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Neubau würde von Satzung abweichen

Diskussion um Fenster-Gestaltung im Bad Aiblinger Bauausschuss

In der Nachbarschaft des „Blaufärberhauses“ soll ein Neubau entstehen, der sich laut Gestaltungssatzung in den historischen Kontext einfügen soll.
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In der Nachbarschaft des „Blaufärberhauses“ soll ein Neubau entstehen, der sich laut Gestaltungssatzung in den historischen Kontext einfügen soll.

Wie etwas gestaltet wird, gibt die Bad Aiblinger Gestaltungssatzung vor. Aufgrund eines abweichenden Antrags diskutierte der Bauausschuss nun über liegende und stehende Fenster.

Bad Aibling – Was erlaubt ist und was nicht, gibt grundsätzlich die Bad Aiblinger Gestaltungssatzung vor. Darin ist aufgelistet, wie unter anderem Gärten, Dächer und Fenster gestaltet werden sollen. Aufgrund eines Antrags zur Abweichung von der Satzung diskutierte der Bauausschuss über liegende und stehende Fenster.

Aber von vorne: An der Sonnenstraße soll ein Neubau entstehen. Allerdings sollen die Fenster anders aussehen, als es die Satzung vorgibt. Deshalb lag ein Antrag zur Änderung vor: „Die Fensterelemente sind überwiegend als zweiflügelige Elemente geplant, sodass die einzelnen Flügel weiterhin im Einklang mit der Gestaltungssatzung ein stehendes Konzept aufweisen.“

Diesem Antrag steht die Satzung gegenüber: „Fensteröffnungen sind als stehende Rechtecke zu gestalten, damit sie sich an das Vorbild der historischen Fassadengestaltung anpassen.“ Passend dazu warf Bauamtsleiter Andreas Krämer Folien an die Wand – hier stehende rechteckige Fenster, dort liegende rechteckige Fenster.

Fenster als stehende oder liegende Rechtecke?

„Ich kann es nicht verstehen“, schüttelte Martina Thalmayr (Grüne) den Kopf. Der Neubau würde sich auch mit den geänderten Fenstern einpassen. Es soll schließlich in Nachbarschaft des historischen Hauses – „wir nennen das immer Blaufärberhaus und für mich ist es das schönste in Bad Aibling“ – entstehen. „Müssen wir uns in Bad Aibling so einschränken? Wir müssen moderner auftreten“, forderte sie. Dass es Regeln gibt, befürwortet sie, allerdings ist sie der Ansicht, dass „Regeln dynamisch sein müssen“, erklärte sie nach der Sitzung auf Anfrage.

Von der Satzung abweichen?

Das sieht Florian Weber (BP) ganz anders: „Wenn wir an unserer Satzung festhalten, können wir der Abweichung nicht zustimmen“, sagte er. Und: „Wir können alles freigeben, aber dann brauchen wir uns nicht mehr an die Satzung halten.“ In Richtung Thalmayr sagte er: „Wir können doch nicht alles hässlich machen, damit Historisches besser zur Geltung kommt.“

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Johann Schwaiger (CSU) fragte, warum „wir es an den Fenstern festmachen?“ und Sebastian Uhl (Grüne) fand letzten Endes, dass man den Abweichungen zustimmen solle. Was das Gremium mit knapper Mehrheit (6:5) am Ende des Punktes auch tat.

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