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Bürgermeister lobt Hilfsbereitschaft

Ein Schwerverletzter nach Brand eines Mehrfamilienhauses in Tuntenhausen

Unbewohnbar: Das Feuer hat unter anderem das Dach des Gebäudes schwer beschädigt.
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Unbewohnbar: Das Feuer hat unter anderem das Dach des Gebäudes schwer beschädigt.

Beim Großbrand eines Mehrfamilienhauses in Tuntenhausen sind in der Nacht zu Sonntag mehrere Menschen verletzt worden, davon ein Bewohner schwer. Laut Polizei ist die Brandursache unklar. Es werde in alle Richtungen ermittelt, heißt es. Unterdessen erfahren die betroffenen viel Hilfsbereitschaft im Ort.

Tuntenhausen – Das Feuer war am Sonntag gegen 1.50 Uhr im Ortszentrum von Tuntenhausen ausgebrochen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude, in dem überwiegend Arbeiter aus Osteuropa wohnen, bereits im Vollbrand. Trotz des raschen Löscheinsatzes brannte das Gebäude zum Teil aus. Die Schadenssumme liegt im sechsstelligen Bereich.

Der schwer verletzte Mann kam mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau. Sein Zustand ist laut Polizei nicht lebensbedrohlich. Vier weitere Bewohner wurden leicht verletzt, davon kamen zwei ebenfalls in Krankenhäuser.

Großaufgebot der Feuerwehren

Im Einsatz war ein Großaufgebot der Feuerwehren Tuntenhausen, Bad Aibling, Beyharting und Ostermünchen, unterstützt durch Kräfte der Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienste aus dem Landkreis Rosenheim und dem benachbarten Ebersberg. Gegen 3 Uhr war der Brand größtenteils gelöscht, sodass nur noch kleinere Nachlöscharbeiten erforderlich waren.

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Auch Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl war in der Nacht und am Sonntagvormittag vor Ort. Er sprach angesichts der spontanen gezeigten Solidarität von Nachbarn und Bürgern seinen Dank aus. „Die rumänischen Bauarbeiter konnten die Nacht im nahegelegenen Café verbringen. Dorthin brachten Bürger Kleidung und Essen“, schildert der Rathauschef.

Sprachbarrieren verschärfen Situation

Verständigungsprobleme hätten die Situation zusätzlich erschwert. „Die Ehefrau eines Helfers vor Ort spricht zum Glück rumänisch und übersetzte die halbe Nacht hindurch. Sie konnte die aus dem Schlaf gerissenen Bewohner des Hauses und Bekannte der Verletzten beruhigen und blieb bei den Betroffenen bis klar war, wo diese unterkommen werden“, sagt Weigl.

Der Katastrophenschutz des Landratsamtes Rosenheim organisierte am Sonntag die Unterbringung der Bewohner in einer Asylbewerber-Aufnahmestation in Raubling. „Per Bus ging es nach einem Mittagessen im Café dorthin“, erklärte der Bürgermeister.

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Das Haus in Tuntenhausen war zuletzt vor knapp zwei Jahren als Unterbringung für Asylbewerber genutzt worden. Seither werden dort Arbeiter, die auf Baustellen in der Region im Einsatz sind, beherbergt. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim hat erste Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen, die nun vom zuständigen Fachkommissariat 1 fortgeführt werden. Weitere Details gab die Polizei gestern nicht bekannt.

Fehler in der Polizei-Datenbank

Um 2.32 Uhr verschickte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine erste Vorausinformation zu dem Feuer in Tuntenhausen. Der Titel: „Asylbewerberunterkunft in Tuntenhausen in Brand geraten“. 18 Minuten später hieß es dann in einer korrigierten E-Mail: „Brennendes Haus in Tuntenhausen ist ehemalige Asylbewerberunterkunft“. Der Hintergrund: Das Gebäude war in der Polizei-Datenbank bis zuletzt noch als Asylbewerberunterkunft geführt worden.

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