Grüne wettern gegen Westtangente

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Die beiden Stadträtinnen Else Huber und Andrea Rosner, konnten Peter Rutz, Landtagskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Rosenheim West, zu einem Ortstermin begrüßen.

Kolbermoor - "Viele Bürger bekommen jetzt erst mit, was hier am Entstehen ist." Die Grünen haben ihren Kampf gegen die Westtangente noch nicht aufgegeben.

Kolbermoor ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Zahl der Einwohner ist mittlerweile, gerade durch Zuzug, auf 18 140 angestiegen, vor 10 Jahren waren es noch 17 680. Es hat sich herumgesprochen: Kolbermoor ist lebenswert! Landschaft, Freizeitwert, Infrastruktur, Alles passt, nur der Verkehr ist und bleibt ein Thema in und am Ortsrand von Kolbermoor.

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Der Verkehr, genauer die riesigen Straßenbauprojekte, waren daher Hauptthema beim letzten Treffen der „Grünen“ in Kolbermoor. Die beiden Stadträtinnen Else Huber und Andrea Rosner, konnten Peter Rutz, Landtagskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Rosenheim West, zu einem Ortstermin beim Briefverteilungszentrum an der Staatsstraße begrüßen. Rutz an die Anwesenden: „Ich bin hier her gekommen, um noch einmal auf das – nun deutlich sichtbare – Straßenmammutprojekt, nämlich die Westumgehung, hinzuweisen. Alle Beteiligungen und Einwände, insbesondere der „Grünen“ und vom Bund Naturschutz wurden abgewiesen. Das Projekt ist durch, auch wenn die Finanzierung noch nicht steht. Viele Bürger, darunter neu Zugezogene bekommen jetzt erst mit, was hier am Entstehen ist. Eine breite Schneise durch die Landschaft, mit gigantischen Bücken über das Aicher-Gelände und zwei riesigen Einschleifungen in die bisherige Straßenführung. Rückstaus sind hier vorprogrammiert!“

Rutz weiter: „Kolbermoor hat viele Pendler, die zu weiterführenden Schulen oder ihren Ausbildungs- und Arbeitsplätzen fahren. Hier hätte man ansetzen könne. Die Westumgehung kostet den Steuerzahler so viel Geld (circa 74 Millionen Euro und ist damit die teuerste Autobahnzufahrt, die jemals gebaut wurde), dass die nächsten 25 Jahre alle Kolbermoorer und Rosenheimer Bürger kostenlos mit dem öffentlichen Personennahverkehr hätten fahren können. Diese Westumgehung bringt also für die hier lebende Bevölkerung nichts, denn sie ist letztendlich für den Fernverkehr konzipiert. Im Gegenteil, wir werden uns noch wundern, dass gerade die Zu- und Abfahrten für die Bewohner mehr Verkehr bringen werden. Gleichzeitig wird der Druck steigen, weitere Industrie- und Gewerbegebiete entlang der Westumgehung anzusiedeln.“

„Ich kann nur alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen: Macht Euch schlau! Wehrt Euch gegen derartige Großprojekte, denn das nächste kommt mit großen Schritten auf uns zu. Ich spreche von der B15neu, die wieder in den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen werden soll.“

Beim anschließenden „Grünen-Treffen“ kristallisierte sich heraus, dass so manchen Kolbermoorern nicht klar ist, dass die B15neu nichts mit der Westumgehung zu tun hat, sondern, dass hier eine weitere Trasse am Ortsrand von Kolbemoor, über Lohholz kommend, geplant ist. Gertrud Helbich, vom Bund Naturschutz, wies darauf hin, dass dazu ein Info-Abend am Freitag, 7. Juni 2013, um 19 Uhr im Mareissaal in Kolbermoor stattfindet. Rosi Steinberger, Mitarbeiterin von Dr. Anton Hofreiter (MdB und Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestages) wird unter dem Titel „Wie aktuell ist die B15neu?“ alle Landkreisbürger informieren. Die Kolbermoorer „Grünen“, Peter Rutz und der Bund Naturschutz rufen alle auf: Befasst Euch jetzt mit diesem nächsten Straßengroßprojekt, sonst ist es vielleicht in ein paar Jahren zu spät!“

Pressemitteilung von Katharina Kristen für die Grüne Liste Kolbermoor und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Abschnitt 1 der Westtangente

Abschnitt 1 der Westtangente

Quelle: rosenheim24.de

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