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Starker Auftritt trotz Verletzungen

TeamGym Bruckmühl: „EM-Fieber hat uns richtig gepackt“

Lächeln für das Video-Einspiel-Foto: (hinten von links) Alma Olsson, Emilia Völkl, Laura Meiereder, Bernadette Bittl, Kim Kuhn und Hannah Buchinger; (vorne von links): Victoria Gruber, Greta Olsson, Marina Eder, Katharina Rödling, Emily Baumgärtner.
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Lächeln für das Video-Einspiel-Foto: (hinten von links) Alma Olsson, Emilia Völkl, Laura Meiereder, Bernadette Bittl, Kim Kuhn und Hannah Buchinger; (vorne von links): Victoria Gruber, Greta Olsson, Marina Eder, Katharina Rödling, Emily Baumgärtner.

„Es war einfach nur der pure Wahnsinn, schon die Anreise im Flieger, dann die gigantische Sportarena mit spektakulären Lichteffekten, die Stimmung unter den Nationalmannschaften, die frenetischen Zuschauer, die Teamvorstellung, der Wettkampf mit Adrenalin pur, das grandiose Endergebnis, neue Freundschaften, so was vergisst man nicht, so ein Sportevent prägt ein Sportlerleben ungemein“, lautete das einhellige Fazit der TeamGym-Mädels samt Trainerstab des SV Bruckmühl (SVB) nach Ankunft am Franz-Josef-Strauß Airport in München.

Bruckmühl - Mit einem tollen neunten Platz im Flug-Gepäck kehrte die deutsche TeamGym Nationalmannschaft bei ihrem erstmaligen Auftritt auf dem EM-Parkett von den „13. European Championship TeamGym“ aus Porto zurück.

Zwei Athletinnen schwer verletzt

Mit acht jungen Athletinnen und dem Trainer-Duo Andrea Eder und Rudi Schuster sowie dem Teambegleiter Steffen Rödling stellte der heimische SVB den Großteil der deutschen Juniorinnen-Mannschaft bei der diesjährigen TeamGym-Europameisterschaft in Portugal. Doch wenige Tage vor dem Einchecken am Münchner Flughafen ereilte die SVB-Delegation eine Hiobs-Botschaft. Mit Alma Olsson und Victoria Gruber hatten sich gleich zwei Athletinnen bei der finalen EM-Vorbereitung so schwer verletzt, dass eine Teilnahme an den Wettkämpfen unmöglich war.

Trotzdem bestiegen die Bruckmühler mit den weiteren deutschen Teammitgliedern bis in die Haarspitzen motiviert den Flieger mit Zielort Porto. „Den Kopf in den Sand stecken, wenn es kritisch wird, war noch nie unser Ding“, bringt Trainerin Eder die Stimmungslage auf den Punkt.

Das erste Gänsehautgefühl packte das deutsche Team dann am Auftakt-Tag auf den Zuschauerrängen, als die verletzte Alma Olsson als deutsche Fahnenträgerin beim offiziellen EM-Einmarsch mit den anderen Nationen-Vertretern die Multiusos Sportarena in Guimaraes betrat.

14 Nationalteams am Start

Wenige Stunden später stiegen dann die Adrenalinwerte im Minutentakt. Beim Podiumstraining, dem Einspringen an den offiziellen Sportgeräten, traf das „GER-Team“ zum ersten Mal auf die anderen 13 Nationalmannschaften. „Da hatte uns das EM-Fieber dann voll gepackt“, blickt SVB-Coach Schuster auf die bewegenden Momente zurück.

Als dann aber die bekannten heißen Musik-Rhythmen aus den Lautsprechern hämmerten, war die letzte Spur von Nervosität schnell verflogen.

Nur 22 Stunden später startete dann für das SVB-Team mit einer großen Portion Selbstbewusstsein zum ersten Mal in der 110-jährigen Vereinsgeschichte die „Mission Europameisterschaft“. „Besonders emotional wurde es dann jedes Mal, wenn bei der Teamvorstellung zu den einzelnen Programmteilen die Porträts der deutschen Starterinnen mit dem Schriftzug ,Germany‘ über eine riesige LED-Bande und eine LED-Wall eingespielt wurden“, so Eder.

Bereits beim Einführungs-Part des dreiteiligen EM-Programms begeisterten die Sportlerinnen bei der Bodengymnastik mit synchronen Akrobatikelementen. Bei den schnell aufeinanderfolgenden Choreografie-Wechseln wurden die einzelnen Bewegungs- und Sprungelemente bis zum letzten Takt punktgenau gesetzt. Als Lohn dafür gab es Szenenbeifall auf offener „Sportbühne“ der gut 2000 TeamGym-Fans und Rang vier im Zwischen-Klassement.

Im wahrsten Sinn des Wortes „rund“ ging es beim zweiten Teil, dem Tumbling. Im hohen Sprinttempo absolvierten die jungen deutschen Athletinnen im Sekundentakt Schraubensprünge, Überschläge und Saltos auf einer hochmodernen Fiberglas-Akrobatikbahn.

Mit bis zu fünf Meterhohen Sprüngen, Saltos und Schraubenkombinationen aus einem Mini-Trampolin heraus begeisterten die SVBlerinnen – wie hier Marina Eder. Unser Bild zeigt die Sportlerin mit Coach Rudi Schuster und Katinka Goß. re

Mit Platz sechs lagen die deutschen Newcomer auf Finalkurs. Dann der ultimative Schockmoment: Beim Einturnen am Trampolin verletzten sich die deutschen Top-Sportlerinnen Marina Eder (Teilruptur des Innenbandes und Quetschung des oberen Sprunggelenks) und Emilia Völkl (Außenbandverletzung) unglücklich und so schwer, dass es unmöglich war, die geplanten, schwierigen Sprünge zu zeigen. Kurzerhand musste das SVB-Trainer Duo Eder/Schuster reagieren und die Sprung-Elemente neu justieren.

Trotz dieses Nackenschlags warf das deutsche Team beim Schlussteil, dem sogenannten „Trampet“ noch einmal alles in die Waagschale. Mit bis zu fünf Meter hohen Sprüngen, Saltos und Schraubenkombinationen aus einem Mini-Trampolin heraus (mit und ohne Sprungtisch) holten sie das Letzte aus sich heraus.

Trainer justierten Elemente neu

Im Endklassement kam die deutsche Equipe bei ihrer EM-Premiere auf einen hervorragenden neunten Platz. „Wenn man dabei noch unser Verletzungspech berücksichtigt, ist dies wirklich eine sensationelle Leistung, die Lust auf mehr macht“, bilanzierte dann auch Conny Götzendorfer, „Head of the Germany-Delegation“.

Für einen farbenprächtigen Schlusspunkt sorgte schließlich ein kleines Bruckmühler Empfangs-Komitee am Münchner Flughafen. Bereits in wenigen Tagen gehen die Sportlerinnen das nächste EM-Projekt im September 2022 in Luxemburg an.