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Halfing, Schonstett und Söchtenau

Woher kommt das Löschwasser für Gunzenham? Interkommunale Lösung gefunden

Hier fließt das Wasser von der Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe ins Halfinger Netz: der Übergabeschacht des bestehenden Notverbundes Schonstett-Halfing.
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Hier fließt das Wasser von der Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe ins Halfinger Netz: der Übergabeschacht des bestehenden Notverbundes Schonstett-Halfing.

Löschwasser für Gunzenham, oder ein Rohrbruch zwischen Könbam und Rothmoos? Die Gemeinde Halfing muss in beiden Fällen die Wasserversorgung aufrechterhalten. Bisher konnte das zu einem Problem werden, doch jetzt hat die Gemeinde nun zusammen mit ihren Nachbargemeinden Schonstett und Söchtenau eine Lösung gefunden.

Halfing – „Das Warten hat sich gelohnt“, zeigte sich Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) in der jüngsten Halfinger Gemeinderatssitzung zufrieden. Für den Brandschutz im Ortsteil Gunzenham hat sich eine interkommunale Lösung aufgetan. Mittels eines Notverbunds zwischen dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe und der Gemeinde Söchtenau soll Gunzenham im Falle des Falles mit Löschwasser versorgt werden. Für diesen Vorschlag gab es einstimmige Zustimmung.

Halfing muss keinen Behälter bauen

Zuvor hatte Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) über den aktuellen Sachstand informiert. Anfang Juli gab es im Halfinger Rathaus ein Gespräch mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe und der Gemeinde Söchtenau bezüglich eines Notverbunds der beiden Wasserversorger beim Ortsteil Gunzenham. „Damit könnten wir den Brandschutz in den Ortsteilen Gunzenham und Sonnendorf sicherstellen, ohne dass von der Gemeinde Halfing ein Löschwasserbehälter gebaut werden muss.“

Zudem hätte die Gemeinde Halfing über diesen Verbund einen zweiten Wasserversorger, nämlich Söchtenau, an der Hand, der über das Leitungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe auch die Wasserversorgung der Gemeinde Halfing im Notfall sicherstellen könnte. Und der Zweckverband könnte für das gesamte Gemeindegebiet Schonstett eine Rückversorgung ermöglichen, wenn größere Störungen an der Hauptleitung auftreten sollten.

Eine Rückversorgung bei einem Rohrbruch

Die Schaffung eines Notverbunds mit der Gemeinde Söchtenau war vom Zweckverband schon im Jahr 2005 geplant gewesen, wurde dann aber aufgrund der hohen Kosten für den Zweckverband und die Gemeinde Söchtenau – damals war von jeweils 100 000 Euro die Rede – nicht umgesetzt, erinnerte sich Halfings Rathauschefin.

Die Gemeinde Söchtenau profitiere insofern von diesem Notverbund, so Braun weiter, dass über diesen die Ortsteile auf dem Gebiet der Gemeinde Halfing (Gunzenham, Sonnendorf, Rothmoos, Lungham) rückversorgt werden können, sollte es zum Beispiel zu einem Rohrbruch zwischen Könbarn und diesen Ortsteilen kommt. Was natürlich auch für das restliche Versorgungsgebiet der Gemeinde Söchtenau gilt.

Neben dem Notverbund mit der Gemeinde Prutting und der Wasserversorgungs-Genossenschaft Söchtenau würde dann eine dritte Versorgungsmöglichkeit bestehen. Die Kosten für die Verwirklichung dieses Notverbunds liegen nach einer ersten Kostenschätzung bei rund 180 000 Euro plus rund 20 000 Euro Planungskosten aber abzüglich gut 24 000 Euro Förderung.

Billiger als ein Löschwasserbehältnis

Aufgrund der Tatsache, dass die Gemeinde Halfing aktuell den größten Nutzen aus der Schaffung des Notverbunds zieht, wurde bei dem ersten Abstimmungsgespräch vorgeschlagen, die Kosten zu zwei Drittel Halfing und zu jeweils ein Sechstel Schonstett und Söchtenau zuzuschlagen.

Auf Halfing kommen damit rund 117 500 Euro zu, rechnete die Bürgermeisterin vor. Deutlich weniger als die Baukosten des Löschwasserbehälters inklusive aller Nebenkosten, die bei rund 182 000 Euro liegen.

Auf Söchtenau und Schonstett entfallen jeweils knapp 29 500 Euro.

Der Verbandsausschuss des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe habe auf seiner Verbandsversammlung einstimmig empfohlen, einer Schaffung des Notverbunds mit der Gemeinde Söchtenau und dem Ausbau der Löschwasserversorgung des Ortsteils Gunzenham in der Gemeinde Halfing zuzustimmen.

Abmachung ist wichtig

Tobias Hofer (FW) hakte nach, wie es mit Hydranten ausschaue. Stefan Schlaipfer (CSU) wollte wissen, ob bei dem Notverbund auch die Löschwasserentnahme geregelt sei. Das sei alles mit dabei, so die Bürgermeisterin Braun. Aber bislang gebe es nur eine erste Grobplanung. Sepp Hofer (FW) begrüßte die Idee eines Notverbunds: „Wasser ist unser höchstes Gut. Ein Notverbund ist wichtig.“

Mit 14:0 stimmte der Gemeinderat der Schaffung des Notverbunds zwischen dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe und der Gemeinde Söchtenau sowie dem Ausbau der Löschwasserversorgung des Ortsteils Gunzenham sowie der Kostenaufteilung zu.

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