Unterführung wird 2010 nicht fertig

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Still ruht der Bau: die verschneite Weihenlindener Straße mit dem ominösen abgesperrten 10 m langen Teilstück

Bruckmühl - Der Ausbau der Weihenlindener Straße wird zwar in diesem Jahr nicht mehr fertig, dennoch gibt es gute Nachrichten zu der Baustelle.

Bis Mitte Dezember sollte der Ausbau der Weihenlindener Straße einschließlich des Überführungsbauwerks an der Staatsstraße 2078 und der Ein- beziehungsweise Abbiegeast fertig sein. Doch die Witterung und die ausführende Firma, welche Terminschwierigkeiten hatte, machten dem Endspurt einen Strich durch die Rechnung. Positive Meldung zu der Baustelle: Die Regierung von Oberbayern hat gestern den Zuschuss in Höhe von insgesamt 430000 Euro für den Straßenbau bewilligt.

Der Markt Bruckmühl baut die Gemeindeverbindungsstraße Weihenlindener Straße bis zur Staatsstraße 2078 auf einer Länge von 700 Metern aus und verstärkt den Oberbau.

Dazu hat die Regierung von Oberbayern dem Markt Bruckmühl eine Zuwendung von insgesamt 430.000 Euro in Aussicht gestellt. Die Auszahlung erfolgt in Teilraten entsprechend dem Baufortschritt. Die ersten 195.000 Euro wurden jetzt bewilligt. Die Gesamtkosten für die Straße (ohne Unterführung) sind mit 807.078 Euro veranschlagt.

Während in den vergangenen Tagen bereits die Baustelleneinrichtung größtenteils abgebaut, auf der Staatsstraße die letzten Asphaltschichten aufgebracht, Leitplanken in den Boden gerammt sowie Böschungen humusiert und rekultiviert wurden, kann der Fahrbahnbelag unter der Unterführung nicht mehr termingerecht fertig gestellt werden.

Auf Grund der Witterungseinflüsse in den vergangenen beiden Wochen konnte auf einem zirka zehn Meter langen Teilstück des Trogbauwerks die zweilagige Epoxydharz-Versiegelung auf dem Unterbeton des Unterführungsbauwerkes nicht wie geplant erfolgen.

"Für die Verarbeitung des Reaktionskunststoffes auf Epoxydharzbasis darf nämlich die Oberflächentemperatur der bis zu 1,2 Meter dicken Betonkonstruktion acht Grad Celsius und während der 72-stündigen Aushärtungszeit des Harzes zehn Grad nicht unterschreiten", erklärte Ernst Bauer vom Bauamt der Marktgemeinde gegenüber unserer Zeitung, "andernfalls würden wir möglicherweise spätere Bauwerkschäden riskieren".

Bürgermeister Franz Heinritzi erklärte hierzu in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass die ausführende Firma mehrfach abgemahnt worden sei, in den letzten sonnigen Herbstwochen das Projekt abzuschließen. "Das Unternehmen konnte dem Wunsch aber nicht entsprechen, was schade ist, da wir terminlich ansonsten im Plan gewesen sind", bedauerte Heinritzi. Er habe sogar kurzzeitig überlegt, ob die Lüfter der Feuerwehr zur Austrocknung verwendet werden könnten, doch dies sei technisch nicht möglich.

Da die derzeitigen Temperaturen das Aufbringen der restlichen Versiegelung nicht zulassen und damit die darüber zu verlegenden weiteren Abdichtungsschichten ebenfalls nicht aufgebracht werden können, kann speziell die Weihenlindener Straße nicht wie ursprünglich geplant bis Ende Dezember für den Verkehr freigegeben werden.

Erst wenn die Abdichtungsarbeiten auf dem Brückenbauwerk bei günstigeren Witterungsverhältnissen erledigt werden, kann der Verkehr auf die alte Trasse der Staatsstraße 2078 zurückverlegt und anschließend die temporäre Behelfsumfahrung zurückgebaut werden.

Die ursprünglich für Mitte Dezember geplante Einweihung des gesamten Überführungs- und Einmündungsbauwerks muss somit noch etwas warten.

Silvia Mischi (Mangfall-Bote)

Quelle: rosenheim24.de

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