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Zufahrt am Wochenende gesperrt

Der Ostteil des Weihergebietes (im Hintergrund die Höglinger Kirche St. Martin) - mit bereits beendetem Kiesabbau - soll künftig als Badeschwerpunkt gestaltet werden.
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Der Ostteil des Weihergebietes (im Hintergrund die Höglinger Kirche St. Martin) - mit bereits beendetem Kiesabbau - soll künftig als Badeschwerpunkt gestaltet werden.

Högling - Am Höglinger Weiher gibt es Probleme: Vandalismus, Müll und Pkw-Ansammlungen. Jetzt gab es deshalb ein "Krisen-Treffen". Was dabei rauskam:

Vandalismus im Gebiet um den Höglinger Weiher nach ausartenden Feiern, dazu Müll, Pkw-Ansammlungen und vor allem Glasscherben durch zerschlagene Flaschen - das alarmiert weiterhin. Dies waren auch die zentralen Themen eines "Krisen-Treffens" vor Ort mit Vertretern von Marktgemeinde, Wasserwacht und Grundstückseigentümern.

Krisen-Gespräch mit (von links) Marinus Schmid (Kieswerk Schmid), Markus Zehetmaier (Gemeinde), Heimo Berger (Betonwerk Hafner), Sabine Mehlhart (Wasserwacht), Ramona Scholz (Gemeinde), Bürgermeister Franz Heinritzi, Bernhard Schmid (Kieswerk Schmid), Sven Renning und Christian Förster (Wasserwacht) und Elfriede Bengl-Kimmel (Gemeinde).

Die Vorsitzende der Wasserwacht-Ortsgruppe Bad Aibling, Sabine Mehlhart, berichtete über wiederholtes Aufbrechen von Türen und Schlössern sowie Einschlagen von Fensterscheiben am Stützpunkt des Vereins. Letzteres habe man inzwischen durch den Einbau einbruchssicherer Scheiben eingedämmt - allerdings mit dem negativen Nebeneffekt, dass die nachfolgenden Scheibenbeschädigungen "nur" Vandalismus darstellten, der wiederum nicht versicherbar sei. "Gelder unserer Förderer, die wir dringend anderweitig benötigen, werden so durch sinnlose Taten vergeudet", beklagte sie.

Wasserwacht-Kreisvorsitzender Christian Förster bezeichnete neben dem hinterlassenen Party-Müll die von mutwillig zerschlagenen Flaschen ausgehende Verletzungsgefahr als das größte Problem. "Nach meiner Auffassung ist das Zerschlagen von Flaschen im öffentlichen Bereich als versuchte Körperverletzung zu werten", argumentierte er.

Das Betreten der Weiher sei derzeit ein "russisches Scherben-Roulette" und ohne Badeschuhe nicht zu empfehlen. "Auch einige unserer ehrenamtlich tätigen Aktiven haben sich dadurch schon Schnittverletzungen zugezogen und die Motivation des Wasserwacht-Personals sinkt nicht zuletzt durch derartige Vorkommnisse rapide", konstatierte er.

Wasserwacht-Ortsgruppenleiterin Sabine Mehlhart zeigt die Beschädigung der Fensterscheibe an der Wasserwacht-Station.

Ferner würden Weiherbesucher vermehrt mit ihren Autos direkt an die Ufer fahren und damit für die dort liegenden Badegäste - neben der lästigen Staubentwicklung - eine Gefahr darstellen. "Am letzten Wochenende zählten wir 45 Pkw und inzwischen kommen sogar Wohnmobile und Campingbusse", erklärte Förster, der sich für eine Sperre der Zufahrt an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen aussprach.

Bruckmühls Bürgermeister Franz Heinritzi beklagte sich, dass es trotz vorbeugender Gespräche mit mehreren Schulleitungen nach Schulabschlussfeiern immer wieder, überwiegend alkoholbedingt, zu Partyexzessen komme. Heinritzi wies auch auf die Eigentumssituation rund um das Weihergebiet hin, die der Gemeinde nur sehr geringe direkte Einflussmöglichkeiten gebe.

Sogar per Wohnmobil und Campingbus reisen die Badegäste inzwischen an - und das möglichst nah ans Wasser.

Bernhard Schmid (Kieswerk Marinus Schmid) kündigte die Einzäunung des unmittelbaren Kiesabbaubereichs an, da beispielsweise durch den Radladerbetrieb die Sicherheit Badender gefährdet sei. "Nur mit der Schaffung von Strukturen wie zum Beispiel am Chiemsee oder am Neubeurer See ist hier ein geordneter Badebetrieb möglich", erklärte Markus Zehetmaier (Marktgemeinde). Entgegen bisheriger Planungen wolle die Gemeinde den Schwerpunkt des Badebetriebs (unter anderem mit Zeltplatz) künftig nicht mehr auf dem westlichen Teil des Weihergebietes ansiedeln, da dort unterschiedliche Interessen der Grundstückseigentümer - unter anderem für den Kiesabbau - ein einheitliches Vorgehen erschwerten. Zehetmaier zufolge soll stattdessen der östliche Bereich als Freizeitgelände eingerichtet werden, da dort der Kiesabbau bereits beendet sei. In die Ausgestaltung solle auch ein Landschaftsarchitekt einbezogen werden. Das Ziel sei letztlich ein "unbeschwertes Baden ohne Scherben". Der Westteil würde demzufolge für die Zeit des dortigen Kiesabbaues für Badende nicht zugänglich sein.

Am Ende des Treffens, in dem der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit mit den Anliegerfirmen hervorhob, wurden zwischen ihm und den Firmen Hafner und Schmid bereits erste Maßnahmen zur Sperrung der Zufahrt an Wochenenden und Feiertagen vereinbart.

bjn

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