Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Grundstücksverhandlungen gescheitert

Ausbau der Aiblinger Straße in Feldkirchen-Westerham verzögert sich

Der Ausbau der Aiblinger Straße in Westerham rückt weiter in die Ferne. Jetzt soll mit einem einseitigem Geh- und Radweg geplant werden, doch auch dafür braucht die Gemeinde private Grundstücksflächen.
+
Der Ausbau der Aiblinger Straße in Westerham rückt weiter in die Ferne. Jetzt soll mit einem einseitigem Geh- und Radweg geplant werden, doch auch dafür braucht die Gemeinde private Grundstücksflächen.

Die schon seit vielen Jahren geplante Sanierung der Aiblinger Straße in Westerham lässt weiter auf sich warten. Grund sind fehlende Grundstücke für einen Ausbau mit beidseitigem Geh- und Radweg. Jetzt soll neu und „einseitig“ geplant werden.

Feldkirchen-Westerham – Die Regierung von Oberbayern fördert den Ausbau nur, wenn ein beidseitiger Geh- und Radweg angelegt wird. Die dafür erforderlichen Grundstücke aus privater Hand zu erwerben, sieht Bürgermeister Hans Schaberl (parteilos) aber als kaum machbar an. Die Gemeinde steckt in einer Zwickmühle. Deshalb muss ein „Plan B“ her.

Sanierung scheitert an Besitzverhältnissen

„Die Aiblinger Straße ist hoch frequentiert, stark belastet. Ein Ausbau ist dringend erforderlich“, machte Elisabeth Spielmann (Grüne) deutlich und hatte kein Verständnis dafür, dass Planung und Umsetzung so lange dauern. An den Planern aber liegt es nicht. Das Rosenheimer Ingenieurbüro ROPlan hat die Pläne für den Ausbau der Straße nach der Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (Rast 06) längst fertig. Geplant wurde der Straßenausbau nach Gesetz mit beidseitigem Geh- und Radweg. „Auch der dafür erforderliche Grunderwerbsplan liegt uns bereits vor, ist aber – wenn überhaupt – nur langfristig umsetzbar“, erläuterte der Bürgermeister.

Fördermittel gibt es von der Regierung aber erst dann, wenn auch der Grunderwerb geregelt ist. „Ich habe nicht erwartet, dass ich in den Verhandlungen mit den sieben nördlich an die Aiblinger Straße angrenzenden Grundstücksbesitzern bisher nicht vorwärtskommen konnte“, räumte Schaberl ein.

Deshalb schlug er vor, eine Alternative zu prüfen: „Weg vom beidseitigen Geh- und Radweg. Verzicht auf die Förderung. Ausbau der Straße mit einem einseitigen Geh- und Radweg auf der Südseite. Damit kommen wir schneller vorwärts.“ Die Gespräche mit den Grundstückseigentümern wird er fortsetzen müssen, denn: „Selbst bei einem einseitigen Ausbau sind wir auf einen zusätzlichen Streifen angewiesen“, so Schaberl.

Die Verwaltung schlug vor, mit der Planung der einseitigen Variante und des dafür erforderlichen Grunderwerbs sowie der Kostermittlung wieder das Büro ROPlan zu beauftragen.

Die veranschlagten Kosten von 50.000 Euro sollten in den Haushalt 2022 aufgenommen werden. Diese Summe erschien vielen Bauausschuss-Mitgliedern zu hoch. „Das Büro war schon mit der ersten Planung beauftragt. Die Pläne sind fertig, müssen nur überarbeitet werden“, so Bernhard Neumaier (CSU).

Auch Josef Hupfauer (Freie Wähler Feldolling) sprach sich grundsätzlich für eine Alternativplanung aus, damit es vorwärtsgehe, empfand dafür 30.000 Euro aber als ausreichend. Er riet der Verwaltung, über die Kosten noch einmal zu verhandeln.

Vinzenz Schaberl (Parteifreie Freie Wähler) machte darauf aufmerksam, dass sich die Planungskosten an den gesamten Projektkosten orientierten und nicht frei verhandelbar seien.

Der Bauausschuss folgte schließlich ohne Beschluss dem Vorschlag von Anton Kammerloher (CSU). Die Entscheidung über die Beauftragung des Ingenieurbüros wurde vertagt. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Angebot des Ingenieurbüros einzuholen, um die genauen Kosten für die Planung zu ermitteln.

Wieder heißt es warten und planen

Jetzt ist erst einmal wieder Planen und Warten angesagt. Wie der Ausbau der Aiblinger Straße erfolgen kann, wird der Rat erst entscheiden können, wenn alle Fakten zur neuen Variante vorliegen. Dann muss der Gemeinderat entscheiden, wie es weitergehen soll: Ausbau nach Rast 06 (Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen) mit beidseitigem Geh- und Radweg sowie grundsätzlicher Förderfähigkeit. Oder Ausbau mit einseitigem durchgängigem Geh- und Radweg ohne Förderung auf Kosten der Gemeinde Feldkirchen-Westerham.