Maxlrainer Kultursommer 2017

600 begeisterte Zuhörer beim "Mozart-Reqiem"

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Bad Aibling – Nach „Carmina Burana“ 2016 im Kurhaus von Bad Aibling erlebten Gäste in der Kirche St. Georg in Bad Aibling am Sonntagabend ein weiteres Highlight im Rahmen des Maxlrainer Kultursommers 2017.

Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Zuhörer an einem einzigartigen Konzerterlebnis teilnehmen konnten: Georg Friedrich Händels„Concerto grosso“ (op.6, Nr. 4, a-moll) und das„Mozart-Requiem“ (in d-moll).

Der Abend wurde eingeleitet mit einer Begrüßung durch den Hausherrn, Pfarrer Georg Neumaier. Die „C apella Cantabile“, ein junges Orchester aus Traunwalchen, unter Leitung des Konzertmeisters und Dirigenten Alexander Krins intonierte als erstes das Werk Händels. Diesem musikalischen Ohrenschmaus folgte Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem, der eigentliche Konzerthöhepunkt des Abends.

Klangkörper von über 120 Sängerinnen und Sängern

In dem einzigartigen Projekt bringt der erfahrene und traditionsreiche Joseph-Haas -Chor mit vielen Stimmen des Oberstufenchors des Bad Aiblinger Gymnasiums das Mozart-Requiem zur Aufführung. Zusammen bilden sie einen Klangkörper von über 120 Sängerinnen und Sängern. 

Susanne Tutert hat als Musikpädagogin und Chorleiterin das Projekt initiiert und mit Leben erfüllt. Die Gesamtleitung übernahm die Chordirigentin und Gesangspädagogin Anna Töller, die auch den Joseph-Haas-Chor leitet. Susanne Tutert begleitete sowohl das Concerto grosso als auch das Requiem an der Orgel.

Der Kulturförderverein Mangfalltal mit seinem Vorsitzenden Sepp Ranner und dem künstlerischem Leiter Hannes Rott unterstützte das Projekt der Musikpädagoginnen und Dirigenten mit Orchester und Chören durch Organisation und Werbung. Es wurde ein wesentlicher Teil des diesjährigen Maxlrainer Kultursommers. Als Solisten wirkten mit Claire Elizabeth Graig (Sopran), Eva Leitner (Alt), Michael Etzel (Tenor) und Alexander Kiechle (Bass).

Das Mozart-Requiem

Das Mozart-Requiem in d-moll ist Wolfgang Amadeus Mozarts le tzte Komposition und gilt heute als eines seiner größten Werke, nicht zuletzt deswegen, weil ihm eine ungeheure Kraft und enormer spiritueller Ausdruck innewohnt. Sein Werk kann er jedoch n icht vollenden: Während der Arbeit an der Totenmesse stirbt er. Das Requiem wird so zur eigenen Totenmesse. Vollendet wird das Werk von Franz Süssmayer, einem Schüler Mozarts. Er verwendet bei den Ergänzungen schriftliche und wahrscheinlich auch mündlich geäußerte Kompositionspläne des großen Meisters.

Die Zuhörer bedanken sich nach dem Konzert mit anhaltendem Applaus. Sie sind offensichtlich tief beeindruckt von der Klangfülle, dem harmonischen Zusammenspiel derartig vieler Interpreten, sowie dem musikalischen Können der Solisten und nicht zuletzt von den exakten Einsätzen der Chöre, des Orchesters sowie der Sängerinnen und Sänger – initiiert von Chorleiterin und Dirigentin Anna Töller.

Die Bewertung der Leistung des gesamten Ensembles muss einer berufeneren Feder vorbehalten sein; wesentlich aber ist, dass die Zuhörer dieses Konzerterlebnisses ganz sicher als Beschenkte die Kirche St. Georg verlassen haben.

600 begeisterte Zuhörer beim "Mozart-Reqiem"

Lutz Ellermeyer

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