Trotz Kontaktbeschränkungen in Irschenberg

Eine runde Sache: Kinderdorf Gottesdienst in Corona Zeiten

Caritas Kinderdorf Irschenberg Gottesdienst Corona
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Unter Corona-Aufagen fand ein Gottesdienst im Caritas Kinderdorf Irschenberg statt

Irschenberg - Nachdem schon zwei Gottesdienste im Kinderdorf in Irschenberg der Corona Pandemie zum Opfer gefallen sind, hat man sich dort eine Form der Andacht überlegt, die den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln und im Besonderem den getroffenen Sicherheitsmaßnahmen der Caritas Einrichtung gerecht werden.

Die Meldung im Wortlaut:


Die 12 Kinderdorf-Gruppen sind seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie in sechs Sektoren-Gemeinschaften eingeteilt, die untereinander keinen Kontakt haben dürfen. Seit März ist so jeweils ein Doppelhaus eine Insel für sich, auf der die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitenden unter sich bleiben. Die Dorfleitung will so im Falle einer Infektion eine schnelle Ausbreitung des Virus verhindern. Die Situation ist für die Kinder schmerzhaft, da sie nur telefonisch und elektronisch Kontakt mit ihren Freunden im Kinderdorf haben können.

Kinder und Jugendliche leiden Studien zufolge mehr unter den Lebens- und Kontaktbeschränkungen als Erwachsene, denen es beispielsweise leichter fällt, alleine zu sein. Laut Sozialforschern an den Universitäten in Hildesheim und Frankfurt am Main erleben Jugendliche die soziale Distanz als besonders einschneidend und fühlen sich in einer wichtigen Phase Ihrer Persönlichkeitsentwicklung um wichtige Jahre betrogen.


Im Gottesdienst zusammen

Auch deshalb hatte das Kinderdorf Gottesdienst Team zusammen mit dem Jugendseelsorger des Dekanats Miesbach, Markus Holler eine Andacht vorbereitet, die thematisch die aktuelle Lage aufgreifen und den Kinderdorfgruppen moralische Stärke vermitteln sollte. Der Jugendseelsorger zog zusammen mit zwei Musizierenden, einem Kreuz- und einem Lichtträger durch das Kinderdorfgelände. In jedem der sechs Sektoren wurde gemeinsam gebetet und gesungen und es wurden gedankliche Impulse überbracht, wie man besser mit der Situation umgehen kann. 

In der kindgerechten Predigt ging der Seelsorger auf die räumliche Trennung der Kinderdorffamilien und die besondere Situation der Mädchen und Jungen ein. Der Sektor als Teil eines größeren Ganzen, der auf das Zusammenwirken mit den Nachbarsektoren angewiesen ist, damit etwas Ganzes, etwas Brauchbares, eine runde Sache entsteht. Die Kinder brachten jeweils zwei, teilweise sehr bewegende Fürbitten ein unter dem Motto „Was hat mich in dieser Zeit der Einschränkungen besonders bewegt“.

Zu jedem der Sektoren wurde ein Licht der Hoffnung gebracht, damit wieder normalere Zeiten einkehren. Vor dem Segen wurde ein Stück Tuch in Form eines klassischen Kreissegments an jede Gruppe verteilt, welches nach individueller Gestaltung durch die Familien zu einem runden Ganzen zusammengefügt werden soll als Zeichen des Zusammenhalts im Caritas Kinderdorf. Trotz des schlechten Wetters mit teils kräftigen Schauern war dieser spezielle Gottesdienst für die Teilnehmer eine gelungene, eine runde Geschichte.  

Pressemeldung Caritas Kinderdorf Irschenberg

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