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Gemeinderat will keine eigene Wohnungsbaugesellschaft

Soziales Wohnprojekt in Feldkirchen bleibt auch nach 15 Jahren weiter in der Warteschleife

Das 8000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Rathaus und Seniorenzentrum gehört seit 15 Jahren der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Noch immer gibt es keine bewilligten Pläne für die Entwicklung des Areals.
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Das 8000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Rathaus und Seniorenzentrum gehört seit 15 Jahren der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Noch immer gibt es keine bewilligten Pläne für die Entwicklung des Areals.

Über das 8000 Quadratmeter große Grundstück zwischen dem Rathaus und dem Seniorenzentrum in Feldkirchen wird schon seit 15 Jahren diskutiert. Jetzt fasste der Gemeinderat zumindest einen einstimmigen Grundsatzbeschluss: Für die Bebauung des Areals wird keine kommunale Wohnbaugesellschaft gegründet.

Feldkirchen-Westerham – Positiv zu sehen ist, dass das Grundstück landwirtschaftlich genutzt wird. Zwischenfrucht, Mais und verschiedene Getreidesorten wechseln sich jedes Jahr ab. Jetzt fasste der Gemeinderat zumindest einen einstimmigen Grundsatzbeschluss: Für die Bebauung des Areals wird keine kommunale Wohnbaugesellschaft gegründet.

Grundstück gehört längst der Gemeinde

Im Jahr 2006 hat die Gemeinde Feldkirchen-Westerham diese Fläche gekauft, und seitdem hinkt die immer noch aktuellen Absicht, dort bezahlbarenr Wohnraumzu schaffen, der Zeit hinterher. Zwar wurde bei einem externen Büro ein Bebauungsplan in Auftrag gegeben, doch hinter dem stand nur ein Teil des Gemeinderats. Selbst Bürgermeister Hans Schaberl war mit diesen 60 angedachten Wohnungen nicht einverstanden: „Viel zu dicht bebaut“, so seine Einschätzung.

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In mehreren Sitzungen wurden zu dem Thema und der Idee der Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft schon viele Diskussionen geführt und immerhin 28 Beschlüsse gefasst. Die aktuelle Frage an den Gemeinderat aber war, wie es nun mit dem „Projekt 84“ weitergehen solle. Konkret: Wer soll es fertig planen, errichten und dann auch betreuen?

Eine beratende Planungsgesellschaft hatte von der Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft abgeraten, da sich das erst ab einer Wohnungsanzahl von 400 bis 500 Einheiten rentiere. Am Standort „84“ wird aber nur mit 65 Wohneinheiten und 44 Stellplätzen sowie der zukünftigen Schaffung von etwa 60 Wohneinheiten gerechnet.

Wie die Gemeindeverwaltung erläuterte, wäre die Verwaltung dieser Wohnungen auch über einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit einer bestehenden Wohnungsgesellschaft möglich. Dies werde beispielsweise vom Markt Bruckmühl so gehandhabt.

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Aus Sicht der Verwaltung wäre diese Variante der Gründung einer eigenen Gesellschaft vorzuziehen. Dieser Argumentation folgte der Gemeinderat und lehnte die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft einstimmig ab.

SPD-Sprecher Heinz Oesterle lies an seiner grundsätzlichen Einstellung keinen Zweifel aufkommen: „Keinen einzigen der 8000 Quadratmeter verkaufen, die Häuser und Wohnungen in eigener Regie bauen und jede Belegung in der eigenen Hand behalten.“ CSU-Sprecher Bernhard Neumaier schlug vor, den Großteil der Fläche sollte die Gemeinde selbst behalten, den Rest über Erbbaurecht vergeben.

Nachbarschaftshilfe ist jetzt gefragt

Letztlich beschloss der Gemeinderat, sich eine Hilfestellung von auswärts zu holen. Das heißt im Klartext, dass Gemeinden, die solche Wohnbau-Projekte betreuen oder schon abgewickelt haben, um ihre Erfahrungen gebeten werden sollen.

Ines Bertozzi, geschäftsleitende Beamtin der Gemeinde, betonte, dass dieses Ansinnen mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden sei. Nun will die Verwaltung eine solche Anfrage an die Rathäuser in Bruckmühl, Wasserburg und Holzkirchen richten.

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