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Ein besonderes Jubiläum

Ein Kinderchor mit Erwachsenen? Warum in Feldkirchen-Westerham Musik kein Alter kennt

Angelika Weber leitet ihren generationsübergreifenden Kinderchor bei ihrem Jubiläumskonzert.
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Angelika Weber leitet ihren generationsübergreifenden Kinderchor bei ihrem Jubiläumskonzert.

800 Menschen versammelten sich in Feldkirchen-Westerham, um ein besonderes Ereignis mit zu erleben. Anlass war das Jubiläum von Angelika Weber, die den Kinderchor seit 30 Jahren leitet. Was das Fest so besonders machte und welche Zukunftspläne es gibt.

Feldkirchen-Westerham – Wenn Erwachsene zusammen mit Buben und Mädchen auf der Bühne stehen und gemeinsam singen, dann würde man eigentlich nicht von einem Kinderchor sprechen. Anders war kürzlich im Kultur- und Sportzentrum Feldkirchen-Westerham. Denn dort feierte der Kinderchor St. Laurentius Feldkirchen mit zwei beeindruckenden Konzerten und insgesamt gut 800 Zuschauern ein besonderes Jubiläum. Denn seit 30 Jahren leitet Angelika Weber den Kinderchor. Anlässlich ihres Jubiläums konnte sie sich nun einen Traum erfüllen.

Sänger aus drei Jahrzehnten

Denn es sangen zahlreiche Sänger aus den vergangenen Jahrzehnten zusammen mit den jetzigen aktiven Kindern gemeinsam und gestalteten ein generationsübegreifendes Konzert. Und so gab es mit dem Projektchor aus Ehemaligen und Freunden zusammen mit dem aktuellen sowie einer großen Instrumentalgruppe an zwei Abenden mit über 80 Teilnehmern ein Konzert, das den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

„Ich habe mit 18 Jahren angefangen, die Leitung zu übernehmen“, erinnert sich Weber im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Der Anlass bot sich also gut an. Außerdem, so die heute 48-Jährige, habe man sich nach der Corona-Zeit nach einem solch großen Chorfest gesehnt. Ein halbes Jahr bereitete sie den Auftritt vor, telefonierte Weggefährten von früher ab und stellte das Konzert auf die Beine.

Und so standen letztlich aktive Kinder mit ehemalige Kinderchor-Teilnehmern – die ältesten mit 45-Jahren – gemeinsam auf der Bühne. Zu Beginn überbrachten Angelika Röhrmoser und Pastoralreferentin Monika Langer sowie Bürgermeister Hans Schaberl Glückwünsche an Weber.

Mehrere Generationen auf einer Bühne

Dann begann der Kinderchor mit über 30 Teilnehmern mit der Aufführung des neuen Singspiels „Der Wind und die Sonne“ von Kathi Stimmer-Salzeder nach einer Fabel von Aesop. In farbenfrohen Kostümen (von Anna-Maria Braun) und mit eingängigen Liedern stellten die Kinder den Wettstreit von Wind und Sonne dar. Katharina Moser, Hanna Süß und Florentine Hohl zeigten als Sonne, Wind und Wanderin ihr schauspielerisches und gesangliches Talent und Jonas Dollinger gab mit klarer Stimme den Erzähler.

Kinder zeigen „Der Wind und die Sonne“.

Die kleinen Solisten Paula, Lisa und Ida Huber (Blumen), Lisa Atzinger (Katze), Veronika Moser (Biene) sowie Seppi Braun und Constantin Zeindlmeier (Regenwürmer) zauberten mit ihren originellen und gut gesungenen Auftritten ein Schmunzeln auf die Gesichter der Zuschauer. Der Kinderchor wurde dabei (Regie Dominikus Speer) von einer großen Band, einer Gesangsgruppe und dem Projektchor mit über 50 Mitwirkenden unterstützt.

Bemerkenswert: Es sangen mehrfach zwei Generationen einer Familie bei diesem Konzert miteinander. Der erste Teil endete mit dem Lied „Es geht auch miteinander“.

Rückblick auf besondere Höhepunkte

Im zweiten Teil des Konzerts überzeugte der Projektchor. Beginnend mit dem Gospel “In the last days, let us go into the house oft he lord“ von Joseph M. Martin hatten die großen Sänger die Zuhörer in ihren Bann gezogen und sinnbildlich eine Brücke geschlagen. Denn seit jeher verbindet die Kinderchor-Teilnehmer der Gang in die Kirche und die musikalische Gestaltung von vielen Anlässen.

Leiterin Angelika Weber vor ihrem Chor.

Zu den Aufgaben des Kinderchores gehört etwa die musikalische Gestaltung von Erstkommunion- und Kinderkrippenfeiern, Familiengottesdiensten oder Taufen. Hinzu kommen Auftritte am Christkindlmarkt in Feldkirchen oder der Lebendigen Krippe in Westerham, beim Pfarrfesten oder Vereinsfeiern.

Bei den folgenden Gospels gab es auf der Bühne erst feinen Chorgesang und dann fetzige Bodypercussion, die spontan das ganze Publikum zum Mitmachen animierte. Dem folgte die Showbühne für die Solisten. Lucie Knoll („Glory“ aus dem Film Selma), Anna Kröll und Maria Kröll (Sternschnuppe von Hubert Endhart) überzeugten mit ihren Auftritten. Ruhiger und sehr einfühlsam wurde es bei „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern und „Hungriges Herz“ von Gunnar Spies.

Zwischen den Musikstücken erinnerten ehemalige Kinderchor-Mitglieder an lustige und besondere Begebenheiten und brachten – untermalt mit Videos – die Vielfalt der Chorauftritte zum Ausdruck. Besonderer Höhepunkt: Die Auftritte bei Carolin Reiber im Fernsehstudio des Bayerischen Rundfunks.

Auch nach 30 Jahren kein Ende in Sicht

Der Projektchor beendete seinen Teil des Konzertes mit dem wohl bekanntesten Lied von Michael Jackson: “Heal the world.“ Mit einer bayerischen Textfassung von Martin Anetzberger und einem Solo von Maria Kröll kam zum Ausdruck, dass es in diesem Lied, im wahrsten Sinn des Wortes, um den Wunsch nach einer heilen Welt geht. Und so holte der Projektchor anschließend auch wieder die Kleinen auf die Bühne und zum Abschluss kam das gesungene Lied: „Herr, lass uns verstehen, dass wir verbunden sind, dass wir Menschen Schwestern und auch Brüder sind, stärk den Glauben, dass wir alle Gotteskinder sind, alle Völker dieser Welt“ von Lorenz Maierhofer.

Der Lohn: Anhaltender Applaus, Standing Ovation. Und wie geht es jetzt weiter mit Kinderchor-Leiterin Angelika Weber? „Auch wenn ich das jetzt seit 30 Jahren mache, will ich schon noch weiter machen. So lange ich die Energie aufbringen kann, macht es mir einfach unheimlich viel Spaß.“

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