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Von Mohamed Ali Kabze bei Bad Aibling entworfen und gebaut

Brutzeln mitten im Grünen: Der Charme handgemachter Gartenküchen

Bild von Außenküche
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Die Gartenküchen von Mohamed Ali Kabze sind überdacht. Die verbauten Materialien stammen alle aus der Region, das Holz ist teilweise bis zu 150 Jahre alt.

Mohamed Ali Kabze stammt aus dem Frankfurter Raum, wo er Stuckateur lernte. Mit seiner Maurerfirma hat er in Südfrankreich jahrzehntelang historische Häuser restauriert und baut jetzt bei Bad Aibling ganz besondere Außenküchen: Jede ist ein maßgeschneidertes Unikat und besteht zu hundert Prozent aus Altholz. Wir haben uns mit ihm über nachhaltige Materialien, traditionelle Handwerkskunst und individuelle Gartenküchenträume unterhalten.

von Raphaela Kreitmeir

Wie kommt man als Stuckateur zum Bau von Außenküchen?

Das hat sich, wie so vieles in meinem Leben, ergeben. Als ich mit meiner Familie in der Provence arbeitete und lebte, haben wir die Gartenküche als einen ganz zentralen Teil des Savoir-vivre kennengelernt. Diese Kunst des Lebens besteht darin, gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen, und da gehört das gemeinsame Kochen und Genießen einfach dazu. Diese Sommerküchen, wie sie dort genannt werden, verfügen meist über einen Pizzaofen und Grill und sind der Mittelpunkt des sozialen Miteinanders, wo sich Familie und Freunde treffen. Das hat mich fasziniert und nach unserem Umzug zurück nach Deutschland ist aus der Faszination eine konkrete Idee geworden, die ich mit Alnatural verwirkliche. 

In Südfrankreich gibt es ja so etwas wie eine Schönwettergarantie, die zum Kochen im Freien einlädt. Das ist bei uns weniger der Fall.

Deswegen sind meine Gartenküchen auch alle überdacht und ich richte sie so auf dem Grundstück aus, dass optimaler Windschutz besteht und ein Wohlfühlort entsteht, selbst wenn es regnet oder kälter ist. Bei einem Kunden habe ich die Küche auf Wunsch geschlossen, sodass er jetzt einen zusätzlichen Wohnraum hat, in dem er übrigens das letzte Weihnachten mit seiner Familie gefeiert hat.

Mohamed Ali Kabze baut Außenküchen aus Holz

Woher stammen die Materialien, die Sie verbauen?

Allesamt aus der Region. Ich verwende das Holz alter Stadel und Scheunen, säubere die teilweise 100 bis 150 Jahre alten Bretter und Balken und verarbeite sie erneut. Nachhaltigkeit spielt bei meiner Arbeit eine große Rolle, so verwende ich nicht nur Altholz, sondern decke die Dächer auch mit alten Dachziegeln und setze antike Fenster ein, wie ich insgesamt versuche, mich an traditionellen Materialien zu orientieren und überlieferte Techniken zu verwenden.

Welche traditionellen Techniken setzen Sie ein?

Ich verzapfe die Hölzer, wie man das früher gemacht hat, statt sie wie heute üblich zu verschrauben. So kann man die Küche bei einem Umzug zerlegen und dann wieder aufbauen. Eine schöne, sichtbare Verzapfung könnte man im dekorativen Sinne auch als Stuck bezeichnen – und so schließt sich der Kreis. Meine Verputztechniken mit Lehm und Kalk wurden schon vor Hunderten von Jahren so gemacht und sind gut geeignet, um Sturm und Regen standzuhalten. Sie schaffen zudem ein wunderbares Raumklima. Und dann habe ich die Terrazzo-Technik neu belebt. So können die Kunden ihre Arbeitsplatten ganz nach eigenen Farbvorstellungen gestalten und auch Lieblingssteine oder Muscheln integrieren. 

Wie viel Individualität ist bei einer Außenküche möglich?

Ganz viel. Das fängt damit an, dass ich dem Kunden ganz genau zuhöre, was er sich wünscht und wofür er die Küche braucht, ob er also beispielsweise dort Pizza backen will oder „nur“ grillen. Dann nehme ich den Ort in Augenschein, berücksichtige die Bedingungen ebenso wie den Stil des Hauses und dann beginne ich mit den Entwürfen, bringe Materialien mit, die sich eignen würden, und kreiere nach den Wünschen der Kunden ihre ganz persönliche Wohlfühlküche.

Mehr Infos zu Mohamed Ali Kabze und seinen Gartenküchen unter www.alnatural.de

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