nonfiktionale 2015: Schauplätze

"Film ab" beim Festival der anderen Art

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Bad Aibling - Zum mittlerweile achten Mal öffnet in diesem Jahr die "nonfiktionale" im Lindenkino ihre Tore für Filme, die einen ganz besonderen Blick auf das tägliche Leben gewähren:

"Ein Filmfestival, auf das wir selber gehen würden. Gutes Programm mit interessanten Diskussionen", so beschreibt die Festivalleiterin Dr. Tamara Danicic ihre Erwartungen an die achte Auflage der "nonfiktionale" in Bad Aibling vom 12. bis 15. März. Auf dem Programm stehen ausschließlich Dokumentarfilme, die in diesem Jahr unter das Motto "Schauplätze" fallen.

Gespräche auch über den Saal hinaus

Mit der Stadt Bad Aibling als Partner von Anfang an, präsentiert das Team um Dr. Tamara Danicic an den vier Tagen Filme aus dem deutschsprachigen Raum. Das Besondere am Festival an der Mangfall: Die Filmemacher sind bei den Vorstellungen anwesend und stehen danach den Anmerkungen des Publikums Rede und Antwort. "Oft entstehen dabei Gespräche, die weit über den Kinosaal hinausgehen", erklärt Danicic. Der Diskussion wird dabei ebenso viel Raum eingeräumt, wie dem Film an sich. 

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Insgesamt wurden im Vorfeld des aktuellen Festivals rund 300 Filme eingereicht. Zusammen mit fünf Kollegen traf die Festivalleiterin dann eine Vorauswahl. Zum Beginn der Kinotage stehen jetzt 16 Filme aus Deutschland und Österreich auf dem Programm. Unter dem Motto "Schauplätze" hat sich dennoch eine bunte Mischung versammelt. Angefangen mit einem Preisträger der Berlinale, "Das große Museum" von Johannes Holzhausen, über Kurzfilme an Drehorten aus dem In- und Ausland, bis hin zu abendfüllenden Dokumentationen bietet die nonfiktionale in Bad Aibling wohl für jeden Geschmack den richtigen Film.

Filme, Diskussion und Medienpädagogik

Neben den Filmen der Profis und den Diskussionen im Kinosaal bietet die "nonfiktionale" einen zusätzlichen Einblick in die Welt der Filmschaffenden. In eigenen Seminaren und Workshops lernen die Bad Aiblinger Schüler ihren "Blick auf die Wirklichkeit" zu schärfen, üben sich in Filmkritik und stellen dazu noch einen eigenen Film auf die Beine, der die Bad Aiblinger Tafel näher beleuchten soll. "Ich bin gespannt. Ich glaube, da kommen in diesem Jahr noch die eine oder andere Nachtschicht auf die Schüler zu," schmunzelt Dr. Tamara Danicic. Der fertige Film soll dann zur Preisverleihung am Sonntag fertig sein. 

Diskussionen mit den Filmschaffenden bilden einen Schwerpunkt der nonfiktionale in Bad Aibling

Über ihre aktive Beteiligung hinaus vergeben die Nachwuchsfilmer im Rahmen des Festivals den sogenannten Bürgerpreis in Höhe von 500 Euro, der von einem Aiblinger Ehepaar zur Verfügung gestellt wird. Der Gewinner des Nonfiktionale-Preises der Stadt Bad Aibling kann sich dann sogar über 2.000 Euro freuen.

"In diesem Jahr gibt es sogar noch einen weiteren Preis, eine professionelle Ausrüstung der Firma SACHTLER," so Danicic. Die beste Kameraarbeit wird mit einem professionellen Stativ und passendem Zubehör des Herstellers geehrt. Die dreiköpfige Jury bilden in diesem Jahr der Bozener Regisseur Andreas Pichler, die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Kamerafrau Susanne Schüle und der Geschäftsführer des Filmbüros Bremen Klaus Becker.  

Quelle: rosenheim24.de

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