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Lehrer und Kommunalpolitiker

Bad Aiblinger Herbert Gornig feiert seinen 85. Geburtstag

Glückwünsche für den Jubilar: Bürgermeister Stephan Schlier (rechts) und Altbürgermeister Felix Schwaller (links) gratulierten Herbert Gornig zum 85. Geburtstag.
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Glückwünsche für den Jubilar: Bürgermeister Stephan Schlier (rechts) und Altbürgermeister Felix Schwaller (links) gratulierten Herbert Gornig zum 85. Geburtstag.

Herbert Gornig prägte als „Lehrkraft der ersten Stunde“ das Bad Aiblinger Gymnasium, an dem er auch den heutigen Landrat Otto Lederer unterrichtete. Ein Blick auf sein bewegtes Leben.

Bad Aibling – Herbert Gornig ist kein gebürtiger Aiblinger, aber er ist eine bekannte örtliche Persönlichkeit und ein profunder Kenner der Kurstadt, um die er sich verdient gemacht hat. Jetzt feierte er seinen 85. Geburtstag.

Der Jubilar erblickte in Friedenau im oberschlesischen Landkreis Cosel, der heute zu Polen gehört, das Licht der Welt und ging zunächst im benachbarten Bauerwitz zur Schule. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 kam er mit Mutter und Schwester als Flüchtling nach Bad Aibling.

Gornig unterrichtete Otto Lederer

Die Familie war zuerst für einige Monate im Kurhaus untergebracht und wohnte dann fünf Jahre lang in nur einem Zimmer im damals zum Flüchtlingsheim umfunktionierten Hotel Johannisbad. Später bezogen sie eine Wohnung der Baugenossenschaft Bad Aibling in der St.-Georg-Siedlung. Noch heute ist er Mitglied der inzwischen mit Bruckmühl fusionierten Genossenschaft und engagierte sich dort mehrere Jahre als Aufsichtsratsmitglied.

Nach dem Besuch der Grundschule trat er ins Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasium über, wo er 1956 sein Abitur ablegte. Anschließend absolvierte er sein Lehramtsstudium in München. Nach der Referendarzeit kehrte er 1964 als Lehrer für Latein und Deutsch an das Ignaz-Günther-Gymnasium zurück.

1974 wechselte er als „Lehrkraft der ersten Stunde“ ins neugegründete Aiblinger Gymnasium und betreute dort 1980 auch die erste Kollegstufe.

Zu seinen Schülern in Bad Aibling zählte unter anderem der heutige Rosenheimer Landrat Otto Lederer. Seine pädagogische Laufbahn beendete er 2001 als Studiendirektor. Der bayerische Philologenverband würdigte seine herausragenden pädagogischen Leistungen mit der goldenen Ehrennadel.

Lehrer und Kommunalpolitiker Herbert Gornig

Doch nicht nur in seiner schulischen Tätigkeit zeigte Herbert Gornig großes Engagement, sondern auch in der Kommunalpolitik der Kurstadt. Er gehörte von 1974 bis 1990 für die CSU dem Aiblinger Stadtrat an, wo er unter anderem Schulreferent und in verschiedenen Ausschüssen tätig war. Zudem fungierte er sieben Jahre lang als Fraktionssprecher. 1974 organisierte er den Wahlkampf für den damals neu ins Bürgermeisteramt gewählten Josef Riedl. Später unterstützte er auch Felix Schwaller.

Großen Einsatz zeigte Herbert Gornig auch beim Aufbau der Pfarrei St. Georg, wo er im Pfarrgemeinderat mitwirkte. Auch für die jüngere Geschichte der Kurstadt interessierte sich der Jubilar. Aus der von Dr. Gottfried Mair herausgegebenen stadthistorischen Serie „Bad Aibling – Geschichte einer Stadt“ schrieb der Jubilar den 2007 erschienenen zweiten Band mit dem Titel „Bad Aibling nach dem 2. Weltkrieg“, in den auch seine persönlichen Erfahrungen als Flüchtling einflossen. Von seinem stadtgeschichtlichen Wissen profitierten zudem die Mitglieder des „Historischen Vereins“ durch seine Vorträge.

Viele Jahre kam der 85-Jährige zum Stammtisch ins Hotel Lindner und pflegte den Kontakt zum Hotel Johannisbad, seinem ersten Aiblinger Wohnsitz. Dort gratulierte ihm bei einem kleinen Festakt Bürgermeister Stephan Schlier mit einem Präsent und würdigte den Jubilar als „Aiblinger Urgestein, das fest zur Stadt gehört“.

Als Stadtrat vieles durchgesetzt

Altbürgermeister Felix Schwaller hob hervor, dass Gornig, der auch Glückwünsche von Landtagspräsidentin Ilse Aigner erhalten hat, in seiner Stadtratsfunktion unter anderem vieles für die örtlichen Schulen und Kindergärten durchgesetzt habe. „Er hat mich außerdem in die Politik eingeführt, er war ein guter Lehrherr“, konstatierte er und ergänzte: „Er hat meinen ersten Wahlkampf organisiert und mich auch später tatkräftig unterstützt.“

Bei dem kleinen Festakt kamen auch viele Anekdoten aus der Lokalpolitik zur Sprache. „Bei meiner Tätigkeit im Stadtrat war es mir wichtig, dass es sozial und gerecht zugeht, das war mein Bestreben“, erklärte der Jubilar.

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