Baustelle am Jenbach abgeschlossen

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Die Baustelle im Jenbachtal ist abgeschlossen. Im Falle eines Hochwasser soll die neue Geschiebesortiersperre Bürger von Bad Feilnbach schützen.
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Bad Feilnbach - Knapp ein Jahr lang beherrschten Bagger und schwere Lastwagen das Jenbachtal. Jetzt ist damit Schluss, denn die neue Geschiebesortiersperre wurde fertiggestellt.

Die Baustelle ist abgeschlossen. Rund 1,6 Millionen Euro kostete die Maßnahme des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim. Im Falle eines Hochwassers soll die Sperre die Bürger von Bad Feilnbach schützen. Zudem hat das Bauwerk auch ökologische Vorteile.

Schwemmholz und Baumstämme werden von diesen Pfählen zurückgehalten.

Zufrieden blickt Alfons Bogner vom Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim auf den abgeschlossenen Bau der so genannten Geschiebesperre. 1,6 Millionen Euro flossen wortwörtlich in die Maßnahme. Darin enthalten sind auch zwei Spundwände, die nachträglich zur Sicherung der Stabilität eingebaut wurden.

Im Falle eines Jahrhundert-Hochwassers soll der neue Damm helfen, dass Bad Feilnbach verschont bleibt. Doch nicht nur die Wassermasse aus den Bergen hält das Bauwerk laut Bogner ab, sondern auch Geröll und Felsbrocken. Zudem stoppt ein Wildrechen rund 200 Meter oberhalb der Sperre Schwemmholz und große Baumstämme, die talwärts treiben.

Geschiebesortiersperre im Jenbachtal

Im Gegensatz zu früher - die Vorgänger-Talsperre war 45 Jahre alt - können jetzt Kieselsteine, die der Jenbach transportiert, den Bereich problemlos passieren. "Somit hat die neue Sperre auch ökologische Vorteile", ergänzte Bogner. Denn mit dem Kies bleibe das natürliche Flussbett erhalten.

Damit das natürliche Flussbett erhalten bleibt, kann Kies die Sperre passieren.

Ein weiterer Vorteil laut Bogner: Der große, künstliche Speichersee oberhalb der alten Sperre fällt weg. Stattdessen ist dort jetzt Platz für einen natürlichen Wasserspeicher. Dieser füge sich sehr gut in das nahezu natürliche Flussbett des Wildbachs ein. Gleichzeitig ist das Fassungsvermögen des Speichers nun größer. Hatten früher 30.000 Kubikmeter Platz, sind es jetzt 50.000 Kubikmeter.

Bogner räumte ein, dass das Bauwerk auf den ersten Blick sehr wuchtig wirkt. Er hofft bei Wanderern und Radfahrern, die im Jenbachtal unterwegs sind, auf Geduld. Denn im Frühjahr werde eine Begrünungsaktion stattfinden. "Bei einem solch großen Bauwerk dauert es generell ein bis zwei Jahre, bis es sich in die Landschaft einbettet", betonte er.

Von Oktober 2009 bis jetzt wurde der Uferbereich samt Flusssteinen und seitlichen Dämmen angelegt. Von den Kosten übernimmt 400.000 Euro die Gemeinde Bad Feilnbach. Rund 1,2 Millionen Euro trägt das Bayerische Umweltministerium.

von Martin Aerzbäck/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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