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Weihnachtsaktion OVB-Leser zeigen Herz

Weltentdecker müssen halt früh raus: Was Leonhard mit Kolumbus und Thomas Müller verbindet

Pfiffig, gut gelaunt, lebenshungrig: So ist der Leonhard. Wie sein Lieblingsfußballer Thomas Müller bewegt er mehr mit seinem Kopf als mit den Muskeln.
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Pfiffig, gut gelaunt, lebenshungrig: So ist der Leonhard. Wie sein Lieblingsfußballer Thomas Müller bewegt er mehr mit seinem Kopf als mit den Muskeln.

Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen, heißt es so schön. Bei Leonhard (10) ist es umgekehrt. Der blitzgescheite Bub aus Teisendorf weiß mehr als andere Kinder in seinem Alter. Er ist weniger zerstreut, vergisst nie etwas. Vielleicht weil er nicht so schnell ist wie die anderen.

Rosenheim/Mühldorf – Seit drei Jahren besucht Leonhard, ein Traunsteiner Kindl, Schule und Tagesstätte im Heilpädagogischen Zentrum Aschau. Dort beeindruckt er seine Lehrerinnen und Therapeutinnen täglich aufs Neue: Schlagfertig, pfiffig, geistreich ist er, und fast immer gut gelaunt. Sein Lächeln hat es in sich, und er steckt auch dann nicht auf, wenn es anstrengend wird. Und das ist bei Leonhard schnell der Fall.

Grenzenlose Bücherwelt

Denn so grenzenlos Leonhards Welt ist, wenn er in seinen Büchern versinkt, so hürdenreich ist der Alltag für seinen Körper. Das Fortbewegen fällt ihm schwer, das sieht man auf den ersten Blick: Die dünnen Waden sind in Orthesen gepackt, das Gleichgewicht hält der Bub mit Gehstöcken, für weitere Strecken setzt er sich in seinen Rollstuhl.

Im Schnitt wird jedes 3000. Kind mit Spina bifida geboren, einer Schädigung des Rückenmarks, im deutschen Sprachgebrauch als „offener Rücken“ bekannt. Leonhard ist eines davon. Deshalb ist das Gehen eine mühsame Geschichte, auch im Alltag geht so manches nicht ohne Hilfe – etwa An- und Ausziehen, Treppensteigen, Körperpflege.

Frequenz: 10 Hertz – Kosten: 10 000 Euro

Die Krankheit kann niemand wegzaubern. Aber Leonhard trainiert hart und elanvoll, um Beweglichkeit und Muskelkraft zu erhalten oder zu verbessern – sehr zur Freude von Anne Peteranderl, seiner Ergotherapeutin in Aschau. Sie lässt sich immer etwas Neues einfallen, damit der Spaßfaktor hoch ist.

Doch auch für einen guten Schüler wie Leonhard gilt: Wer rastet, der rostet. Das Programm hat es in sich: Heilpädagogik, Ergo- und Physiotherapie sind der rote Faden, der sich durch Leonhards Leben zieht. Nach der Schule geht es in die Gangschule, aufs Laufband oder eine spezielle Vibrationsplattform, die so heißt wie Leonhards Lieblingssendung im Fernsehen: Galileo.

Die höhenverstellbare Galileo-Wippe mit veränderbarer Frequenz hat nicht nur eine ausgeklügelte Technik – sie ist für Kinder wie Leonhard auch ein Geschenk. Schon ab 10 Hertz kommt es zu einer Kipp-Bewegung der Hüfte, wie beim „echten“ Gehen. Was den Preis betrifft, muss man an die 10 allerdings noch drei Nullen anhängen. Unter 10.000 Euro ist das Gerät kaum zu bekommen – und weder Kostenträger noch Krankenkassen finanzieren es.

Genau in diese Lücke stößt die OVB-Weihnachtsaktion. Bei der umfassenden Modernisierung des HPZ in Aschau, ein Großprojekt, soll das Geld auch für Therapiegeräte und eine moderne Ausstattung reichen – für Leonhard und all die anderen Kinder und Jugendlichen. Das ist das Ziel von „OVB-Leser zeigen Herz“.

Das Ziel Leonhards und der Menschen um ihn herum ist es, ihm zu einem möglichst selbstbestimmten Leben zu verhelfen. Dafür klingelt daheim in Teisendorf täglich um 6.15 Uhr der Wecker. „Manchmal gefällt mir das frühe Aufstehen gar nicht“, verrät Leonhard mit einem Schmunzeln.

Doch von nichts kommt nichts. Also ist er um 7.10 Uhr startklar. Da holt ihn der Malteser-Fahrdienst ab und fährt ihn nach Aschau. Leonhard kennt das schon von kleinauf. Vor der Einschulung im HPZ Aschau, mit siebeneinhalb Jahren, war er täglich mit dem Taxi in den Konduktiven Petö-Kindergarten nach Kolbermoor gependelt.

Seine Eltern, Lorenz und Lisa Marie Plenk, sind heilfroh, dass sich ihr Sohn in Aschau so wohlfühlt, in besten Händen ist. Leonhard sei eher verschlossen und zurückhaltend gewesen, erinnert sich der Papa – „und jetzt ist er so gesellig und hat viel Selbstvertrauen.“

Hinzu kommt, dass das HPZ für die Familie bei der Bewältigung des Alltagspensums eine große Erleichterung ist. Lorenz Plenk arbeitet im Drei-Schicht-Betrieb als Maschinenführer in Fridolfing, Ehefrau Lisa halbtags, zudem versorgt das Landwirts-Ehepaar im Nebenerwerb 20 Rindviecher in Bio-Mutterkuhhaltung – und dann ist da ja auch noch Paula (9), Leonhards kleine Schwester.

Um 16.30 Uhr, wenn Leonhard heimkommt, ist die ganze Familie wieder zusammen. Dann macht es sich der Bücherwurm gern auf der Couch bequem und unternimmt spannende Reisen durch Zeit und Raum, von den Dinosauriern bis Dschibuti: Städte, Länder, Tiere – da macht ihm niemand etwas vor.

Amerika ist schön – Hohenaschau auch

Im Moment fesselt ihn der Bilderband über große Entdecker wie Marc O’Polo, Kolumbus oder Humboldt besonders. Sicher waren auch sie schon früh auf den Beinen – so wie Leonhard, der kein Schiff braucht, um die Welt zu entdecken und das Leben zu spüren. Das geht auch mit Langlaufschlitten, Therapierad, elektrischem Handbike oder Schwimmring, Amerika ist schön, doch Leonhards Touren nach Hohenaschau, auf die Almen der Chiemgauer Berge oder ins weitgehend barrierefreie Bibione sind mindestens genauso spannend.

So könnte man leicht ein ganzes Buch füllen mit Leonhards Hobbies und Interessen: vom Rollstuhlbasketball und Akkordeon spielen über den FC Bayern und Monopoly bis zum Kochen und Backen. Das Tiramisu, das er erst kürzlich mit Anne Peteranderl zubereitet hat, soll ein Genuss gewesen sein. Die anderen Tagesstättenkinder in Leonhards „Gespenst“-Gruppe haben es sich auf der Zunge zergehen lassen.

Maradona: „Müller hat keine Muskeln“

Leonhards Lieblingsfußballer bei den Bayern ist übrigens Thomas Müller. Auch das passt. Pfiffig ist der Thomas auch und kommt mit ebensodünnen Waden daher. „Dieser Müller hat keine Muskeln“, staunte Diego Maradona deshalb 2014. Mag sein, aber drei Wochen später war der Spargeltarzan aus Weilheim Weltmeister. Was erneut zeigt, dass es häufig mehr auf den Kopf als auf die Beine ankommt. Beim Monopoly. Beim Fußball. Im richtigen Leben.

Das sind die Spendenkonten

Die beiden Spendenkonten sind eingerichtet. Das sind die Nummern:

Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling

IBAN DE75 7115 0000 0000 0787 82

BIC BYLADEM1ROS

meine Volksbank Raiffeisenbank eG

IBAN DE78 7116 0000 0008 8499 00

BIC GENODEF1VRR

Auch ein Auto gibt es zu gewinnen

Auch ein Auto wird der Aktion abermals Schubkraft verleihen. Unter allen Spendern und Teilnehmern wird ein Mazda 2 verlost. Den Wagen im Wert von 17.500 Euro hat City-Autopartner Kolbermoor, ein Unternehmen der Auto-Eder-Gruppe, gestiftet. Die Namen der Spender werden in der Printausgabe der OVB-Heimatzeitungen veröffentlicht. Wer nicht mit seinem Namen erscheinen will, vermerkt dies bei der Überweisung mit dem Zusatz „Anonym“ oder „Keine Namensnennung“. Jede Spende ab zehn Euro, die bis 6. Januar 2022 auf einem der beiden Spendenkonten eingeht, nimmt automatisch an der Verlosung des Wagens teil. Bei Beträgen bis zu 300 Euro gilt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg als Spendenquittung für das Finanzamt. Bei höheren Beträgen stellt die OVB-Stiftung Spendenquittungen aus. Hierzu muss allerdings eine vollständige Postadresse vorhanden sein.

Mitarbeiter des OVB-Medienhauses und der Auto-Eder-Gruppe sowie deren Angehörige können nicht an der Verlosung teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus rechtlichen Gründen sind die OVB-Heimatzeitungen verpflichtet, auch Nicht-Spender am Gewinnspiel teilnehmen zu lassen. Diese schicken eine Postkarte mit dem Kennwort „Weihnachtsaktion: Ich will ohne zu spenden gewinnen“ ans OVB. Ihre Betroffenenrechte und Datenschutzinfos finden Sie unter https://www.ovbabo.de/datenschutz.

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