Probleme beim Neubau des Feuerwehrhauses

Landratsamt befürchtet die Entstehung einer Splittersiedlung

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Kolbermoor/Pullach - Bereits vor gut einem Jahr wurden im Stadtrat die Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus vorgestellt und der Neubau beschlossen. Nun macht das Landratsamt Probleme.

Landratsamt lehnt Antrag ab

Im Januar letzten Jahres beschloss der Stadtrat einstimmig den Neubau des neuen Feuerwehrgerätehauses auf dem Bolzplatz am Pullacher Kreisel. 

Die Verwaltung reichte daraufhin den Antrag zur Erteilung der Baugenehmigung beim Landratsamt Rosenheim ein. "Das hätten wir nicht tun sollen", so Bürgermeister Peter Kloo in der Stadtratssitzung am Dienstagabend. Das Landratsamt lehnte den Antrag ab. "Wir haben eine ganze Seite vom Landratsamt bekommen, dass dieses Bauvorhaben nicht privilegiert ist." Die Begründung: Das geplante Vorhaben ist dem Außenbereich zuzuordnen und somit planungsrechtlich zu beurteilen. Die Errichtung des Feuerwehrhauses ist aber kein privilegiertes Bauvorhaben und stellt deshalb ein sonstiges Vorhaben dar. Es widerspricht dem rechtskräftigen Flächennutzungsplan, der im maßgeblichen Bereich öffentliche Grünfläche und einen Sportplatz darstellt und lässt zudem eine Entstehung bzw. Erweiterung einer Splittersiedlung befürchten.

Man geht den herkömmlichen Weg

"Es gibt zwar die Möglichkeit der Klage, das kann aber laut Rechtsanwalt bis zu zwei Jahre dauern", so Kloo. Es wird nun der Weg über den Flächennutzungsplan gegangen und ein Bebauungsplan aufgestellt. "Das ist vielleicht ganz sinnvoll, dann hat man da eine klare Regelung. Wir müssen uns auch mit dem Hochwasserschutz auseinandersetzen, das ist nämlich faktisches Überschwemmungsgebiet", erklärte der Bürgermeister. Man wolle auch das Tankstellengebiet mitnehmen.

Fehlendes Verständnis für die Begründung des Landratsamtes

Die 3. Bürgermeisterin Dagmar Levin-Feltz (SPD) teilte die Auffassung des Bürgermeisters. Ihr fehlt jedoch das Verständnis für das Schreiben des Landratsamtes: "Wir bauen da ein Feuerwehrhaus." An dieser Stelle von einem Naherholungsgebiet zu sprechen könne sie nicht verstehen. 

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