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Sabine Kapfinger zu Gast

Wenn das Festzelt zum Tollhaus wird: „Frühling in Kiefersfelden“ erweckt Dorf zum Leben

Die Stimmung im Zelt war schon frühzeitig sehr ausgelassen.
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Die Stimmung im Zelt war schon frühzeitig sehr ausgelassen.

Darauf hat nicht nur die Gemeinde fast drei Jahre sehnsüchtig gewartet – das Fest der Kieferer, der „Bayerische Frühling“, ist zurück. Ein Rückblick aufs Wochenende gefüllt mit guter Musik, besonderen Gästen und viel guter Laune.

Kiefersfelden – Schon am Freitag ging es pünktlich los, als es die Böllerschützen der Schützengesellschaft Vorderkaiser Kiefersfelden nahe des Festzelts im wahrsten Sinn des Wortes so richtig krachen ließen.

Schnell füllte sich der angenehm beheizte Biertempel und die Musiker der Stadtmusikkapelle Kufstein, der Sensenschmied Musikkapelle Mühlbach, der Musikkapelle Oberaudorf und der Musikkapelle Kiefersfelden machten mächtig Stimmung im Stile einer „Quadrophonie“, also der akustischen Wiedergabe von vier Musikkapellen.

Ein Stein vom Herzen gefallen

Es war grad so, als hätte es nie eine Pause gegeben: Die Kellnerinnen wuselten emsig hin und her, bedienten ihre Gäste und hatten stets ein Lächeln auf dem Gesicht. Die Musikanten gaben an den Instrumenten ihr Bestes und die Zuschauer quittierten das mit zustimmendem Befall und prächtiger Laune. Da fiel auch Organisator Werner Schroller von der Musikkapelle Kiefersfelden ein Stein vom Herzen. „Es scheint, als hätten sich alle Sorgen und vielleicht auch Ängste sofort in Luft aufgelöst, bei der Stimmung hier im Zelt“, sagte er.

Musikkapelle sorgt für gute Stimmung

Und die Stimmung war wirklich außergewöhnlich. Schon recht früh standen die Menschen auf den Tischen und Bänken, sangen und jubelten ausgelassen zu den Tönen der Musikkapelle Kiefersfelden mit ihrem Dirigenten Jürgen Doetsch und vergaßen für einen kurzen aber glücklichen Moment alle Sorgen und Nöte.

Lange Zeit der Abstinenz

Festwirt Andi Pfeffer „wusste eigentlich schon vorher, dass das Zelt schnell voll wird. Die Leute haben sich doch geradezu nach dieser Geselligkeit und Abwechslung gesehnt nach der langen Zeit der Abstinenz“. Sehr zufrieden äußerte er sich auch über sein Team, das „sehr gut arbeitet und eigentlich überhaupt keine Anlaufzeit“ benötigte.

Männer tragen bestes Leder

Was vor allem auffiel: Die Besucher des Festes waren gut gekleidet: Die Frauen und Madl in feschem Dirndl und die Buben und Männer trugen ihr bestes Leder oder glänzten in feinem Lodengwand. „Eine wirklich ausgesprochen Freude bei den Besuchern“ erkannte auch Bürgermeister Hajo Gruber (UW). Ob nun die Kieferer oder die vielen Gäste aus Tirol, „es ist grad so, als wäre unser Dorfleben nach der langen Corona-Pause wieder erwacht“.

Dafür dankte er vor allem „dem Organisationsteam, das hervorragende Arbeit leistet für dieses würdige Fest“. Das genoss auch Sabine Kapfinger, die „Zabine“, die als Sängerin bei Hubert von Goisern und in zahlreichen Filmen und Fernsehshows die Massen begeistert hat und im benachbarten tirolerischen Niederndorf wohnt. „Ich wollte eigentlich schon vor zwei Jahren hierher kommen und singen, doch Corona hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erinnert sie sich. „Aber heuer klappt es endlich und ich werde heute Abend noch ein Lied auf der Bühne singen, zu dem mich mein Sohn Adrian begleiten wird“. Und das tat sie dann auch.

Rekordtag mit proppenvollem Festzelt

Keinesfalls ruhiger dann der Samstag, den ab 19 Uhr die „Dreder Musi“ musikalisch dominierte. „Gaudi und Musik“ hatten die Musikanten versprochen, die Stimmung dazu kam schnell von den begeisterten Besuchern.

Die feierten, als gäbe es kein Morgen mehr und wirklich alle waren zufrieden an diesem Abend, der erst sehr spät endete. Festwirt Andi Pfeiffer und Organisator Werner Schroller sprachen unisono von einem „Rekordtag, mit proppenvollem Festzelt, einer ausgelassenen Stimmung und einfach richtig nettem Publikum, das das Festzelt in ein Tollhaus verwandelte“.

Ein musikalischer Weckruf

Nach einem „Ruhetag“ war am Sonntag für die Musikkapelle Kiefersfelden wieder „Action“ angesagt. Frühmorgens ging’s bereits los mit einem musikalischem Weckruf und zusammen mit den Abordnungen der Vereine marschierte der Lindwurm durch den Ort in Richtung Pfarrkirche Heilig Kreuz, um dort den Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder orchestral zu begleiten.

Böllerankündigung durch Schützen

Nach der Böllerankündigung durch die Schützengesellschaft Vorderkaiser ging es über den „Drei Brunnenweg“ zurück ins Festzelt zum Frühschoppen. Dort warteten bereits viele Gäste, die dann zu Speis und Trank der „Dettendorfer Werksmusik“, lauschten, die den musikalischen Background übernahm und die Besucher durch den sonntäglichen Frühschoppen begleitete, der sich aber dann doch schon bis in den späteren Nachmittag hinzog.

Schlussendlich noch eine wichtige Information vom Veranstalter: Es sind Tischreservierungen für das Festzelt nur noch für die Tage Montag bis Donnerstag möglich, alle anderen Tage sind bereits ausgebucht.

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