Investitionsplan verabschiedet

4,5 Millionen Euro für Entwicklung von Tuntenhausen

Das Kinderhaus in Tuntenhausen wird im September seiner Bestimmung übergeben. Es ist in diesem Jahr mit 3,3 Millionen Euro – davon trägt die Gemeinde etwa 1,2 Millionen selbst – die größte Investition.
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Das Kinderhaus in Tuntenhausen wird im September seiner Bestimmung übergeben. Es ist in diesem Jahr mit 3,3 Millionen Euro – davon trägt die Gemeinde etwa 1,2 Millionen selbst – die größte Investition.

„Den Haushaltsplan der Gemeinde rund zu bekommen, war nicht einfach.“ Das schickte Bürgermeister Georg Weigl der Vorstellung der aktuellen Finanzlage Tuntenhausens im Gemeinderat voraus. Welche Ursachen das hat, und wo trotzdem investiert wird, lesen Sie hier.

Tuntenhausen – Die Einnahmen aus der Gewerbe- und anteiligen Einkommenssteuer der Gemeinde Tuntenhausen sind aufgrund der Corona-Krise zurückgegangen. Die Kreisumlage ist gestiegen. Trotzdem ist der Haushalt mit einem Volumen von 18,6 Millionen Euro ausgeglichen. Der Verwaltungshaushalt umfasst Einnahmen und Ausgaben von 14 Millionen Euro.

Gemeinde hat gut gewirtschaftet

„Dass die Gemeinde seit 2014 schuldenfrei ist und Rücklagen gebildet hat, kommt uns jetzt zugute“, betonte Kämmerer Andreas Marx. So konnten aus der allgemeinen Rücklage 2,25 Millionen Euro entnommen werden, um die Steuerausfälle abzufedern und einen ausgeglichenen Vermögenshaushalt von 4,59 Millionen Euro aufzustellen.

Davon stehen 4,5 Millionen Euro für Investitionen zu Verfügung. Die größte ist mit insgesamt 3,3 Millionen Euro – in diesem Jahr anteilig 1,74 Millionen Euro – das Kinderhaus in Tuntenhausen, das im September eröffnet wird. „Dafür erhalten wir aus dem Sonderförderprogramm für Kindertagesstätten nun doch noch eine Förderung von 930 000 Euro“, verkündete der Bürgermeister eine Überraschung. Erst drei Wochen zuvor war der Förderbescheid in der Gemeinde eingetroffen. Ein völlig unerwarteter „Geldsegen“, hatten die Tuntenhausener im vergangenen Jahr doch eine Absage bekommen. Offensichtlich wurde das Sonderbudget aufgestockt – zum Glück für Tuntenhausen. 45 000 Euro sind für das Kinderhaus „Purzelbaum“ in Hohenthann eingeplant, 25 000 für die Kindereinrichtungen in Ostermünchen und Beyharting.

350.000 Euro fließen in diesem Jahr in die Ausstattung der Schulen – unter anderem in die Digitalisierung, aber beispielsweise auch in die im Januar gelieferten Luftreinigungsgeräte.

Wohnungsbau wird weiter gefördert

Auch die Wohnbauförderung schlägt sich im Haushalt nieder. So will die Gemeinde für 200.000 Euro Grundstücke erwerben. Die Erschließung des Baugebietes „Biberg-Süd“ kostet circa 410.000 Euro. Der Bauhof wird mit einer Bankettmaschine und einem Fahrzeug für den Landschaftsgärtner ausgestattet – Kosten: 95.000 Euro.

In diesem Jahr fließen wieder 200.000 Euro in die Sanierung der gemeindlichen Straßen. Ab dem kommenden Jahr sind es dann noch 150.000 Euro. Für den Hochwasserschutz sind 100.000 Euro vorgesehen. Hier sieht der Bürgermeister den aktuellen Schwerpunkt vor allem in Ostermünchen.

Für die Kontrolle und Sanierung der Abwasserkanäle sind 580.000 Euro eingeplant. „In diesem Jahr werden wir uns intensiv mit dem Abwasserkonzept unserer Gemeinde beschäftigen“, kündigte der Bürgermeister an.

Rücklagen für neue Kläranlage

In zwei Jahren steht mit der Sanierung der Kläranlage in Ostermünchen ein Großprojekt an. Dafür bildet die Gemeinde schon seit Jahren Sonderrücklagen.

Die Investition von 3,5 Millionen Euro wird aus dem Haushalt bestritten – ohne Kreditaufnahme. In diesem Jahr soll am Bahnof Ostermünchen eine Busbucht entstehen – zurückgelegt sind dafür 90.000 Euro.

Der Vermögenshaushalt 2021 mit der Finanzplanung von 2020 bis 2024 wurde einstimmig verabschiedet.

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