Vernissage am 18. Februar in Bad Aibling 

Kunst verbindet: Junge Geflüchtete stellen ihre Bilder aus

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Bad Aibling - Eine außergewöhnliche Ausstellung wurde am 18. Februar um Café FRIENDS eröffnet: Fünf junge Geflüchtete gestalteten lebensgroße Körperbilder, mit denen sie ihre Gefühle und Erlebnisse darstellen wollen.

Am Sonntag, den 18. Februar war es soweit – im Rahmen des Café FRIENDS vom Kreis Migration Bad Aibling e.V. konnten ca. 80 Besucher und Besucherinnen die lebensgroßen Körperbilder von jungen Geflüchteten im Gemeindehaus der Evang.-Lutherischen Kirche in Bad Aibling bestaunen. 

„Wir wussten anfangs ja gar nicht, dass wir ausstellen“

In den Praxisräumen der Kunst- und Traumatherapeutin Elke Mayer-Gruhl hatten fünf junge Geflüchtete aus Afghanistan, Togo, Nigeria und Senegal unter Anleitung von Cornelia Neimcke (Pro Arbeit Rosenheim e.V.) und Elke Mayer-Gruhl die Möglichkeit, ihre Fluchterlebnisse und ihr momentanes Befinden in Deutschland kreativ und malerisch zu bearbeiten. 

„Wir wussten anfangs ja gar nicht, dass wir ausstellen“, waren die Worte eines Teilnehmers vor seinem lebensgroßen Werk. Authentische und berührende Körperbilder entstanden. Die Idee einer Ausstellung, die es den jungen Menschen ermöglicht über ihre Erlebnisse und ihre Integrationsbemühungen zu sprechen, entstand bei den jungen Geflüchteten im kreativen Prozess und wurde von allen Beteiligten begrüßt. 

Fluchterlebnisse sollen so verarbeitet werden

„Bei dieser Ausstellung handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Kunstausstellung. Die jungen Berufsschüler sollten vielmehr eine Möglichkeit erhalten, etwas von ihren Erlebnissen und Gefühlen darzustellen. Dadurch kann es gelingen, die Fluchterlebnisse zu verarbeiten“, so Elke Mayer-Gruhl. 

Umrahmt wurde die Ausstellung durch ein Musikstück am Flügel, sowie einer kurzen Lesung des Textes „Die Flüchtlinge“, gelesen von Frau Gisa Prokop. Für das leibliche Wohl sorgten die Veranstalterinnen des Café FRIENDS (Kreis Migration Bad Aibling e.V.), der sonntägliche Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische im Evangelischen Gemeindesaal. Alle Beteiligten sind sich einig: „Eine gelungene Ausstellung und eine tolle Zusammenarbeit!“ 

Weitere Infos zu diesem Kunstprojekt erhalten Interessierte bei Frau Cornelia Neimcke (Dipl.-Sozialpädagogin), Pro Arbeit Rosenheim e.V., cornelia.neimcke@pro-arbeit-rosenheim.de, Tel. 08061/3887-180.

Pressemeldung PRO ARBEIT ROSENHEIM e.V.

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