Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Landesbischof Bedford-Strohm in Großkarolinenfeld

Mutter der evangelischen Kirchen feiert 200-Jähriges mit hohem Gast

Hoher Gast: Landesbischof Bedford-Strohm zusammen mit Dr. Richard Graupner. Vorne Lara Agrikola und Sophia Huber, die Epistel und Evangelium vortrugen.
+
Hoher Gast: Landesbischof Bedford-Strohm zusammen mit Dr. Richard Graupner. Vorne Lara Agrikola und Sophia Huber, die Epistel und Evangelium vortrugen.

Sie gilt als die Mutter der evangelischen Kirchen in Altbayern. Und zu ihrem 200. Geburtstag wollten viele Menschen Glück wünschen: In Großkarolinenfeld wurde nun der runde Geburtstag der Karolinenkirche gefeiert. Mit Gästen aus Nah und Fern. Und in bester Nachbarschaft.

Großkarolinenfeld – Sie ist ein Herzstück der Gemeinde und gilt als Mutter der evangelischen Kirchen in Altbayern: Die Karolinenkirche in Großkarolinenfeld. Ihr runder Geburtstag – 200 Jahre – wurde würdevoll gefeiert. 

Ein fünfminütiges ökumenisches Geläut eröffnete das Jubiläum und gab das Startsignal zum Kirchenzug, den die Königsdorfer Musi anführte. Von der Karolinenkirche ging es zur katholischen Kirche und von dort auf die Wiese zwischen den beiden Kirchen. Zur liturgischen Eröffnung des Festgottesdienstes betonte Pfarrer Dr. Richard Graupner, dass 1822 ein besonderes Jahr für den ganzen Ort sei, denn sei die erste eigenständige evangelische Kirche in Altbayern entstanden.

Pfarrer Herbert Aneder, sein katholischer Kollege, erinnerte, dass die damaligen Siedler bei Null anfangen mussten. Einen humorvollen geschichtlichen Abriss zeigten dann die Jugendlichen Charlotte Schrader, Marie Laugel und Moritz Eichelberger. Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm ermunterte die vielen Gläubigen, dass Herausforderungen auch Veränderungen erfordern. „So viele Menschen haben in den 200 Jahren hier gebetet und Orientierung bekommen“. meinte er. Deutschland sei ein starkes, ein reiches und ein demokratisches Land.

Gratulanten aus Nah und Fern in guter Nachbarschaft: Ein Blick auf die Festweise zwischen der evangelischen und katholischen Kurche. Stache

Mit Solidarität gegen die Energiekrise

Deshalb sollte die Menschen auch die Energiekrise nicht erschüttern, „wenn wir Solidarität zeigen“. sagte der Landesbischof, der zugleich forderte: „Niemand darf frieren und keiner die Existenz verlieren.“ Seine Aufforderung: „Bildet ein Netzwerk und hält die Augen offen für Menschen, die in Not sind.“

Nach dem Agape-Mahl, bei dem einander die Festbesucher das Brot reichten, gab es Fürbitten und den Segen des Landesbischofs. Die Festmesse wurde vom Ökumenischen Projektchor (Leitung Hans Winhart) und dem Posaunenchor des Dekanats (Leitung Johannes Meidert) würdevoll gestaltet.

Bürgermeister Fessler: Miteinander ist ewas Selbstverständliches

Zum 200. Geburtstag kamen Gäste aus nah und fern. Die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer ermunterte die beiden Geistlichen, den ökumenischen Geist hochzuhalten, denn „zusammen kann man viel erreichen“. Bürgermeister Bernd Fessler sagte, Miteinander sei etwas Selbstverständliches. „Die Ökumene hier ist ein Identitätsspendendes Element.“

Moritz Eichelberger, Marie Laugel und Charlotte Schrader unterhielten die Festgäste mit Geschichten aus der Geschichte.

Die Ökumene sei die treibende Kraft bei der Umgestaltung der Ortsmitte. Nach Glückwünschen der Partnergemeinde bezeichnete Herbert Aneder den ökumenischen Gottesdienst zum Jubiläum als einen Meilenstein. Dekanin Dagmar Häfner-Becker wiederum stellte den Namen der Kirche, Karolinenkirche, als etwas ganz besonders heraus. „Es ist der Name der ersten bayerischen Königin“. Man wolle nicht nur Veränderung, man wolle sie auch gestalten, betonte Pfarrer Markus Merz aus Bad Aibling. Das Schlusswort hatte Annette Steinbauer vom Kirchenvorstand: „Sich auftuende Abgründe sind auch immer der Zeitpunkt für den Beginn von Neuem“, sagte sie. Dr. Richard Graupner dankte am Ende des ökumenischen Gottesdienstes allen Musizierenden und ganz besonders der katholischen Kirchengemeinde. Dem schloss sich das ökumenische Pfarrfest an. Für Speis und Trank war gesorgt, wie auch für Unterhaltung. So trat die Tanzgruppe der Tutzinger Gilde auf.

Kommentare