Bauhof für Wintereinbruch gerüstet

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Ran an die Schaufel: Rund 120 Kilometer Straßen befreien die Mitarbeiter des Bauhofs im Winter von Schnee und Eis.

Bad Aibling - "Jetzt kann der Schnee kommen", sagt Bauhofleiter Peter Stefan. Er und seine Mitarbeiter fühlen sich gut vorbereitet auf den unmittelbar bevorstehenden Wintereinbruch.

Laut Meteorologen ist es heute so weit. Erst gestern schloss der Bauhof alle Vorbereitungen ab. "Es war mal wieder fünf vor zwölf", fügt Stefan hinzu. Der Grund, warum es schnell gehen muss: Der Bauhof kann seinen Fuhrpark erst umrüsten, wenn die Temperaturen dauerhaft in den Keller fallen. Vorher werden die Fahrzeuge und Gerätschaften noch für andere Arbeiten im Freien gebraucht. Deswegen herrscht jedes Jahr wenige Tage vor Wintereinbruch Hochbetrieb im Bauhof.

Drei Lastwagen, zwei Kommunalfahrzeuge, fünf Kleinschlepper, einen Radlader und einen Unimog machen die Mitarbeiter im November oder spätestens Dezember fit für die kalte Jahreszeit. 17 Fahrer stehen bereit, zusätzlich vier Zweierteams für die sogenannten Handräumungen.

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Wann die Belegschaft ihren ersten Einsatz hat, erfährt Bauhofchef Stefan am Tag davor. Denn jeden Tag um 10.45 Uhr bekommt er ein Fax vom Deutschen Wetterdienst mit exakten Daten für Bad Aibling. Darin enthalten sind die Werte für Niederschlagsmengen und Temperaturen an bestimmten Orten in der Kurstadt sowie die Entwicklung auf Brücken, in der Stadtmitte, im Schatten und in der Sonne.

Wenn es in der Nacht schneit, muss es schnell gehen. Um 2.30 Uhr alarmiert Stefan sein Team. Zwei Stunden später rückt die Mannschaft aus, wenn es nicht schneit, aber nachts gefroren hat und die Straßen deswegen glatt sind.

Appell an Anlieger: Pflicht ernst nehmen

Insgesamt sind es rund 120 Kilometer Straßen, die der Bauhof abfährt, neu dazu gekommen sind heuer keine. Zuerst werden alle städtischen Hauptverkehrsstraßen und Durchgangsstraßen geräumt, darunter die Münchner und Rosenheimer Straße. Am Ende der Routen kommen die schmalen Straßen in den Wohngebieten an die Reihe. Dort gibt es laut Stefan auch immer wieder Probleme mit Anwohnern, die ihrer Räum- und Streupflicht nicht nachkommen.

Erfahrungsgemäß lasse sich auch erkennen, in welchen Stadtteilen die Anlieger besonders schlecht räumen. Er appelliert deshalb an alle Anlieger, ihre Pflicht ernst zu nehmen und in der Früh angrenzende Gehsteige zu räumen.

Damit der Bauhof seinen Verpflichtungen nachkommen kann, braucht er viel Salz. Dieses holen sich die Lkw-Fahrer seit dem letzten Winter in Noderwiechs. 442 Tonnen "Tempotau" wurden in der letzten Saison benötigt; eine sehr große Menge, denn in der Regel sind es 100 bis 400 Tonnen.

Eine Neuerung gibt es in diesem Winter für alle Schüler. Wenn sich gefährliches Glatteis auf den Straßen bildet oder es heftig schneit, entscheidet erstmals eine sogenannte lokale Koordinierungsgruppe, ob der Unterricht ausfällt. ie Regelung gilt für alle Schulen im Landkreis und somit auch für alle in der Kurstadt. Wann wo die Schulen geschlossen bleiben, veröffentlicht das Landratsamt kurzfristig unter der Adesse www.schulausfallrosenheim.de.

Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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