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Wos ziagt a Jenbachtaler wann o?

Bad Feilnbacher Trachtenverein gibt eigenen Leitfaden fürs Trachtenjahr heraus

Die neue Übersicht „Wos ziag i wann o im Trachtenjahr“ präsentieren Barbara Zschocke (links) und Sebastian Gasteiger (rechts), Vorsitzender des Trachtenvereins „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach.
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Die neue Übersicht „Wos ziag i wann o im Trachtenjahr“ präsentieren Barbara Zschocke (links) und Sebastian Gasteiger (rechts), Vorsitzender des Trachtenvereins „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach.

Mit der Frage „Wos ziag i wann o im Trachtenjahr?“ befasste sich der Trachtenverein „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbachn. Daraus entstanden ist ein eigener, bunt bebilderter Leitfaden, der jungen und alten Jenbachtalern erklärt, was sie wann anziehen sollten.

Bad Feilnbach – In Tracht gewandete Dirndl und Burschen, Frauen und Männer sind immer wieder schön anzusehen – sei es bei kirchlichen und weltlichen Anlässen, Hochzeiten oder besonderen Festen und Auftritten. Damit auch die jungen Trachtler immer wissen, welche Tracht zu welchem Anlass getragen wird, haben die „Jenbachtaler“ jetzt einen eigenen Leitfaden herausgegeben.

Vor allem im Voralpenland spiegeln Trachtler die Verbundenheit zu Brauchtum, Bodenständigkeit und Heimat wider.

Barbara Zschocke setzt Ideen um

Mit der Frage „Wos ziag i wann o im Trachtenjahr?“ befasste sich die Vorstandschaft vom Trachtenverein „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach unter Federführung ihres Vorsitzenden Sebastian Gasteiger in mehreren intensiven Sitzungen. Ergebnis war ein Leitfaden. Das Heft – entworfen und gestaltet von Barbara Zschocke – ist reich bebildert und soll jungen und auch erfahrenen Trachtlern als Hilfestellung dienen, die richtige Vereinstracht zum jeweiligen Anlass über das Trachtenjahr verteilt anzuziehen. Die Broschüre ist für Vereinsmitglieder kostenlos und beim Vorsitzenden Gasteiger erhältlich.

Tracht ist Bekenntnis zu Heimat und Brauch

Die Tracht solle nicht ausschließlich bei besonderen Festen getragen werden, betont Gasteiger in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Das ganze Jahr biete viele Möglichkeiten das „Gwand“ als Bekenntnis zu Heimat, Tradition und Brauchtum, zu zeigen. Ein Mädchen im Dirndl oder ein Bursche in der „Ledernen“ habe seiner Ansicht nach zu jeder Zeit Vorzeigecharakter.

Die „Jenbachtaler“ sind stolz auf ihre verschiedenen Trachten und werden gerne von Dirndl, Miederdirndl, Schalkfrauen, Buam und Mannerleut getragen, heißt es im Leitfaden. Etwa bei der Frühjahrsversammlung oder auf dem Trachtenball, wo die Miederdirndl im aktiven Plattler- oder Dirndlgwand erscheinen.

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An kirchlichen Festtagen wie Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Erntedank, Kirta und Kommunion tragen Miederdirndl und Schalkfrauen das Spenzergwand. An der Trachtenwallfahrt nach Maria Eck und zu Trachtenfesten erscheinen die Miederdirndl im „Blauen Mieder“ und grünen Hut mit Gamsbart und die Frauen im Schalk. Das seidene Mieder mit Fransentuch und Kranzerl im Haar tragen die Miederdirndl an Fronleichnam sowie Kirchenpatrozinium „Laurenzi in Wiechs“ und „Mariä Himmelfahrt“. Die verheirateten Frauen erscheinen im Schalk.

Beim Trachtenjahrtag gilt der Trachtenmantel mit Kirchenhut bei den Dirndl und der Schalkhut bei den Frauen. Für Beerdigungenlegen Miederdirndl und Schalkfrauen das Spenzergwand oder Mantel mit Hut an. Bei Beerdigungen naher Angehöriger tragen Schalkfrauen ein schwarzes Schürzl.

Die Miederdirndl im seidenen Mieder mit Fransentuch und Kranzerl sorgten beim Laurenzifest in Wiechs für ein würdevolles Bild.

Mädchen im Kindes- und Jugendalter ziehen das blaue Vereinsdirndlgwand mit weißem Schürzl an, und auch die jeweilige Haartracht ist im Heft beschrieben. Für die Buam gilt die Festtracht mit Lederhose, Leibe, blaues Krawattl und Hut mit Gamsbart. Bei Heimatabenden und Trachtenfesten ist – falls vorhanden – die graue Joppe dabei.

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Die Männer erscheinen zur Gaufrühjahrsversammlung und bei Trachtenhochzeiten in der kirchlichen Festtracht – schwarze Hose, Leibe, blaues Krawattl, graue Joppe sowie Hut mit Gamsbart. Die Halbtracht bestehend aus schwarzer Hose, grauer Joppe, blauem Krawattl, Hut ohne Gamsbart gilt bei der Frühjahrs- und Jahreshauptversammlung, Ostern, Kommunion und Firmung, Wallfahrt „Maria Eck“, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Erntedank, Kirchweih, Jahrtag der Ortsvereine, Trachtenjahrtag und Beerdigungen. Zu besonderen kirchlichen Anlässen wie Fronleichnam, Laurenzifest in Wiechs und Mariä Himmelfahrt tragen Burschen und Männer die Festtracht mit kurzer Hose, Leibe, grauer Joppe, blauem Krawattl und Hut ohne Gamsbart.

Regeln für Buam und Männer

Zum Trachtenball erscheinen die aktiven Plattler in der Festtracht mit blauem Krawattl und die Mannerleut in Halbtracht. Den Hut ziert der Gamsbart.

Zum würdigen Erscheinungsbild beim Vereins-/Gebiets-/Gaupreisplatteln gehört bei den „aktiven Burschen“ die Festtracht mit blauem Krawattl. An der Gauvorplattlprob gilt Festtracht ohne Krawattl. Vereinsintern proben die „Aktiven“ in der Lederhose mit Hemd, das ein Alltagshemd sein darf und kein weißes Hemd sein muss.

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