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Verein „Mut & Courage“ will informieren

Bundesweiter Aktionstag am 19. September: Schulterschluss für Zivilcourage in Bad Aibling

Irene Durukan, Vorsitzende des Aiblinger Vereins „Mut & Courage“ hat die Mutmach-Sprüche für den Aktionstag schon vorbereitet.
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Irene Durukan, Vorsitzende des Aiblinger Vereins „Mut & Courage“ hat die Mutmach-Sprüche für den Aktionstag schon vorbereitet.

Hinsehen und nicht wegschauen. Einstehen für seine Überzeugungen und für andere Menschen. Das alles steckt hinter dem Verein „Mut & Courage“ in Bad Aibling und hinter dem Tag der Zivilcourage am kommenden Sonntag, 19. September.

Bad Aibling – „Die Wurzel für Zivilcourage ist Selbstbestimmung, Gemeinschaft, Solidarität und Werte-Vorstellungen basierend auf Gleichheit und Demokratie“, betont Irene Durukan, Vorsitzende von „Mut & Courage“.

Kummerbox und Mutmacher

Zusammen mit ihren Mitstreitern ist sie am Sonntag auf dem Marienplatz. Im Gepäck hat sie neben Kummerboxen, Geldbeutel-Kärtchen mit Tipps fürs richtige Handeln in Gefahrensituationen sowie Mutmach-Zettel. Auf diesen sind Motivationssprüche wie „Ich glaube an mich“ oder „Ich bin richtig, wie ich bin“ zu lesen. Am Informationsstand stehen Durukan und weitere Vereinsmitglieder zum Austausch von Gedanken und Ideen parat. Zugleich leisten sie bei Bedarf aktive Hilfestellungen und geben Tipps zum richtigen und couragierten Verhalten in verschiedenen Situationen. „Dazu gehört beispielsweise der sogenannte Opferklau. Darunter versteht man, eine Person aus einer brenzligen oder unangenehmen Situation rauszuholen“, schildert Durukan.

Mindestens die Polizei rufen

Sie will verdeutlichen, dass jeder die Wahl hat, sich richtig zu verhalten. „Und wenn man nur das Mindeste tut, nämlich die Polizei rufen“, betont sie. Eines sei dabei wichtig: „Beispielsweise durch Siezen für andere die Situation verdeutlichen. Nicht immer ist erkennbar, ob es sich um einen Streit unter Freunden handelt oder eine Bedrohung besteht“, erklärt Durukan. Und weiter: „Wer sich einmischt und dazwischen geht, riskiert dabei, eigenen Schaden in Kauf zu nehmen“, betont Durukan. Zivilcourage fange aber nicht nur in schwierigen Situationen. bei Belästigung oder Prügeleien an. Wer gegen Mobbing vorgeht oder Missstände aufdeckt, zeige ebenfalls Courage.

Anzeigekultur verbesserungswürdig

Verbesserungswürdig sei überdies die Anzeigenkultur. Es kann nur jemand zur Rechenschaft gezogen werden, wenn Anzeige erstattet wird. Umsicht mit der Datenaufnahme sei dabei ebenfalls erforderlich. „Es ist nicht gut, wenn der Täter den Namen oder die Anschrift des Helfers oder des Opfers mitbekommt“, weiß sie aus eigener Erfahrung. Opfer- und Helferschutz seien hier zwei wichtige Schlagworte.

Und eines ist pathologisch: Wer einmal mit seiner Tat durchkommt, für den gebe es keine Grenze mehr. Er wiederhole das Fehlverhalten immer wieder, um seinen Willen zu bekommen.

Netzwerke und Vereine in Deutschand, Österreich und der Schweiz

Wie wichtig Zivilcourage ist, untermauern Netzwerke, Vereine und Initiativen, die sich mehr und mehr gründen. „Es gibt immer mehr Mitstreiter. Bad Aibling ist dabei aktuell der südlichste Part in Deutschland. Überhaupt hat Bayern noch Nachholbedarf. Was aber toll ist, dass am Tag der Zivilcourage bereits auch Organisationen aus Österreich und der Schweiz mitmachen“, sagt Durukan. Nur so könne man ein Zeichen gegen die Verrohung der Gesellschaft setzen.

„Denn das Bespucken von Polizisten oder Hetze in sozialen Medien entgegentreten“, ist die Aiblinger Vorsitzende überzeugt. Ein Schulterschluss gegen Gewalt und Abwertung in jeglicher Form müsse erfolgen – im Namen der Zivilcourage. „Denn die Gemeinschaft ist stark“, so Durukan.

Sie betont, dass die Gesellschaft positive lebensbejahende Vorbilder. „Wir brauchen wieder mehr Zuversicht und Gefühl für Gemeinschaft. Alleine werden wir Vieles nicht schaffen. Alleine sind wir einsam“, hebt sie hervor. Dabei könne es einfach sein zu helfen. Mut im Alltag sei die Voraussetzung für couragiertes Handeln.

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