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Schnelle Lösungen gefragt

Im Jahr 2024 fehlen im Markt Bruckmühl 200 Kita-Plätze

An der Rösnerwiese soll im September 2024 eine neue Kindertageseinrichtung mit sechs oder gar acht Gruppen eröffnet werden. Doch bis dahin werden kurzfristige Lösungen gebraucht, um die Betreuungssituation in Bruckmühl zu verbessern.
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An der Rösnerwiese soll im September 2024 eine neue Kindertageseinrichtung mit sechs oder gar acht Gruppen eröffnet werden. Doch bis dahin werden kurzfristige Lösungen gebraucht, um die Betreuungssituation in Bruckmühl zu verbessern.

Um den Rechtsanspruch auf Betreuung in Kindereinrichtungen und Ganztagsschulen erfüllen zu können, muss der Markt Bruckmühl Gas geben. Schon jetzt können 56 Kinder nicht in der eigenen Gemeinde untergebracht werden, 2024 werden es 200 sein.

Bruckmühl Die Zeit drängt. Die Marktgemeinde Bruckmühl kann den Betreuungsbedarf mit ihren Kindertageseinrichtungen nicht mehr decken. Schon jetzt fehlt für 56 Kinder der Platz – davon werden 30 in Kitas der Nachbargemeinden betreut, 26 stehen unversorgt auf der Warteliste. Nach jüngsten Prognosen werden in drei Jahren 43 Krippen- und 146 Kindergartenplätze mehr gebraucht, als vorhanden sind.

Derzeit stehen in neun Kindertagesstätten der Marktgemeinde Bruckmühl 125 Kinderkrippen- und 531 Kindergartenplätze zur Verfügung. „Trotzdem stehen wir als Gemeinde nicht gut da. Wir haben größte Bedenken, dass wir dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr gerecht werden können“, betonte Rainer Weidner, Geschäftsleiter der Gemeinde.

Die Geburtenrate hat spürbar zugenommen. Zuzüge in die Marktgemeinde sind höher als erwartet. Die Zahl der Kinder mit zusätzlichem Betreuungsbedarf steigt. Reserven gibt es keine. „Schon im kommenden Jahr steigt der Bedarf im Bereich der Krippe um 17 Plätze“, macht Weidner klar.

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Bisher waren Verwaltung und Marktgemeinderat der Auffassung, die an der Rösnerwiese geplante sechs- bis achtgruppige Kindertagesstätte könnte den Bedarf decken. „Doch die ist erst im September 2024 fertig, das wird nicht reichen“, so Weidner. Der Markt Bruckmühl habe es privaten Initiativen wie zwei Großtagespflegen und dem Kindergarten „Lindenbaum“ in Noderwiechs zu verdanken, dass die Situation nicht noch angespannter sei. Der „Lindenbaum“ könnte im kommenden Jahr sogar um einen Waldkindergarten erweitert werden.

„Aber wir brauchen weitere Lösungen, um handlungsfähig zu bleiben“, so Weidner. Eine davon befindet sich in Götting: Schon im November 2019 hatte der Marktgemeinderat die gemeindlichen Grundstücke nördlich des Sportplatzes – Ecke Schul- und Eichenstraße – als Standort für einen viergruppigen Kindergarten ins Auge gefasst. Da das Gelände mit 2000 Quadratmetern relativ klein ist, sah der Rat das Projekt eher als „Notnagel“ an. „Es gibt keine Alternative. Wir müssen die Planungen zeitnah vorantreiben“, so Weidner eindringlich. Zudem müsse geprüft werden, ob aus dem Kindergarten in Kirchdorf mit der Sanierung eine zweigruppige Einrichtung gemacht werden könne.

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Aus dem Gremium kam der Vorschlag, das Gelände am Rathausplatz nach Abriss des alten Rathauses für eine Pavillon-Variante vorzubereiten. Wie Bauamtsleiter Konrad Kremser erklärte, sei eine Erweiterung des Nutzungszweckes im Bebauungsplan möglich, aber frühestens Mitte 2022 rechtskräftig.

„Nach dem Abriss des Wohnhauses am Rathausplatz 2 besteht dort Baurecht mit dem Verwendungszweck Jugend und Soziales“, erklärte Bürgermeister Richard Richter. Doch dies wiederum sei das einzige Grundstück für eine perspektivische Vergrößerung des Grundschulareals in Bruckmühl, räumte Wirtschaftsförderer Markus Zehetmair mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ein, der ab 2026 für jeden Erstklässler besteht.

„Unsere Mitarbeiter stehen unter Feuer“, machte der Bürgermeister klar, denn schon jetzt ist die Betreuungssituation in Bruckmühl unbefriedigend. Die Verwaltung wird nun auf Grundlage der Prognose nach Lösungsvorschlägen suchen und sie dem Gemeinderat vorstellen.

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