Nahezu alle Forellen tot

Massives Fischsterben im Mangfallkanal - Ergebnisse liegen vor

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Bruckmühl - Bereits im März schlug der Aiblinger Kreisfischereiverband Alarm, weil nahezu der komplette Forellenbestand im Mangfallkanal (Bereich Brucker Wehr) tot ist. Nun gibt es Antworten auf einige Fragen.

Marco Borloni, Vorsitzender des Kreisfischereivereins Bad Aibling, teilte Anfang März mit, dass es im Mangfallkanal binnen kürzester Zeit zu einem massiven Fischsterben kam. Zur Ursachenfindung hat der Verein den Tiergesundheitsdienst in Poing eingeschaltet, der Wasserproben und Fische untersuchen sollte. Noch lebende Fische wurden in ein Spezialinstitut nach Schottland geschickt.

Ergebnisse des Tiergesundheitsdienstes liegen vor

Tiergesundheitsdienst Bayern

Nun sind die Ergebnisse der Untersuchungen des Tiergesundheitsdienstes eingetroffen. "Die Wasserproben waren zum Entnahmezeitpunkt unauffällig, weil zwischen dem Einlass einer Substanz und dem Tod der Fische, nachdem man die Proben entnommen hat, etwa eine Woche lag. Gülle kann z.B. schon nach einigen Tagen kaum mehr nachgewiesen werden", sagte Borloni.

Fische mit Bakterien belastet

Die Untersuchung der Tiere selber habe ergeben, dass alle Fische mit Bakterien am Körper und in den Kiemen belastet waren und außerdem entzündete Kiemen hatten. Dies weist laut Tiergesundheitsdienst auf ungünstige Umwelteinwirkungen hin. Die Ergebnisse des schottischen Spezialinstituts stehen noch aus.

10.000 Euro Schaden

"Einzelne Forellen haben zwar überlebt, wir gehen aber von einem Totalausfall aus", so der Vorsitzende des Kreisfischereivereins. Die Besatzkosten lagen bei rund 10.000 Euro. "Wir hatten aber noch Glück im Unglück, weil der Tiergesundheitsdienst auf die Rechnung über mehrere Tausend Euro verzichtete."

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Thi ssen

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