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Aibvision öffnet wieder

In Bad Aibling heißt es: Film ab, Maske auf

Hereinspaziert: Geschäftsführer Robert Siersch vor dem Kino an der Bahnhofstraße.
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Hereinspaziert: Geschäftsführer Robert Siersch vor dem Kino an der Bahnhofstraße.

Die Bad Aiblinger Kino-Fans können aufatmen: Das „Aibvision Filmtheater“ an der Bahnhofstraße öffnet wieder seine Türen. Der Ärger über die Corona-Regeln ist beim Betreiber groß. Aber ab Freitag können die Cineasten „House of Gucci“ und „Spider-Man: No way home“ auf großer Leinwand an der Bahnhofstraße verfolgen.

Bad Aibling – Robert Siersch, Betreiber des Kinos, hat sich vergangene Woche dazu entschieden, die Säle zu öffnen. „Auch um den Kontakt zum Publikum zu erhalten“, sagt Andrea Hailer, die für Presse und Marketing zuständig ist.

Maske auch am Platz tragen

Mit der Eröffnung gehen auch mehrere Änderungen einher – Corona lässt grüßen: So gilt die 2G-plus-Regel. Die Besucher müssen geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen. Obendrein müssen sie am Platz ihre Maske tragen. Sie können auch lediglich vier Karten reservieren. Außerdem darf ein Kinosaal nur zu 25 Prozent gefüllt sein. Das heißt: „Hat ein Saal 100 Plätze, dürfen nur 25 Besucher dort sitzen“, erklärt Hailer. Für den Kinosaal „Aibvision 1“ der 169 Plätze hat, bedeutet das, dass maximal 42 Zuschauer zulässig sind.

Ein Draufzahlgeschäft

Aber lohnt sich dann die Kinoöffnung überhaupt finanziell? „Im Moment zahlen wir drauf“, rechnet Hailer vor. Dennoch sollen wieder Filme gezeigt werden. „Wir wollen sichtbar bleiben.“

Seit Ende November war das Bad Aiblinger Kino geschlossen. Und das war seit dem erste Lockdown im März 2020 mehrmals der Fall. Gab es staatliche Finanzhilfen? „Ja, die gab es“, erklärt Hailer. Allerdings kamen sie spät, erklärt sie.

Dennoch ärgert sie sich: „Es kann doch nicht sein, dass in der Gastronomie keine 2G-plus-Regel greift, aber dafür in den Kinos.“ Sie blickt in Richtung München: Dort hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Corona-Maßnahmen bei Kulturveranstaltungen kritisiert. Er forderte, eine Gleichbehandlung von

„Es geht um unsere Existenz“

Die Kulturbranche im Freistaat mahnt schon seit Längerem Lockerungen an und fühlt sich ungerecht behandelt. Denn in der Gastronomie gilt die 2G-Regel jede ohne weitere Auflagen. „Das kann doch nicht sein“, sagt Hailer. „Wo sind unsere Bürgermeister?“, fragt sie und erklärt: „Es geht um unsere Existenz.“

Auch spricht sie das Motto „Ihr müsst laut werden“ an. „Daraus muss ein ,Wir‘ werden“, ist sie überzeugt. Denn Kultur seit „Nahrung für die Seele“.