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Legendspiel am Freitag und Aktionen

Eine frostige Leidenschaft - 40 Jahre EHC Bad Aibling „Aibdogs“

Aibdogs Stürmer-Trio voll auf Angriff gepolt: Sebastian Glass (Nr.92) mit Unterstützung von Thomas Neumeier (A) und Valentin Merz (hinten rechts)
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Aibdogs Stürmer-Trio voll auf Angriff gepolt: Sebastian Glass (Nr.92) mit Unterstützung von Thomas Neumeier (A) und Valentin Merz (hinten rechts)

Auf eine bewegte Historie kann der EHC Bad Aibling „Aibdogs“ zurückblicken. In seiner 40-jährigen Vereinsgeschichte wechselten sich Hochs und Tiefs ab. Heute steht der EHC für anerkannte Nachwuchsarbeit und ist durch sein breit aufgestelltes Engagement ein Eckpfeiler im Sport-und Gesellschaftsleben.

Bad Aibling – Die Wurzel des Aiblinger Eishockey-Vereins reichen in das Jahr 1981 zurück. Mit großem Idealismus hoben Asam Albert, Max Leuprecht, Johann Kellner sowie Hugo Schadeck, Heinz Brunner und Peter Wührer mit weiteren Mitstreitern den EHC Bad Aibling aus der Taufe. Von Beginn an herrschte eine große Aufbruchsstimmung unter den EHC-Pionieren und Eishockey-Fans. Bereits in dem Gründungsjahr konnte der 100ste Mitgliedsantrag ausgegeben werden. Nach Aussagen von „alten Weggefährten“ löste die Gründung großes „Eishockey-Fieber“ in der Region aus.

Mini- und Power für die Zukunft bei den „Aibdogs“: Annika Zillmann (links) mit Bruder Mario

Anfangs Training an anderen Spielstätten

Die „Erste“ ging anfangs in der Landesliga auf Punktejagd. Nachdem die eigene Spielstätte noch im Bau war, mussten die Eishockeyspieler ihre Trainingseinheiten aber in den Anfängen noch in Rosenheim, Grafing, Miesbach oder Waldkraiburg abhalten.

Neben dem erfolgreichen Engagement auf der Eisfläche legte der EHC aber auch auf dem gesellschaftlichen Parkett richtig los. Mit seinen Faschingsaktivitäten, Flohmärkten und Weihnachtsfeiern war er aus dem Aiblinger Gesellschaftsleben fortan nicht mehr wegzudenken.

Ab der Saison 1985/86 gingen dann auch kontinuierlich die ersten Nachwuchs-Teams von der Kleinstschüler-Mannschaft bis zu den Junioren aufs Eis. Parallel dazu sorgte die erste Mannschaft in der Bayernliga für Furore.

1981 aus der Taufe gehoben

In diese Zeit fiel auch der erste internationale Auftritt. Die „Zweite“ erhielt eine Einladung zu einem Freundschaftsturnier nach Moskau, zur Werkstattmannschaft des Automobilwerks Leninskij Konsonol.

1996 wurde unter Franz Bradaric schließlich eine neue Sport-Ära eingeläutet. Der neue Vorstand war der große Verfechter für die Vision eines Semi-Professionellen Eishockeys in Bad Aibling. Dazu erfolgte neben der Namensänderung in „Dragodiles“, die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Die Eishalle erhielt einen VIP-Lounge samt Catering-Verpflegung. Als große Zielvorgabe wurde der Aufstieg in die 2. Bundesliga vorgegeben. Um dies erreichen zu können, gaben sich so namhafte Trainer wie der Kanadier Jim Raymond oder Rudi Tomanek, Cal Russel, Peter Kathan oder auch Markus Berwanger die Türklinge des Aiblinger Eisstadions in die Hand.

Entscheidungsspiel gegen Kaufbeuren

Zum „Final Countdown“, der Vision „Aufstieg 2. Liga“, kam es dann beim Entscheidungsspiel gegen Kaufbeuren. Nachdem dieses Endspiel verloren ging, folgte der sofortige Niedergang. Die Geschäftsstelle wurde geschlossen, die Vorstandschaft trat zurück, die Sponsoren waren verschwunden und der Eishockey-Nachwuchs zu den Nachbarvereinen abgewandert. Die Bad Aiblinger „Dragodiels“ waren Vergangenheit. Was blieb, war ein aufgelaufener Schuldenstand von knapp 100000 Euro. Landauf und landab wurde bereits vom Aus des Aiblinger Eishockeys gesprochen.

Die erste erfolgreiche Landesliga-Mannschaft der Aibdogs in der Saison 1984/85 um Coach Leech (links mit Hose)

Engagiertes Sextett setzte sich ein

Damit wollten sich aber ein engagiertes Sextett nach dem Aufwachen aus der Schockstarre nicht abfinden. Thilo Ohrendorf, Peter Ernst, Thomas Schadeck, Lutz Lang sowie Petra und Albert Obergschwendtner stemmten sich vehement gegen den drohenden und totalen Kahlschlag.

Harte Zeit des Wiederaufbaus

„Was folgte war eine Operation am offenen Herzen des Aiblinger Eishockeys“, blickt Petra Obergschwendtner mit einem leichten Kopfschütteln auf die harte Zeit des Wiederaufbaus zurück. Das entwickelte Sanierungskonzept sah eine Finanzstruktur vor, die auf eine komplette Neuausrichtung des „Scherbenhaufen-Vereins“ fußte. Mit unbeschreiblichem Idealismus, Engagement, vielen Unterstützern und der stetigen Hoffnung auf eine positive Wendung, konnten die Verbindlichkeiten unter dem neuen Vereinsnamen „Aibdogs“ in zehn Jahren abgebaut werden. „Unsere Wiederbelebungsmaßnahmen waren nach harten Kämpfen vom Erfolg gekrönt“, zeigt sich Thomas Schadeck auch heut noch begeistert. Die „Aibdogs“ meldeten sich somit mit beeindruckender Kämpfermentalität und selbstbewusster denn je in der heimischen Eishockey-Szene zurück.

Eckpfeiler des Breitensports

Heute verstehen sie sich als wichtiger Eckpfeiler im Breitensportbereich des regionalen Eishockeys. Dies beginnt schon bei der Laufschule und endet bei dem Jugend und Junioren-Team, das in der höchsten bayerischen Nachwuchsliga spielt. Die Senioren jagen dem schwarzen Puck in der Landesliga und Bezirksliga nach.

Soziales Engagement groß

Neben dem Sportlichen leben die „Aibdogs“ aber auch ihr soziales Engagement weiter. Dazu gehören Benefizaktionen für die BR-Sternstunden oder für Betroffene des Zugunglücks 2016.

Die „Aibdogs“ sind - wie der ursprüngliche „EHC“ – wieder eine Familie, für Jung und Alt, Klein und Groß, für alle, die Spaß am Eishockey haben.

Zahlen – Daten – Fakten

• Heimspiel-Stätte, Eis-Stadion an der Freizeitanlage an der Lindenstraße 32, Bad Aibling.

• Maximale Zuschauerkapazität: 1200.

• Durchschnittliche Zuschauerkapazität bei Heimspielen der Senioren-Teams: Rund 200.

• Durchschnittlicher Kartenpreis: Stehplatz sieben Euro, Sitzplatz neun Euro.

• Zum Pool der Hauptsponsoren gehören: Brauerei Maxlrain, MaFi24 Industrieservices, Freilinger & Geisler sowie über 40 weitere Sponsoren.

• 311 Vereins-Mitglieder.

• 169 Kids und Jugendliche.

• Zwei Senioren-Teams in der Landes- und Bezirksliga.

• Neun Nachwuchsmannschaften.

• 36 Trikot-Sätze für die Mannschaften.

• 178 Punktespiele in der Saison 2019/2020.

• 3650 gefüllte Waschmaschinen (Privat) für Trikot-Wäsche einer Saison.

• 47 Kinder bei der Laufschule (Alter vier bis sechs Jahre).

• 18 Trainerinnen und Trainer.

• Viele ehrenamtliche Betreuer und „Spiele-Offizielle“ wie Punktrichter, Zeitnehmer, Strafbankbetreuer und die Ansage, ohne die ein Spiel nicht möglich wäre.

• 3972 Paar gebundene Schlittschuhe bei den Kleinen durch die Betreuer in einer Saison.

• Preis für Schlittschuhe: 20 bis 1200 Euro.

• Zurückgelegte Kilometer aller Teams in der Saison 2019/2020: 18147 Kilometer.

• Besonderheit: Die Spieler der Ersten und Zweiten Mannschaft bezahlen Mitgliedsbeiträge und bekommen kein Spielerentgelt.

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