünchen über den Weiher an der Moosmühle hin zur Moosach machen. Überquert man nach dem Weiher die Moosach auf der alten Steinbrücke kommt ein langes Wegestück. Und dort eröffnet sich nach gut 500 Metern das kleine Naturparadies. Die früher gerade verlaufende Moosach wurde ökologisch umgestaltet.

Erwerb von Uferstreifen

Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim konnte mit der Unterstützung der Gemeinde Tuntenhausen und dem persönlichen Engagement von Bürgermeister Georg Weigl in den vergangenen Jahren an der Moosach mehrere Uferstreifen erwerben. Diese machten nun eine ökologische Umgestaltung wie an der Moosach-Mündung möglich. „Die einst begradigten Ufer mit Ausbuchtungen konnten auf einer Länge von etwa 280 Metern wieder aufgelockert werden“, erklärt Eva Rumplmayr vom Fachbereich Landespflege des Wasserwirtschaftsamtes.

Durch diese Renaturierungen entstand zusätzlicher Gewässerlebensraum. Zur Strukturierung des Gewässers und als Unterstand für Fische wurden Totholzelemente wie Wurzelstöcke in die Moosach eingebaut und mit Flussbausteinen fixiert. Diese Strukturen sind für viele Kleinstlebewesen ein willkommener Lebensraum.

Eingebaute Totholz-Wurzelstöcke bieten einen willkommenen Lebensraum für viele Kleinstlebewesen.

Neben den Umgestaltungen im Gewässerbett wurde zugleich ein uferbegleitender Gehölzsaum mit Schwarzerlen, Birken, Bergahorn und Stieleichen angelegt. Dieser ist nicht nur Lebensraum für viele Tiere. Die Beschattung kühlt auch das Gewässer, was gerade in heißen Sommermonaten wichtig ist.

Auf der restlichen Fläche wird noch in diesem Monat eine speziell für Uferstreifen zusammengestellte, gebietsheimische Gräser- und Kräutermischung ausgebracht.

Die Umgestaltung wurde im Winter von der Flussmeisterstelle Wasserburg unter Leitung vom Flussmeister Robert Wimmer durchgeführt.

„Hintergrund der ökologischen Umgestaltung an der Moosach ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL), die einen guten Zustand aller europäischen Gewässer fordert“, erklärt Rumplmayr. Hierzu werden regelmäßige Untersuchungen – unter anderem in Form von Befischungen – durchgeführt.

Gewässer wieder erlebbar gemacht

Dabei wurde der ökologische Zustand der Moosach als unbefriedigend eingestuft, vor allem aufgrund fehlender Strukturen im Gewässer und ob vieler Wanderhindernisse für Fische.

Neben der Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit will das Wasserwirtschaftsamt mit ökologischen Umgestaltungen Gewässer wieder erlebbarer machen und deren Erholungsfunktion stärken. An der Moosach ist das in einer beeindruckenden Weise geschehen. Auch Bürgermeister Weigl zeigte sich sehr zufrieden über das Ergebnis der Maßnahme: „Die Moosach ist ein Beispiel für gelungene Renaturierung.“