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Elftes Schmiede-Biennale mit Schirmherrin Ilse Aigner

Das Schmiedefeuer lodert wieder in Kolbermoor

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Heinz Hoenig (rechts), der am Freitag auch auf der Kolbermoorer Biennale aufkreuzen wird, neben Nele Neuhaus und Rüdiger Schwenk bei der Schmiedeaktion am 7./8. Mai in Aarbergen.

Kolbermoor - Freunde der Schmiedekunst aufgepasst: Vom 3. bis zum 7. August findet zum elften Mal die Schmiede-Biennale statt. Ob jung oder alt, Mann oder Frau, hier können alle in das historische Handwerk eintauchen.

Stimmung pur ist angesagt, wenn das Trio um Pepi Hirt aus Oberösterreich in Kolbermoor für die Besucher aufspielt. Die drei Profi-Musiker brauchen keine Verstärker um die Gäste in Schwung zu bringen. Sie wandern lieber von Tisch zu Tisch und geben ihr Können zum Besten.

An der Steirischen Hannes Reisinger, Ein Profi, der auch gesanglich seinen Mann steht. Gitarre und Gesang: Josef Zehetleitner, Musiklehrer, Chorleiter des Männer- und des gemischten Chores in Traun, Träger der silbernen Verdienstmedaille in Traun, Interpret der Bad Ischler Operetten Tage, der Bregenzer Festspiele uvm. Und nicht zuletzt Pepi Hirt mit seinem Dosenbass.

Er war einst jüngster Humorist Österreichs, 25 Jahre lang bei den Ennstaler Spitzbuam als Frontmann, 22 Jahre Frontmann und Manager der »Mostis«. 2014 feierte er sein 50-jähriges Bühnen-Jubiläum. Sein »Dosenbass« ist legendär. Er hat nur eine Saite und als Klangkörper ein kleines Metallfass - somit ist wieder die Beziehung zum Metall bei der Biennale hergestellt. Die drei Stimmungsmacher spielen an Freitag- und Samstagabend und am Sonntag vor der Versteigerung.

Weltpremiere in Kolbermoor: „Ladies Night“

Es ist kein Geheimnis: Schmieden ist keine Männerdomäne. Auch wenn die Medien immer wieder suggerieren, dass Schmieden nur mit Muskeln und viel Kraft zu machen ist. Seit Generationen beweist das angeblich »schwache Geschlecht«, dass diese Behauptung nicht stimmt. Bei der XI Biennale in Kolbermoor soll das nun auch einmal ganz deutlich werden.

Bei der »Ladies Night« am Freitag, 5. August, werden Frauen das Heft - beziehungsweise den Hammer in die Hand nehmen. Erstmals weltweit wird bei einem Schmiedetreffen zur Frauenpower aufgerufen. Nicht die erste Weltpremiere, die in Kolbermoor stattfindet - aber eine ganz besondere. Man darf gespannt sein, was die Damen während dieser Stunden am Feuer gestalten.

Denn eines ist sicher: Frauen arbeiten anders als Männer. Das weibliche Formempfinden unterscheidet sich erheblich von dem der männlichen Kollegen. Das Organisationsteam von Kolbermoor ging diese Weltpremiere genauso locker an, wie andere Vorhaben: Es wurden einige Schmiedinnen persönlich angesprochen, ansonsten verlässt sich das Biennale-Team auf die Emanzipation der Frauen im Metallgestalter- Handwerk. Fünf Feuer stehen zur Verfügung, sollten sich mehr Schmiedinnen anmelden, gibt es noch zwei weitere »Ersatzfeuer«.

Sowohl Solo-Schmiedinnen als auch Frauen-Teams können antreten. Wie immer in Kolbermoor gibt es keinen Wettbewerb »Mitmachen und Dabeisein« lautet das Motto. Deshalb können sich auch spontan Teams vor Ort zusammenfinden, gemeinschaftlich entwerfen, gestalten und schmieden. Es stehen zwar auch für die Damenteams zwei Lufthämmer zur Verfügung, sollten aber Zuschlägerinnen gefragt sein, finden sich solche bestimmt auch spontan vor Ort.

Gäste aus Tschechien

Die Schmiedefreunde aus der Tschechischen Republik waren 2014 als Gastland in Kolbermoor und haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch bei der XI. Biennale der Schmiede wird das Nachbarland wieder vertreten sein. Es hat sich eine gemischte Gruppe tschechisch/deutsche Schmiede angekündigt und zwei Tage lang zwei der Feuer in Schmiedezelt »bestellt«.

Die Gruppe kennt sich aus verschiedenen Treffen im Grenzland und hat beschlossen, in Kolbermoor miteinander an einem Projekt zu arbeiten. Manfred Becher aus Pullenried bei Oberviechtach leitet diese Gruppe. Auf tschechischer Seite sind dabei: Jiri Wallner, Miroslav Treffanitz, Ivo Rudolf, Jan Mrazek und Ales Ruzika Wir sind gespannt, was die Profis zeigen werden - was gemacht wird, ist noch ein kleines Geheimnis.

Prominenter Besuch: Heinz Hoenig kommt

Der aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannte Schauspieler Heinz Hoenig wird am Freitag die Kolbermoorer BIENNALE der Schmiede besuchen und auch selbst am Feuer stehen. Hoenig ergänzt die Schmiedetruppe um Rüdiger Schwenk, einem Stammgast der Kolbermoorer Schmiedetreffen.

Dabei wird er bei seinem Besuch auch das internationale Projekt „Schmieden für den Frieden“ vorstellen, das er zusammen mit Alfred Bullermann und Tom Carstens ins Leben gerufen hat. Mittlerweile hat Rüdiger Schwenk die Projektleitung dafür übernommen. Er wird darüber auch einen Vortrag im Rahmenprogramm halten.

So äußert sich Ilse Aigner

Schirmherrin Ilse AignerEs ist mir eine große Ehre und Freude Schirmherrin der Biennale der Schmiede in Kolbermoor 2016 sein zu dürfen. Feuer und Metalle haben die Menschheit seit jeher beeindruckt. Bereits im Altertum schmiedeten die Menschen Werkzeuge und andere Gerätschaften in der Glut des Feuers. In Gestalt des sagenumwobenen Schmied von Kochel begegnet er uns in Bayern und verkörpert so den Urtypus des starken und aufrechten Mannes.

Schirmherrin Ilse Aigner

Gerade auf dem Land war der Schmied bis ins 20. Jahrhundert, sei es als Hufschmied, Schlosser, Werkzeughersteller oder eben als Kunstschmied einer der angesehensten Berufe. An Ansehen hat er dieses Handwerk nicht verloren, aber durch die Industrialisierung wurde manche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt. Soviel zur Vergangenheit- das Handwerk und der gesamte Mittelstand sind Zukunft. Handwerk hat auch Zukunft und ich unterstütze und fördere das als Wirtschaftsministerin des Freistaates Bayern.

Der Mittelstand bietet insgesamt 190.000 Ausbildungsplätze und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität in Bayern. Es ist eine wahre Kunst, was die Schmiede alles aus einem Stück Metall formen. Man sagt, die Kunst verbindet, im August schmiedet sie in Kolbermoor regelrecht zusammen. Der Designwirtschaft zu der die Herstellung von Schmuck, Gold- und Silberschmiedeware gehört, wächst und entwickelt sich immer fort.

Das können Sie bei dieser Biennale deutlich sehen. Schön, dass unser Nachbarland Österreich dieses Jahr als Gastland mit dabei ist. Die Alpenregion verbindet nicht nur die Landschaft, der Tourismus, die Sprache und Vieles mehr. Sondern eben auch die Liebe zum Handwerk.

Pressemitteilung Stadt Kolbermoor/Ilse Aigner

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