GEOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN FÜR MÖGLICHE TRASSEN

Brenner-Nordzulauf: Erkundungsbohrung in Kolbermoor gestartet

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Die Deutsche Bahn weitet geologische Erkundungen nun auch auf den Planungsraum rund um Rosenheim aus
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Kolbermoor - Heute startete das Projekt Brenner-Nordzulauf in Kolbermoor mit einer weiteren Phase von Bodenerkundungen. Für den Planungsraum rund um Rosenheim stehen dieses Jahr Bohrungen und Bodensondierungen an insgesamt 44 Stellen auf den Plan.

Im Rahmen der Planungen des Projektes Brenner-Nordzulauf führt die Deutsche Bahn nach dem Inntal nun auch im erweiterten Planungsraum Probebohrungen durch. In diesen Tagen startete die Bohrstelle in Kolbermoor an der Kolberstraße am Ortsausgang Richtung Großkarolinenfeld. Gebohrt wird auf Gemeindegrund.

Bohrungen liefern Hinweise für weitere Planungsschritte 

DB-Projektleiter Christian Tradler

An der Seite von Franz Lindemair, Sprecher DB-Großprojekte Süd, stellte DB-Projektleiter Christian Tradler die laufenden Arbeiten vor. „Wir erwarten uns vertiefte Kenntnisse über die Bodenbeschaffenheiten und damit wichtige Hinweise für die weiteren Planungsschritte“, so Tradler. Im Vordergrund stehen die Boden- und Grundwasserverhältnisse, die Charakteristik und Verbreitung von Lockermaterial sowie die Abgrenzung verschiedener geologischer Strukturen. „Eine geologische Erkundungsbohrung ist wie ein Nadelstich in den Boden. Mit den dabei gewonnenen Bohrkernen wird die Struktur des Bodens deutlich erkennbar“, so Christian Tradler.

Der berüchtigte Seeton kam auch in Kolbermoor zum Vorschein

Rund um Rosenheim fehlt es stellenweise noch an ausreichenden Kenntnissen des Untergrunds für die Planung einer neuen Schienentrasse als Teil des Brenner-Nordzulaufs. Die 18 nun gewählten Bohrpunkte und 26 Sondierungsmaßnahmen besitzen laut Bahn aber keinerlei Aussagekraft bezüglich eines späteren Trassenverlaufs. Bis zu vier Bohrgeräte werden zum Einsatz kommen. Sie werden jeweils mehrere Wochen an einem Ort sein. Der 12 Meter hohe Bohrturm in Kolbermoor soll es ermöglichen bis zu 60 Meter tief in das Erdreich vorzudringen.

DB-Projektleiter Christian Tradler: „Wir gehen zunächst auf die Gemeinden zu, stellen das Erkundungsprogramm vor und erläutern die Rahmenbedingungen. Wichtig ist uns dabei, Verständnis für die Maßnahmen zu wecken und einvernehmlich mit den Gemeinden vorzugehen.“ Die Gestattungen dafür liegen teilweise bereits vor, oder werden in den kommenden Wochen noch eingeholt. Das Erkundungsprogramm wurde so konzipiert, dass möglichst wenige Bohrungen auf privatem Grund erfolgen. Die angewandte Bohrtechnik vermeidet Erschütterungen. Ergänzend führt die Bahn auch wieder geoseismische und geoelektrische Messungen durch.

Brenner-Nordzulauf: Erkundungsbohrungen in Kolbermoor gestartet

Das Projektteam bohrt mit bis zu vier Bohrgeräten gleichzeitig. Die nächsten Bohrungen befinden sich in Stephanskirchen und Bad Feilnbach. In Bad Feilnbach gibt es zwei Bohrungen auf Gemeindegrund und in Stephanskirchen eine Bohrung auf einem Grundstück des Landkreises. Im Gemeindegebiet Rohrdorf ist eine tiefere Bohrung bis zu 150 Meter auf einem Grundstück der Bundesautobahnverwaltung, einem ehemaligen Rastplatz, geplant. Bei dieser Bohrung ist das Ziel, auch die Felshorizonte zu erkunden.

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