Publikums-Magnet Bibliothek

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Die elektronische Ausleihe in der Stadtbücherei hat es vor allem auch den Kindern angetan.

Bad Aibling - Die Stadtbücherei im neuen Rathaus ist sehr beliebt. Besonders im Lesecafé halten sich viele Aiblinger gerne auf.

Mit ihrer riesigen Auswahl an Büchern, Zeitschriften, CDs und DVDs auf 600 Quadratmetern, WLAN und einem kompetenten Team ist die Stadtbücherei im neuen Rathaus zum Publikumsmagnet am Marienplatz geworden. Der Renner: das bestens genutzte Lesecafé, das die Bürger auch außerhalb der Büchereiöffnungszeiten aufsuchen können.

Zeitungslektüre im gemütlichen Lesecafé.

Mit dem Rathausneubau auf dem Marienplatz hat die Stadtmitte ein neues Gesicht bekommen. Dieses Bürgerhaus mit allen integrierten Funktionen ist moderner und letztendlich auch funktionstüchtiger geworden. Das Gebäude fasst Bürgerservice, Stadtbibliothek, Trauzimmer, Büroräume und Sitzungssäle unter einem Dach zusammen. Das Erdgeschoss wird durch Läden und ein Café bestimmt (wir berichteten).

Der erste Stock gehört der Bücherei, die sich nun auf gut 600 Quadratmetern ausbreiten kann. Sie ist eindeutig der Mittelpunkt des Gebäudes, bringt sie doch die meisten Besucher ins Haus. Die hellen, großzügigen Räumlichkeiten sind in den Farben Grün und Weiß gehalten. Die Fensterrahmen aus naturfarbenem Lärchenholz runden das Zusammenspiel der Farben ab.

Steigt man die lichtdurchflutete Treppe nach oben, wird man direkt vom Lesecafé empfangen. Es steht auch außerhalb der Öffnungszeiten den Gästen zur Verfügung, um bei Kaffeegenuss Zeitung zu lesen oder im Internet zu surfen. Ist die Bibliothek geöffnet, kommt der Leser durch eine offene Glastür unmittelbar in den Sachbuch- und Zeitschriftenbereich.

Möbliert ist das Lesecafé mit unterschiedlich hohen Tischen und Stühlen, ebenfalls in den Farben Grün und Weiß. Die Sessel sind wie im Inneren der Bibliothek in einem zarten Grau gehalten. Kunstwerke zieren den Raum, und bei gutem Wetter können die Besucher den Balkon und den Blick nach draußen über den Mühlbach genießen.

Die Regale sind in einer klaren Struktur aufgestellt. Die einzelnen Bereiche unterscheiden sich durch verschiedene Farben. Sitz- und Aufenthaltsbereiche, Computerarbeitsplätze, Hörstation und Kinderbereich lockern die klare Anordnung auf.

Den einzelnen Bestandsgruppen (Kinder, Belletristik, Sachbücher und Jugend) sind unterschiedliche Grüntöne zugeordnet. Die Fachböden der Regale sind weiß, die Sessel in Grau gehalten. Ein besonderer Blickfang sind die zahlreichen Steh- und Wandleuchten, die eine "Wohnzimmeratmosphäre" entstehen lassen.

Die Info-Theke befindet sich in der Mitte des Raumes. Im Eingangsbereich finden sich die AV-Medien, der Jugendbereich, eine Hör-Station, der Lernbereich sowie zwei Internet-Arbeitsplätze. Da das gesamte Gebäude wie auch der Marienplatz mit WLAN ausgestattet sind, können die Leser mit ihren eigenen Notebooks und Tablets im Internet surfen, Mails beantworten oder auch E-Medien herunterladen.

Die Belletristik ist an diesen Bereich angegliedert. Die Kinderbibliothek befindet sich in der Nähe der Mitarbeiterbüros. Dies ist der einzige Teil, der noch durch Farben und kindgerechte Details optimiert werden soll.

Hinter der Wand im Eingangsbereich sind die Sachbücher und die Zeitschriften aufgestellt. An der Wand befinden sich die Terminals zur Selbst-Verbuchung und Rückgabe der Medien. Durch die Glastür besteht die direkte Verbindung zum Lesecafé.

Zwischen dem ersten Öffnungstag am 30. Oktober 2012 und Mitte Dezember hatte die Bibliothek bereits 19000 Besucher und 250 Neuanmeldungen verzeichnet. Bad Aibling mit seinen gut 18000 Einwohnern hat eine der aktivsten Bibliotheken Oberbayerns. Die 23000 Medieneinheiten haben über 150000 Entleihungen zu verbuchen.

Das Bibliotheksteam hat mit der Neueröffnung eine Zeit des Übergangs abgeschlossen. Gut eineinhalb Jahre war die Bücherei im Heimathaus und in Containern untergebracht. Doch schon in der Übergangszeit wurden die Medien zum Einsatz auf RFID-Selbstverbuchung konvertiert. Auch wurde bereits mit der Umstellung auf die Klartext-Systematik begonnen. Seit März 2012 ist Bad Aibling im Onleihverbund BiblioLoad aktiv (wir berichteten).

re/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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