Jetzt sind die Bürger gefragt

Sicherheitswacht Mangfalltal: Wer möchte auf Streife gehen?

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V.l.: Felix Schwaller (Bad Aibling), Hans Schaberl (Feldkirchen-Westerham), Leitender Kriminaldirektor Dr. Walter Buggisch, Peter Kloo (Kolbermoor), Richard Richter (Bruckmühl) sowie Polizeirat Mario Huber und Erster Polizeihauptkommissar Bernd Heller
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Bad Aibling/Mangfalltal - In nicht einmal einem halben Jahr war es beschlossene Sache. Das Mangfalltal wird eine Sicherheitswacht bekommen. Nun sucht die Polizei geeignete Leute.

Sie dürfen Platzverweise erteilen, renitente Personen festhalten oder Ausweise verlangen: Im südlichen Oberbayern unterstützen immer mehr Städte und Gemeinden den Vorschlag der Polizei, engagierten Bürgerinnen und Bürgern Verantwortung für das Gemeinwohl zu übertragen und eine Sicherheitswacht ins Leben zu rufen.

Das Bedürfnis nach Sicherheit wächst, der Ruf nach der Polizei wird oft lauter - die Kommunen Kolbermoor, Bad Aibling, Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham sprachen sich deshalb mit mehrheitlichem Beschluss für die Errichtung einer Sicherheitswacht aus. Dadurch wird den Einwohnern des Mangfalltals die Möglichkeit gegeben, aktiv im Rahmen der Bürgerbeteiligung an der Stärkung der inneren Sicherheit mitzuwirken.

Eine gute, weil verantwortungsbewusste Entscheidung, wie der Leiter des Sachgebiets Kriminalitätsbekämpfung, Dr. Walter Buggisch, und Polizeirat Mario Huber, Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling, betonen. „Gerade für die Stärkung des Sicherheitsgefühls ist der Einsatz der Sicherheitswacht ein guter und bewährter Ansatz. Die Ehrenamtlichen verkörpern mit ihrer wahrnehmbaren und sichtbaren Präsenz in der Öffentlichkeit ein verbindendes und stabilisierendes Element in unserer Gesellschaft, übernehmen Verantwortung und zeigen Zivilcourage. Die Sicherheitswacht ergänzt auf diese Weise die Polizeiarbeit “, erläuterte der leitende Kriminaldirektor.

Wer hat Lust?

Nach Zustimmung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration startet am Dienstag, den 17. September 2019, die einmonatige Bewerbungsphase. Alle engagierten Bürgerinnen und Bürger haben ab diesem Tag die Möglichkeit, sich bei der Polizeiinspektion Bad Aibling für dieses besondere Ehrenamt zu bewerben. Detaillierte Informationen hierzu gibt es unter der Telefonnummer 08061/90730.

Diese Voraussetzungen sollten Sie mitbringen:

Alle Bürgerinnen und Bürger mit Verantwortungsbereitschaft und Zivilcourage sind bei der Sicherheitswacht willkommen. Die Polizei sucht kommunikative Menschen, die sich engagieren wollen. Männer wie Frauen verschiedener Altersgruppen und egal welcher Nationalität. Bewerben Sie sich, wenn Sie

  • mindestens 18 und höchstens 67 Jahre alt sind, 
  • gesundheitlich den Anforderungen des Außendienstes gewachsen sind, 
  • eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung nachweisen, 
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft bewiesen haben, 
  • für diese Aufgabe im Durchschnitt mindestens fünf Stunden monatlich zur Verfügung stehen können. 

Nach bestandenem Eignungstest werden Sie in 40 Unterrichtseinheiten auf Ihre Tätigkeit bei der Sicherheitswacht vorbereitet. Die Ausbildung wird in einem Prüfungsgespräch abgeschlossen. Für Ihre Dienste erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung von acht Euro in der Stunde.

Keine Hilfspolizei

Hilfspolizisten sind die Angehörigen der Sicherheitswacht nicht. Die Polizei erfüllt in einem Rechtsstaat ihre gesetzlichen Aufgaben. Die Zuteilung von Personal bei der Polizei erfolgt daher stets losgelöst von der Existenz einer Sicherheitswacht.

Die Bürgermeister der vier Kommunen Felix Schwaller (Bad Aibling), Richard Richter (Bruckmühl), Hans Schaberl (Feldkirchen-Westerham) und Peter Kloo (Kolbermoor) freuen sich über die Einführung der Sicherheitswacht in ihrer Stadt bzw. Gemeinde und waren sich alle einig: “Ungeachtet der Tatsache, dass unser Mangfalltal bisher schon sehr sicher ist, sind wir dem Vorschlag der Polizei gerne gefolgt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitswacht sind ein sichtbares Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei und damit ein Baustein für ein Plus an Sicherheit und Ordnung. Wir hoffen nun auf zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber.“

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